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Foren-Übersicht Ist das nicht ein schöner Pfeil :-) Alles über Bauchtanz · Raks Sharqi Ist das nicht ein schöner Pfeil :-) Reaktionen auf OT

Reaktionen auf OT


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Marion


Beiträge: 89
Anmeldungsdatum: 21.04.2004 14:17
Verfasst am: 07.05.2004 12:52
Titel: Reaktionen auf OT
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Hallo ihr alle !!!

Kriegt ihr auch immer so bescheuerte Reaktionen, wenn ihr anderen erzählt das ihr orientalischen Tanz macht. Die meisten Leute kommen scheinbar mit einer Bewegungsform wo man mehr als nur seine Beine und Arme bewegt nicht richtig zurecht.

Die meisten haben aber auch eine völlig falsche Vorstellung von dem Tanz, vielleicht kommts auch daher?

Wie geht ihr mit solchen Reaktionen um icon_question.gif

Marion
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Habiba33


Beiträge: 40
Anmeldungsdatum: 09.02.2004 02:14
Wohnort: Oppenheim
Verfasst am: 07.05.2004 13:23
Titel:
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Guten Tag!

Interessant.

Ich glaube, das liegt an dem Klischee! Bauchtanz = nackt, lasziv, erotisch und vor allem nur für Männeranimation gedacht.
Ich denke, die wenigsten wissen, dass es eine Tanzkunst ist, so wie Samba, Hula oder Afro. Als Tanzkunst gilt Ballett, und das ist ein fuß- und beinlastiger Tanz.

Und ein psychologisches Dilemma kommt da wohl noch dazu: Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht oder: was ich nicht kenne, das macht mir Angst und was mir Angst macht kann ich besiegen, indem ich überheblich und abschätzend bin und diese Sache möglichst lächerlich mache;-)...

Herzlichst,
Habiba
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Peter


Beiträge: 701
Anmeldungsdatum: 15.02.2004 14:24
Wohnort: Hessen
Verfasst am: 07.05.2004 18:00
Titel:
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Habiba33 hat folgendes geschrieben::
...

Und ein psychologisches Dilemma kommt da wohl noch dazu: Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht oder: was ich nicht kenne, das macht mir Angst und was mir Angst macht kann ich besiegen, indem ich überheblich und abschätzend bin und diese Sache möglichst lächerlich mache;-)...


Hallo Habiba,

hier hast Du ein wahres Wort gelassen ausgesprochen icon_wink.gif.

Mit dem Problem schlagen sich alle diejenigen herum, die der Masse der Bildzeitungsleser (und nicht nur denen) nicht gerade geläufige Beschäftigungen nachgehen.
Dabei treten oft erstaunliche Diskrepanzen zwischen dem Intelligenzgrad zutage, den man von der betreffenden Person kennt bzw. von ihr vermuten darf und dem, auf den die entsprechenden Äußerungen schließen lassen. Beispiele dafür gibt es genügend, quer durch alle Bereiche unseres Lebens.

Viele liebe Grüße,
Peter

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Sahida
Gast



Verfasst am: 07.05.2004 20:28
Titel: Re: Reaktionen auf OT /Achtung, lang
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Hallöchen,

Zitat:
Wie geht ihr mit solchen Reaktionen um icon_question.gif


es war mal Thema in einem anderen Forum, sozusagen "die dümmsten Fragen, wenn jemand sich als Bauchtänzerin sozusagen "outet", bzw. die dümmsten Reaktionen auf Tänzerinnen.

In der Tat ist der orientalische Tanz extrem klischeebehaftet, und wird es auch immer bleiben. Woran liegt das? Zu viele schwarze Schafe in der Branche, das Bild vieler Touristen im Hinterkopf, welches sie aus dem letzten Türkeiurlaub mitbrachten (ich habe schon etliches an Touristenanimationstänzerinnen gesehen, die wirklich unter aller Kanone waren, und bin sicher icht die Einzige), die Medien tun auch noch einiges dazu, und auch hier in Deutschland bleibt einem bei manchen Darbietungen auch nur die Spucke weg, und einem kommen bald die Tränen vor Wut.
Alles, was wir tun können, ist, mit unserer Darbeitung zu zeigen, dass Bauchtanz -ein Wort, welches ich gar nicht so gerne mag- auch etwas schönes, künstlerisches sein kann. Erotisch zwar vielleicht, aber auf eine angenehme, unaufdringliche und bezaubernde Weise.
Fakt ist: Es ist keine anerkannte Ausbildung, wie es z.B. beim Ballett der Fall ist. Es gibt nicht mal eine deutschlandweite einheitliche Namensbezeichnung der einzelnen Figuren. Kein Wunder, dass der Tanz hier in Deutschland keine derartige Akzeptanz hat, wie z.B. Ballett.

Wie reagiert man auf die dümmsten Fragen? Welches sind überhaupt die dümmsten Fragen?
Auf meiner Hitliste der blödesten Fragen stehen die Folgenden, die ich mir immer wieder anhören muss:

"Sie haben doch gar keinen Bauch?"
"Haben Sie orientalische Vorfahren?"
"Wo haben Sie denn das gelernt?"
"Aber Ihre Lehrerin ist doch Türkin, oder?"
"Wenn Ihre Lehrerin auch keine Türkin ist, dann ist die Lehrerin Ihrer Lehrerin doch sicher eine Türkin?"
"Ich habe gehört, dass Bauchtänzerinnen gut im Bett sind? Stimmt das"
"Was kostet es, wenn ich Sie für mehr, als bloss einen Auftritt buche" (solchen Mistkerlen sollte man eigentlich eine runterhauen, und denen somit klarmachen, dass man nicht zum horizontalen Gewerbe gehört).
"Das ist doch nur Rumgewackel mit Po und Busen"
"Können Sie keiner vernünftigen Arbeit nachgehen?"
"Weiss Ihr Mann davon? Was sagt denn der dazu? Verbietet der Ihnen das nicht?"

Ich fass mal zusammen: Ich habe ein Bäuchlein, das von meiner Zwillingsschwangerschaft nun mal da ist, aber in Hosen nicht auffällt.
Gelernt habe ich das Tanzen hier in Deutschland bei einer deutschen Lehrerin. Ich lerne seit knapp 6,5 Jahren, und habe noch eine Menge zu lernen. Die Lehrerin meiner Lehrerin ist Deutsche, und auch ausserhalb Deutschlands bekannt.
"Gut im Bett" *hüstel*...ich zitiere mal die Werbung einer recht bekannten Limonade "Spass ist, was ihr draus macht", will sagen, es ist Ansichtssache, was zwei Menschen -und da gehören zwei dazu- daraus machen, und das ist immer noch Privatsache, und gehört zu den Fragen, die ich schlicht und ergreifend gar nicht höre, geschweige denn beantworten würde.
Rumgewackel? Bei guten Tänzerinnen wird der krasse Unterschied zum legendären gewackelten Ententanz genügend deutlich. Vernünftige Arbeit? Ich verdiene meine Brötchen als kaufmännische Angestellte, bei mir auf der Arbeit weiss bislang kein Mensch, welchem Hobby ich mich fröne....auch ne Art und Weise zumindest dort dummen Fragen aus dem Weg zu gehen.
Mein Mann weiss es, und findet es gut, er unterstützt mich, seine Meinung ist mir wichtig, er mag, was ich tanze, und hat mich schon an Kollegen zu deren Feiern vermittelt. Mit Erfolg und Folgeauftritten.

Wie ich auf dumme Fragen reagiere, kommt auf den jeweiligen Fragesteller drauf an, wobei ich mich bemühe, nicht ausfallend zu werden, und Verständnis zu wecken. Zumindest sofern ich der Meinung bin, einen Menschen mit einem höheren IQ als dem von 5 Metern Feldsalat vor mir zu haben. Patentrezepte gibt es hier nicht.
Als kleiner Tipp: Die zündenden passenden Antworten fallen einem meist erst viel zu spät ein. Da sich die Fragen aber oft wiederholen, sollte man sich intelligente Antworten auf dumme Fragen notieren, um sie für das nächste Mal im Kopf zu haben. Manche Fragen allerdings sind so blöde, dass es sich gar nicht lohnt, darauf einzugehen. Kein Mensch zwingt uns schließlich, blöde Fragen zu beantworten icon_razz.gif . Ich habe auch schon richtig dämliche offensichtlich betrunkene Fragesteller einfach stehengelassen. Es steht schließlich nirgens geschrieben, dass man sich von irgendwelchen Idioten ein dämliches unfruchtbares Gespräch aufzwingen lassen muss.

Liebe Grüsse,

***
P.S. Was sind die dümmsten Fragen, die euch im Zusammenhang mit dem OT so begegnet sind?
       
Peter


Beiträge: 701
Anmeldungsdatum: 15.02.2004 14:24
Wohnort: Hessen
Verfasst am: 07.05.2004 22:17
Titel:
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Hallo ***,

danke für Deinen interessanten Beitrag!

Wenn wir Esperantisten Flagge zeigen, werden wir in der Regel mit ähnlich sinnleeren Äußerungen konfrontiert, wie die von Dir beispielhaft angeführten "Sachfragen".
Meistens lautet die Antwort "Wozu brauchen wir Esperanto, es kann doch heutzutage sowieso jeder Englisch." Diese Diskussion endet gewöhnlich Sekunden später, wenn sie von einem der Esperantisten statt auf Deutsch eben auf Englisch fortgeführt wird, weil die/derjenige Gesprächspartner(in) fluchtartig den Ort des Geschehens verläßt um nicht zugeben zu müssen, daß gerade sie/er nicht im selbst definierten Sinne "jeder" ist. So können wir noch zufrieden sein, wenigstens in der Regel nicht persönlich angegangen zu werden, denn manche der von Dir beispielhaft genannten Fragen ist wirklich alles andere als lustig.

Ich habe mir über die Jahre abgewöhnt, die Welt verbessern zu wollen. Wer ins Ausland nur zum Einkaufen fährt, braucht keine Fremdsprachenkenntnisse, weder Esperanto, noch Tschechisch oder Englisch, denn das einzige, was interessiert, erfährt sie/er dank arabischer Ziffern sowieso. Den meisten Leuten, die damit zu befriedigen sind, ist auch mit den von Dir genannten Animationstänzerinnen weitergeholfen, denn ich bin mir nicht sicher, daß sie den Unterschied zu dem zu erfassen in der Lage wären, worum es in diesem Forum geht.

In den ersten zwei Unterrichtsstunden hat mir die Lehrerin gezeigt, was ich für meinen Rücken tun kann - aber die Physiotherapeuten wollen auch leben. Also werde ich es auch mit dem Orientalischen Tanz so halten - wer mich aus ernsthaftem Interesse etwas fragt, bekommt eine entsprechende Antwort, alle anderen dürfen gerne nach ihrer Fasson selig werden.

Du schreibst
Zitat:

Alles, was wir tun können, ist, mit unserer Darbeitung zu zeigen, dass Bauchtanz -ein Wort, welches ich gar nicht so gerne mag- auch etwas schönes, künstlerisches sein kann. Erotisch zwar vielleicht, aber auf eine angenehme, unaufdringliche und bezaubernde Weise.

Das ist sicher der einzig richtige Weg. Der Begriff "Bauchtanz" ist auch für meine Begriffe zu eng für das, was wir damit verbinden. Das Kürzel "OT" dagegen ist auch nicht wirklich glücklich gewählt, denn es bezeichnet bei der Arbeit eines Verbrennungsmotors den Zeitpunkt, an dem der Kolben sich an der obersten Stelle befindet und seine Bewegungsrichtung im Begriff ist umzukehren ("oberer Totpunkt").

Die Werbefachleute zeigen uns aber, wie wichtig es ist, für etwas, was man "verkaufen" will, einen passenden, prägnanten, wohlklingenden, mit positiven Emotionen verbundenen Namen zu finden. Wir könnten uns hier durchaus darüber Gedanken machen.

Grüße,
Peter

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Sahida
Gast



Verfasst am: 07.05.2004 22:50
Titel:
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Hi Peter,

ich habe eine bescheidene Frage, und es mag sein, dass sie zu den dummen Fragen gehört, die du vielleicht öfters bekommst. Es ist mir durchaus ernst, und drum frag ich einfach mal: WO um alles in der Welt wird Esperanto eigentlich gesprochen? Ich weiss es wirklich nicht icon_redface.gif *blond bin*.

Die Abkürzung OT wird meines Erachtens nach nur in Insiderkreisen benutzt, vorwiegend eben im Internet, und hat sich vielerorts zwischen den Tänzerinnen eingebürgert. Ist eben wie mit dem "*g*, *lol*" und ähnliches. jeder weiss, was gemeint ist.
Wie du sicher weisst, steht die Abkürzung OT schlicht und ergreifend für "orientalischer Tanz". Dieser Begriff gefällt mir sehr viel besser als "Bauchtanz", und wenn mich einer nach meinem Hobby fragt, so antworte ich eigentlich immer "Orientalischer Tanz". Bei verwirrten Blicken meines Gegenübers benutze ich den Zusatz "auch als Bauchtanz bekannt". Tja, und dann kommen sie halt oft, die bis zum abwinken dummen Fragen.

Liebe Grüsse,

***
       
Peter


Beiträge: 701
Anmeldungsdatum: 15.02.2004 14:24
Wohnort: Hessen
Verfasst am: 07.05.2004 23:35
Titel:
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Hallo Sahida,

Deine Frage, wo eigentlich Esperanto gesprochen wird, ist ernsthaft gemeint und auch so zu beantworten: in fast allen Ländern der Erde. Es gibt ganz wenige Staaten, in denen Esperanto verboten war oder ist. Dazu gehören beispielsweise gegenwärtig Saudi-Arabien, dazu gehörte das Rumänien Ceaucescus, oder die Sowjetunion Stalins (und auch noch lange danach). Es gibt überall einige organisierte Esperantisten, wieviele sich aber wirklich mit der Sprache beschäftigen ist genauso wie die Frage, wieviele Leute Schach spielen oder tanzen, schwer einzuschätzen.
In den Zeiten des Internets findest Du viele "Espis" ganz leicht, genauso wie Tänzerinnen. In der Zeit davor haben wir uns mit dem "Pasporta Servo" (ein Verzeichnis von ausgesprochen gastfreundlichen Esperantisten mit derzeit weltweit ca. 1.200 Adressen) und dem "delegita reto" (ein Verzeichnis von Esperantisten, die Auskünfte über ihr Land, ihr Spezialgebiet oder andere Dienste anbieten) weitergeholfen. Das erste Lehrbuch über Esperanto erschien 1887, delegita reto gibt es seit 1908 und seit 1905 finden jährlich (mit Ausnahme der Kriegsjahre) Weltkongresse statt, deren größter zum hundertjährigen Jubiläum 1987 in Warschau 5.946 Teilnehmer hatte. Daneben finden weltweit fast immer irgendwo Veranstaltungen statt (-> http://www.eventoj.hu/kalendar.htm ).
Gesprochen und gesungen wird Esperanto auch im Radio: regelmäßig senden Radio Warschau, Peking, Havanna und der Vatikan.

Weitere Informationen in Deutsch findest Du im Netz beim Deutschen Esperanto-Bund http://www.esperanto.de , über dortige Links bei den Schweizer und Österreichischen Verbänden, beim Weltesperanto-Bund UEA und bei der Österreichischen Nationalbibliothek, die in der Hofburg das Internationale Esperanto-Museum (mit 35.000 bibliothekarischen Einheiten) beherbergt. Darunter findet sich auch ein Großteil original in Esperanto verfaßte Literatur, dennoch behaupten immer wieder Leute, die seltsamerweise den Anspruch erheben ernstgenommen zu werden, Esperanto habe mit Kultur nichts zu tun.

Zu Deiner zweiten Anmerkung:
Orientalischer Tanz ist eben nicht deckungsgleich mit dem, was viele unter "Bauchtanz" verstehen. Der Frage, warum manche das mit der Reeperbahn assoziieren und unter dem Orient nur die Türkei verstehen, sollten wir schon einmal nachgehen. Name ist eben nicht nur "Schall und Rauch".

Liebe Grüße,
Peter

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Peter


Beiträge: 701
Anmeldungsdatum: 15.02.2004 14:24
Wohnort: Hessen
Verfasst am: 09.05.2004 19:43
Titel:
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Hallo ***,

kürzlich hat auch der "Kölner Steuerdialog" (KÖSDI), wie inzwischen auch viele andere Publikationen, das völlig unnötige Ersetzen gutbekannter deutschsprachiger Begriffe durch Anglizismen aufgespießt, im konkreten Fall ging es um Äußerungen des Bundesfinanzministers, dem man allerdings nicht vorwerfen kann, diese seltsame "Tradition" begründet zu haben.

Dieses Phänomen ist m.E. vor allem zu beobachten, wenn der Sprechende auf dem behandelten Gebiet nicht ganz sicher ist, aber mehr Kenntnisse vortäuschen will, als er bei seinem Publikum voraussetzt. Es wird viel geredet und oft nichts gesagt, was durch die Verwendung von möglichst viel fremdsprachiger Lexik nicht gleich auffällt. Wer mit dieser Methode an einen Präsentationsstand von Esperantisten tritt, riskiert natürlich, dort einen Englischlehrer zu treffen, der dann die Frage, in welcher Sprache die Konversation fortgeführt werden soll, zu Ungunsten des Gastes entscheidet (s.o.).

*** hat folgendes geschrieben::
...
Wie du sicher weisst, steht die Abkürzung OT schlicht und ergreifend für "orientalischer Tanz". Dieser Begriff gefällt mir sehr viel besser als "Bauchtanz", und wenn mich einer nach meinem Hobby fragt, so antworte ich eigentlich immer "Orientalischer Tanz". Bei verwirrten Blicken meines Gegenübers benutze ich den Zusatz "auch als Bauchtanz bekannt". Tja, und dann kommen sie halt oft, die bis zum Abwinken dummen Fragen.
Liebe Grüsse, ***


In einer Situation allerdings, in dem Du aus Erfahrung damit rechnen mußt, bei Verwendung des landläufig verwendeten Begriffes gründlich mißverstanden (evtl. sogar persönlich angegriffen) zu werden, müßte die o.g. Methode ganz trefflich funktionieren.
Wäre es denn falsch, anstelle des Begriffes "Bauchtanz" zur Erläuterung eine Umschreibung wie beispielsweise "Volkstänze des Nahen Ostens" zu verwenden und dann, wenn der Gegenüber immer noch geduldig zuhört, die von Dir bevorzugten mit den Originalnamen zu bezeichnen und deren Herkunft zu erläutern? Das man so etwas heute öfter in einem Zwei- als in einem Einteiler tanzt, muß ja nicht Gegenstand Deiner Erläuterung sein. Wer, bitte, wird mit dem Begriff "Volkstanz" das verbinden, was ihm vielleicht bei "Bauchtanz" in den Sinn käme?
Und selbst, wenn sich in der Zuhörerschaft Insider befänden, hast Du ja nicht, wie hierzulande üblich, nur heiße Luft abgelassen und die Begriffe verwechselt - Blamage daher ausgeschlossen.

Viele Grüße,
Peter

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Sahida
Gast



Verfasst am: 09.05.2004 22:27
Titel:
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Hallöchen,

Peter hat folgendes geschrieben::

Wäre es denn falsch, anstelle des Begriffes "Bauchtanz" zur Erläuterung eine Umschreibung wie beispielsweise "Volkstänze des Nahen Ostens" zu verwenden und dann, wenn der Gegenüber immer noch geduldig zuhört, die von Dir bevorzugten mit den Originalnamen zu bezeichnen und deren Herkunft zu erläutern? Das man so etwas heute öfter in einem Zwei- als in einem Einteiler tanzt, muß ja nicht Gegenstand Deiner Erläuterung sein. Wer, bitte, wird mit dem Begriff "Volkstanz" das verbinden, was ihm vielleicht bei "Bauchtanz" in den Sinn käme?
Und selbst, wenn sich in der Zuhörerschaft Insider befänden, hast Du ja nicht, wie hierzulande üblich, nur heiße Luft abgelassen und die Begriffe verwechselt - Blamage daher ausgeschlossen.

Viele Grüße,
Peter



Unter "Volkstänzen des nahen Ostens" verstehe ich nun wieder was ganz anderes, nämlich Folklore, und einmal abgesehen davon stehe ich zu dem, was ich tu. Ich fröne mich der orientalischen Tanzkunst icon_razz.gif !!!!! Und ich sehe es nicht ein, warum ich das vor meinem Gegenüber verschleiern sollte. Wer mir blöde kommt, der darf sich zumeist warm anziehen, ich bin eigentlich fast nie um eine passende Antwort verlegen. Ganz nebenbei arbeite ich seit insgeamt rund 12 Jahren als kaufmännische Angestellte (im Grunde also als Verkäuferin mit viel Kundenkontakt) und habe neben einem gewissen Einfühlvermögen für verschiedene Persönlichkeiten auch ein reichlich dickes Fell gegenüber dusseligen Kommentaren noch dusseleigerer Leute. Und ich habe bei gewissen Dingen einfach eine Hornhaut auf den Ohren, Verbalattacken nehme ich nicht persönlich, und sie gehen hier rein, und da raus, ohne mich seelisch anzukratzen. Wie schon weiter oben erwähnt: Ich habe es nicht nötig, mir von irgendwem ein Gespräch aufzwingen zu lassen, welches mir nicht passt.

Danke übrigens für deine Aufklärung in Sachen Esperanto, ich denke, auch dafür gibt es eine Szene, allerdings kenne ich wirklich keinen, der das spricht, und es war mir wirklich schleierhaft.

Anglizismen...tja, was soll man dazu sagen,ich benutze sie, und du benutzt sie auch icon_biggrin.gif (schau mal deinen Beitrag da oben an), sie sind ein Kind unserer Zeit, und wir benutzen sie teilweise unbewusst, ohne darüber nachzudenken. Auch hier gibt es eine Szene, die vehement versucht, Anglizismen zu unterbinden. Die sich Heimseiten anschauen, in Diskussionsbrettern mitschreiben, und elektronische Post verschicken, solange ihr Fenster 2000 von der Firma Winzigweich nicht mit Krankheitserregern aus dem weltweiten Netz verseucht wurde, und deren Rausguck-Schreibprogramm noch funktioniert (gib es zu, das klingt doch total bescheuert, oder?).
Ich gebe allerdings zu, dass viele Anglizismen unnötig sind, und sie teilweise so geballt speziell in der Fernsehwerbung auftauchen, dass meine der Englischkenntnisse nicht mächtigen Schwiegereltern teilweise nur noch Bahnhof verstehen.
Es gibt allerdings auch zur Genüge deutsche Redewendungen, die wir benutzen, ohne über deren Sinn nachzudenken, und deren Sinn und Hintergrund vielen noch nicht mal bekannt sind:

"Noch grün hinter den Ohren sein"
"Mit der Kirche ins Dorf fallen"
"Ins Fettnäpfchen trampeln"

um nur mal einige zu nennen.

Liebe Grüsse,

***
       
Peter


Beiträge: 701
Anmeldungsdatum: 15.02.2004 14:24
Wohnort: Hessen
Verfasst am: 10.05.2004 01:27
Titel:
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Hallo ***,

*** hat folgendes geschrieben::
Hallöchen,
...
Unter "Volkstänzen des Nahen Ostens" verstehe ich nun wieder was ganz anderes, nämlich Folklore, und einmal abgesehen davon, stehe ich zu dem, was ich tu.

In meiner Unerfahrenheit habe ich den Tanzstil im Hinterkopf gehabt, den man als "Tribal" bezeichnet. Lag ich da so falsch?

Zu seinen Neigungen stehen ist die eine Seite, in einem Gespräch angegangen zu werden, ohne etwas verschuldet zu haben etwas anderes. Wenn eine Diskussion ein positives Ergebnis haben kann, ist das auch für mich kein Problem, mich ihr zu stellen. Aber schon Albert Einstein mußte feststellen, daß das nicht mehr die Regel ist.
Zitat:

Ich fröne mich der orientalischen Tanzkunst icon_razz.gif !!!!! Und ich sehe es nicht ein, warum ich das vor meinem Gegenüber verschleiern sollte.

Die Frage, wie man reagieren kann, ist das Thema dieser Diskussion. Eine solche macht nur so lange Sinn, wie der Gegenüber bereit ist, die dargebotenen Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Wenn er sich also mit diesem Tanz anfreunden kann, erfährt er immer noch zeitig genug, daß man diesen hierzulande nicht ganz zutreffend als Bauchtanz bezeichnet - die Reaktion wird dann hoffentlich eine andere sein, als wenn er die Ohren gleich zugeklappt hätte.
Zitat:

Danke übrigens für deine Aufklärung in Sachen Esperanto, ich denke, auch dafür gibt es eine Szene, allerdings kenne ich wirklich keinen, der das spricht, und es war mir wirklich schleierhaft.

Gern geschehen, auf ehrliche Fragen gibt's erschöpfende Antworten icon_wink.gif.
Zitat:

Anglizismen...tja, was soll man dazu sagen,ich benutze sie, und du benutzt sie auch icon_biggrin.gif (schau mal deinen Beitrag da oben an), sie sind ein Kind unserer Zeit, und wir benutzen sie teilweise unbewusst, ohne darüber nachzudenken.

Fremdwörter sind für sich genommen kein Problem, nur sollte man von Zeit zu Zeit in sich gehen und sich den entsprechenden deutschen Begriff zurück ins Gedächtnis rufen, zumal wenn man wie Du Verantwortung für Kinder hat. Viele Leute verlieren durch diese Anglizismen langsam schon ihre Sprachkompetenz in der eigenen Muttersprache.
Zitat:

Auch hier gibt es eine Szene, die vehement versucht, Anglizismen zu unterbinden. Die sich Heimseiten anschauen, in Diskussionsbrettern mitschreiben, und elektronische Post verschicken, solange ihr Fenster 2000 von der Firma Winzigweich nicht mit Krankheitserregern aus dem weltweiten Netz verseucht wurde, und deren Rausguck-Schreibprogramm noch funktioniert (gib es zu, das klingt doch total bescheuert, oder?).

Jede Übertreibung ist schädlich, da hast Du wohl recht. Die deutsche Sprachgemeinde sollte dringend von den Esperantisten lernen, die es viel besser geschafft haben, Lexik vor allem auf dem Gebiet der Informatik in ihre Sprache nicht einfach zu kopieren, sondern einzubinden. Mit dem Begriff "elektronische Post" habe ich - im Gegensatz zu "ieh-Mehl" - übrigens kein Problem, denn so heißt sie in Esperanto auch, im Gegensatz dazu bezeichnet man die konventionelle gelegentlich scherzhaft als "helikposhto" (Schneckenpost). Anstatt die recht blumigen englischen Begriffe einfach zu übersetzen, sollte man sich lieber über akzeptable Wortschöpfungen Gedanken machen, die den Kern der Sache treffen.
Zitat:

Ich gebe allerdings zu, dass viele Anglizismen unnötig sind, und sie teilweise so geballt speziell in der Fernsehwerbung auftauchen, dass meine der Englischkenntnisse nicht mächtigen Schwiegereltern teilweise nur noch Bahnhof verstehen.

Meine Reaktion darauf: solche "Werbung" betrifft mich nicht - wer mir so von der Seite kommt, will mich nicht als Käufer - Punkt.

Einen schönen Tag noch,
Peter

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Marion


Beiträge: 89
Anmeldungsdatum: 21.04.2004 14:17
Verfasst am: 10.05.2004 12:48
Titel: Re: Reaktionen auf OT /Achtung, lang
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Hi,
um mal wieder auf obiges Thema zurückzukommen...

*** hat folgendes geschrieben::

In der Tat ist der orientalische Tanz extrem klischeebehaftet, und wird es auch immer bleiben.


Ja, leider !!! Und da kann man sich auch den Mund noch so fransig reden, die Klischees werden immer in den Köpfen bleiben. Aber eins verstehe ich nicht, das das hier in diesem Lande, wo wir doch alle so aufgeklärt sind, auch noch so ist. Im Orient würde ich es noch einigermaßen verstehen, weil der Tanz dort von vorn herein einen ganz anderen Wert hat.

Die Erotik ist auch nicht so schlimm für mich, da ich ja nicht Tanze um jemanden anzumachen (diese Gedanken entstehen wahrscheinlich in den Köpfen derer, die keine Ahnung vom OT haben) sonder weil es mir wirklich spass macht. Ich möchte mit dieser Tanzform nichts assoziieren sondern nur meine Lebensfreude ausdrücken.

*** hat folgendes geschrieben::

Fakt ist: Es ist keine anerkannte Ausbildung, wie es z.B. beim Ballett der Fall ist. Es gibt nicht mal eine deutschlandweite einheitliche Namensbezeichnung der einzelnen Figuren. Kein Wunder, dass der Tanz hier in Deutschland keine derartige Akzeptanz hat, wie z.B. Ballett.


Bin ich eigentlich ganz froh das es keine feste Ausbildung gibt. So kann sich jeder seinen eigenen Stil aussuchen. Man ist nicht so festgelegt wie in manchen anderen Tänzen

*** hat folgendes geschrieben::

"Sie haben doch gar keinen Bauch?"
"Haben Sie orientalische Vorfahren?"


Die habe ich auch noch nicht gehört. icon_lol.gif icon_lol.gif icon_lol.gif

*** hat folgendes geschrieben::

"Ich habe gehört, dass Bauchtänzerinnen gut im Bett sind? Stimmt das"


Der ist wirklich hammerhart. icon_eek.gif Habe ich aber gottseidank noch nicht zu Ohren bekommen. Was denken die Leute sich eigentlich ???

Versuche mittlerweile, immer wenn ein Gespräch auf das Thema kommt, ganz normal darüber zu reden, wie über jedes andere Hobby auch, vielleicht nimmt man den Leuten so die Scheu vor dem Unbekannten, wenn sie merken das man selber kein Problem damit hat.

Bis dann...

Marion
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Gast




Verfasst am: 10.05.2004 13:22
Titel: Reaktionen auf OT
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Hallo,

die Frage des wieso und woher, der seltsamen Reaktionen auf "Bauchtanz" ist berechtigt. Allerdings würde ich niemals von Reaktionen direkt auf den IQ des Nachfragers schliessen!

Wieso ist Bauchtanz noch in der "Animierschublade", inkl. der "Tüdelgardine vorm Gesicht der Tanzenden"?

Weils so schön einfach ist!

Weil Bauchtanz keine Sau interessiert!
Weil niemand sich die Mühe macht, neben den ganzen Dingen die man wissen muss, angefangen von Fahrprüfungsfragen bis zur Steuererklärung, die "wichtigsten Details" über Bauchtanz zu wissen.

Bauchtanz ist nicht wichtig genug, nicht prominent, nicht "westlich" genug.
Der Tanz dient der Unterhaltung, wahlweise Selbstverwirklichung von primär Frauen, damit ist er durchs Raster des deutschen Durchschnittsbürgers gefallen - Ende Gelände. Da brauchts nichtmal ein Vorurteil.

Selbst die Mitglieder des Deutsch-Arabischen Freundschaftskreises halten den Kleinen Masmoudi für einen Wüsten-Wadi und sehen auf diese Tanzform eher herab. Da werden die Folkloretänze noch höher gewertet.

Merkt euch einfach - die Orient ist weiblich, der Tanz des Orients (Bauchtanz) ur-weiblich. Und alles was weiblich ist, hat im männlichen, kopflastigen Westen keinen wirklichen Stellenwert.

Und fragt euch doch selbst mal, was ihr genau über die Babylonische Geschichte wisst. Denn daher stammen die berühmtesten Mythen und Wurzeln (angebl.) des Bauchtanzes, der Fruchtbarkeitsriten. Also könnt ihr doch wohl unwissenden Menschen verzeihen, wenn sie nicht wissen das Bauchtanz was anderes ist, als Hüftschütteln hinter ner Ado-Gardine.

Gruß
Helena
       
MEISSOUN
Bollywood-Mod

Beiträge: 1578
Anmeldungsdatum: 15.02.2004 14:16
Verfasst am: 10.05.2004 21:13
Titel:
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Also, wenn wir uns hier schon gegenseitig die Welt erklären icon_biggrin.gif
Peter, was Tribal Style ist, kannst Du z.B. hier kucken: www.weiberwirbel.ch

Über etwelche "Wurzeln" des Raqs Sharqi (hey, so kann man das ja auch noch nennen icon_wink.gif ) will ich mich nicht auslassen, weil die schlichtwegs nicht nachweisbar sind. Vieles davon ist "Wunsch-Geschichte", die sich Frauen zusammengebastelt haben, um ihren Slogan vom "weiblichsten Tanz" zu untermauern. Was ja auch daneben ist, weil im Orient nämlich ALLE so tanzen, auch Männer und Kinder.

Dumme Sprüche kenn ich genug, vieles von der obenstehenden Liste kommt mir säääähr bekannt vor. Auch der Vorwurf, zwischen Brustkorb und Becken eine gähnende Leere (= keinen Bauch) zu haben... Und der verzweifelte Versuch, mir eine orientalische Verwandtschaft anzuhängen, oder mind. einen solchen Mann. Schön blöd, mein Freund ist Halb-Japaner....

Ach übrigens, da war mal ein Tango-Festival in Zürich und die Lokale Radio-Station machte eine Strassen-Umfrage. Ich bekam ein Mikrofon unter die Nase gehalten mit der Frage: "Finden Sie, dass Tango erotisch ist?"
Na, was soll man da noch sagen - Nein?
Tango ist genauso mit den Erotik-Klischees behaftet (wenigstens stammt der auch aus dem Bordell). Dass da ziemlich viel Arbeit dahintersteckt, merkt man erst, wenn man's selber lernt.

In Istanbul war ich mir einer Freundin abends öfters aus zum Tango-Tanzen. An einem Abend hatten wir einen kurdischen Musiker dabei, der schon 20 Jahre in Europa lebt.
Er besah sich die Sache und fragte dann: "Die Leute kommen also hierher, um jemanden kennenzulernen?"
Und wir konnten ihm noch so erklären, dass die Leute hierher kämen um zu tanzen und dass es ganz sicher einfachere Wege gebe, um jemanden "kennenzulernen", als eine jahrelange Tango-Ausbildung (das allgemeine Tango-Niveau in Istanbul ist sehr gut!). Er blieb dabei. Und jetzt sind wir in seinen Augen sicher *ohlala*, die in schlechtbeleuchteten Räumen eng mit fremden Männern tanzen... icon_biggrin.gif

So geht das

MEISSOUN

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Nur weil etwas irgendwo geschrieben steht, heisst das noch lange nicht, dass es wahr ist!
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Sulaika


Beiträge: 7
Anmeldungsdatum: 28.03.2004 19:28
Verfasst am: 30.05.2004 16:57
Titel: reaktion auf ot
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hallo ihr lieben!

also ich muß ganz ehrlich sagen, dass ich noch nie schwierigkeiten damit hatte, dass mich menschen irgendwie schief angeschaut haben oder irgenwelche blöden fragen gestellt haben. muß auch dazu sagen, großartig erzählen tu ich das nicht. meist fällt es an meiner kleidung oder an der art wie ich geschminkt und hergerichtet bin auf. aber spätestens beim tanzen in der disco oder sonst wo, werd ich mal vorsichtig drauf angesprochen. aber irgendwelche meldungen kamen nie. mit meinen roten haaren und meiner "bauchtanztypischen" figur (so drück ich mich vorsichtig aus, hab nicht die maße 90/60/90 sondern die einer richtigen frau icon_smile.gif); soll keine anspielung auf die damen sein die die maße doch besitzen, wollte damit nur sagen dass ich nicht von mutter natur mit größe 38 ausgestattet wurde) ...ich denke mal, am besten ist es in solchen situationen einfach selbstbewußt zu reagieren. wenn einem der tanz wichtig ist und man ihn vertreten kann, dann braucht man in dem fall frau sich nicht zu schämen oder sich angemacht zu fühlen. wenn mich jemand fragt ob ich bauchtanz mache, dann sage ich deutlich und ohne rum zu drucksen "JA" mit leib und seele. und schon hat man den wind aus den segeln genommen, falls was nach kommen sollte.
bemerkungen gibt es doch immer. meist wegen unwissenheit, neid oder sonst irgendwelche gedanken die die meisten leute zu diesem thema haben. da stehen wir doch drüber, denn wir wissen was wir mit unsere art zu tanzen ausdrücken wollen, und das hat überhaupt nichts schmuddelige oder so an sich. wenn wir uns dem bewußt sind, dann traut sich schon von vorne herein niemand uns in irgendwelche schubladen zu stecken in die wir nicht gehören.

gruß sualaika

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Najma


Beiträge: 28
Anmeldungsdatum: 31.03.2004 07:24
Wohnort: Hannover
Verfasst am: 02.06.2004 09:13
Titel:
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Salam!

Die "typischen" Reaktionen habe ich auch des öfteren zu hören bekommen, so von wegen, ich hätte ja gar keinen Bauch - darauf antworte ich schon gar nichts mehr. Aber gerade in der Verwandtschaft wurde (und werde ich immer noch!) ich komisch angeguckt, als ich erzählte, womit ich denn so meine Abende verbringe. Da hat auch alles Aufklären, dass OT ganz und gar nichts moralisch Verwerfliches ist, nichts geholfen. Aber sollen die doch denken, was sie wollen.
Eine ganz andere Frage kommt auch immer wieder: Im Moment gehe ich 4mal in der Woche tanzen (nicht nur OT, sondern auch Ballett, Standard+Latein). Und immer wieder höre ich aus der Familie, ob ich denn auch Sport machen würde?? (Nachdem ich von meinen neuesten Tanzstunden erzählte!)

Meine Arbeitskollegen konnte ich zumindest anhand einer Showeinlage auf einer Weihnachtsfeier davon überzeugen, dass der OT durchaus künstlerisch wertvoll ist... seitdem gibt von der Seite keine komischen Sprüche mehr ;o)

1001 Grüße,
Najma
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Peter


Beiträge: 701
Anmeldungsdatum: 15.02.2004 14:24
Wohnort: Hessen
Verfasst am: 02.06.2004 20:59
Titel:
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Najma hat folgendes geschrieben::
Salam!
...
Meine Arbeitskollegen konnte ich zumindest anhand einer Showeinlage auf einer Weihnachtsfeier davon überzeugen, dass der OT durchaus künstlerisch wertvoll ist... seitdem gibt von der Seite keine komischen Sprüche mehr ;o)

1001 Grüße,
Najma


Hallo Najma,

das ist genau die Antwort, auf die ich die ganze Zeit gewartet habe.
Denn damit macht Ihr Euch natürlich bei den KollegInnen nicht gerade unbeliebt. Besonders nicht bei Eurer/m BuchhalterIn, der/m dann die Aufgabe etwas weniger Kopfschmerzen bereitet, die Kosten der Betriebsversammlung unter dem Schwellenwert von 110 EUR pro Arbeitnehmer zu halten, damit sie nicht teilweise steuer- und SV-pflichtiger Arbeitslohn wird icon_wink.gif.

Grüße,
Peter

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Sehrazat


Beiträge: 1300
Anmeldungsdatum: 31.03.2004 10:48
Verfasst am: 05.06.2004 20:47
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toller thread...

ich muss zugeben, ich hab net alles gelesen, aber ich wil trotzdem meinen senf dazu geben. die reaktionen bei mir waren auch total unterschiedlich.

was? bauchtanz? ... nackig?
sie sind doch aus dubai, oder?
hahaha?
mit den hüften wackeln kann ich auch!
das ist doch keine große sache...

als ich angefangen hab zu tanzen, das war noch in meiner schulzeit, hab ich auch nie gesagt was ich genau mache. immer nur, ich tanze! wo? im verein! war ja net gelogen
icon_wink.gif mit der zeit war ich dann richtig stolz darauf und die kritischen blicke vor einem auftritt wurden hinterher immer mit riesen begeisterung und interesse belohnt. ich denke man muss immer deutlich zum ausdruck bringen, dass es ein künstlerischer beitrag und nicht reines arschgewackel icon_eek.gif ist. heute bin ich richtig stolz darauf, gebe gerne meine internetadresse weiter und fahre sie auch auf dem auto durch die gegend. manchmal gucken die leute auf dem parkplatz fragend auf den schruftzug. ich geh dann auch schon mal frech hin und frag ob ein schreibfehler drin ist icon_lol.gif oder ob ich weiter helfen kann. in letzter zeit hatte ich nur noch positive reaktionen.

zum begriff: orientalischer tanz find ich hört sich feiner an. aber auch "bauchtanz" ist für mich ein begriff, den ich immer wieder verwende. ich sehe da nichts negatives bei. ich sag auch gerne dass ich bauchtanz mache und lasse mich auch als bauchtänzerin bezeichnen. dass hört sich mehr nach "urkraft" an, find ich icon_smile.gif

so genug, jenny

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Tanja Ahmed


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Anmeldungsdatum: 08.02.2004 10:14
Wohnort: München
Verfasst am: 06.06.2004 15:32
Titel:
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Hallöchen:-),

Zitat:
...als bauchtänzerin bezeichnen. dass hört sich mehr nach "urkraft" an, find ich

Ja! Das ist genau mein Ding... Kommt, lasst uns alle mal laut brüllen "Wir sind BAUCHTÄNZERINNEN!"

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Sehrazat


Beiträge: 1300
Anmeldungsdatum: 31.03.2004 10:48
Verfasst am: 06.06.2004 19:20
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Mahina
Gast



Verfasst am: 07.06.2004 10:03
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WIR SIND BAUCHTÄNZERINNEN!

Wo ich doch so ungern schreie icon_lol.gif

Aber ihr habt recht, der Bauch ist ein Kraftzentrum...

Liebe Grüße, Mahina
       
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