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Foren-Übersicht Ist das nicht ein schöner Pfeil :-) Kultur, Tradition, Glaube Ist das nicht ein schöner Pfeil :-) Islam zwischen Terror und Reform

Islam zwischen Terror und Reform


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Peter


Beiträge: 701
Anmeldungsdatum: 15.02.2004 14:24
Wohnort: Hessen
Verfasst am: 15.05.2004 16:53
Titel: Islam zwischen Terror und Reform
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18.05.2004

"Islam zwischen Terror und Reform"

Vortrag an der Universität Frankfurt/M
Unter dem Motto "Der Mensch ist Feind dessen, was er nicht kennt" veranstalten wir einen Abend mit kritischen Beiträgen aus der islamischen Welt und aus Deutschland

Gäste:
Frau Prof. Aleya Khatab:Botschaftsrätin für Kultur (ägyptische Botschaft, Berlin)
Über: Muslimische Frauen zw. Unterdrückung und ihrer modernen Identität
Gamal El Bannan: Islamischer Denker (84 Jahre, Kairo)
über: Islamische Glaubensgemeinschaft oder islamischer Staat?
Dr.Ludwig Ammann: Orientalist (Freiburg)
über: Islam zw. Terror und Reform
Moderation: Mostafa Elhady
(Politikwissenschaftler, Frankfurt/M)
Nach den Beiträgen eröffnen wir eine Diskussion.
Dienstag, 18. 05.2004, 18,30 Uhr . Kostenlose und öffentliche Veranstaltung

Universität Frankfurt/M
Hauptgebäude,Hörsaal Nr:I
Mertonstr.17, Bockenheimer Warte (U4, U6, U7)
Informationen:
Mostafa Elhady 0179/7907142 oder elhady@web.de

aus bauchtanzinfo.de

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Peter


Beiträge: 701
Anmeldungsdatum: 15.02.2004 14:24
Wohnort: Hessen
Verfasst am: 18.05.2004 23:23
Titel:
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Hallo in die Runde,

den Organisatoren dieser Gesprächsrunde muß man bescheinigen, hochkarätige Vortragende gefunden zu haben. Abseits gängiger Klischees wurde auch unserer Gesellschaft der Spiegel vorgehalten. Zurücksetzung der Frau ist keine Spezialität des Islam und die gesellschaftliche Stellung manifestiert sich nicht nur in Kleiderordnung und Unterbringung.

Ein sehr interessantes Thema war der Vortrag von Gamal El Bannan zum Spannungsfeld zwischen Ideologie, Religion und Macht. Er plädierte sehr deutlich für die Trennung zwischen Religion und Staat, indem er darlegte, daß Machtausübung in der Geschichte der Menschheit schon immer religiöse und ideologische Ideale zurückstehen ließ. Die Übersetzung seines Vortrages durch eine junge Studentin wurde von vielen aus dem großteils sprachkundigen Publikum sehr gelobt.
Dagegen muß man dem Dolmetscher, der während der Diskussionsrunde eingesetzt war, ins Stammbuch schreiben, daß ein Mann vom Format eines Gamal El Bannan natürlich provozieren muß, um zum Nachdenken anzuregen - in der Zeitung lesen können die Leute selbst. So hat seine Leistung gelegentlich deutliche Proteste hervorgerufen und auch dazu geführt, daß zwischen Frage und Antwort teils offensichtliche Kongruenzlücken klafften.

Die Aufforderung von Frau Prof. Khatab, sich der verfügbaren Quellen zu bedienen und diese auch wirklich zu lesen, möchte ich (auch unter dem Eindruck der Pisa-Studie) hier ausdrücklich weitergeben. Obwohl ich weiß, daß das gerade im Falle des Korans alles andere als einfach ist ...

Alles in allem ein interessanter Abend.
Peter

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Tanja Ahmed


Beiträge: 1546
Anmeldungsdatum: 08.02.2004 10:14
Wohnort: München
Verfasst am: 05.06.2004 15:41
Titel: Koran
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Zuletzt bearbeitet von Tanja Ahmed am 05.06.2004 16:51, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Peter


Beiträge: 701
Anmeldungsdatum: 15.02.2004 14:24
Wohnort: Hessen
Verfasst am: 05.06.2004 16:46
Titel:
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Hallo Tanja,

in meiner wirklich kurzen Zusammenfassung konnte und wollte ich natürlich nicht alles wiedergeben, was in diesem Forum zur Sprache kam.

Dennoch möchte ich in Anbetracht Deines Beitrages noch nachreichen, daß natürlich auch über den sogen. "Heiligen Krieg" und auch darüber gesprochen wurde, daß sich die Institution der Christlichen Kirche (welche von den Gläubigen an sich differenziert wurde) in ihrer Geschichte und auch in der jüngeren Vergangenheit keinesfalls immer mit Ruhm bekleckert hat (Literaturempfehlung: ISBN 3-426-26160-X).
Herr El Bannan wurde sehr deutlich, als er sagte, daß die Institutionalisierung einer jeden Idee dieselbe alsbald in den Hintergrund treten oder gar in Vergessenheit geraten ließ. Weder das Christentum noch der Islam machen hierbei eine Ausnahme.

Genauso wie beim Koran kann ein unbedarfter beim Lesen der Bibel Verständnisprobleme bekommen.
Dennoch muß ich Frau Prof. Khatab beipflichten: beide Religionen wurden und werden mit Aussagen bzw. Regeln in Zusammenhang gebracht, für die sich im Schrifttum keine Anhaltspunkte finden und die daher in dieses auch nicht hineininterpretiert werden können. Dem Phänomen, daß sich Leute bei ihren Taten auf religiöse Vorschriften berufen, kann man mithin nur begegnen, indem man in diesen nachliest und dabei ggf. feststellt, daß diese Taten Geist und Buchstaben eklatant widersprechen.

Grüße,
Peter

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Tanja Ahmed


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Anmeldungsdatum: 08.02.2004 10:14
Wohnort: München
Verfasst am: 05.06.2004 17:15
Titel:
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Peter


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Anmeldungsdatum: 15.02.2004 14:24
Wohnort: Hessen
Verfasst am: 05.06.2004 18:49
Titel:
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Hallo Tanja,

Um keinem Mißverständnis aufzusitzen: Sure 2 ist "Al-Bakara"?
Ich habe den Koran als Esperanto-Übersetzung von Prof. Chiussi, die eigentlich gelobt wird. Wenn ich da 191 und 192 von "Al-Bakara" lese und wortwörtlich nehme, widersprechen sie einander.

"191 kaj batalu por la afero de Allah kontrau tiuj, kiuj batalas kontrau Vi, sed neniam ekscesu. Allah ne amas la ekscesantojn.

und kämpfe für die Sache Allah gegen die, die gegen Dich kämpfen, verfalle aber niemals in Exzesse. Allah liebt die sich Vergessenden nicht."

Das verstehe ich wie Verteidigung ("kämpfe gegen die, die gegen Dich kämpfen"), gegen die m.E. nichts einzuwenden wäre. Zumal in dem zweiten Satz, den ich wg. einer grammatikalischen Besonderheit etwas freier übersetzt habe, ausdrücklich zu angemessener, maßvoller Handlungsweise aufgefordert wird. Ich habe Deine Antwort sehr ernst genommen und gerade einen der in Frankfurt Vortragenden angerufen, der mich ausdrücklich davor gewarnt hat, den Koran in Ausschnitten zu lesen. Allerdings seien derartige Widersprüche auch im Verhältnis zwischen Altem und Neuem Testament zu finden.

Es ist für einen im Umgang mit solcher Literatur ungeübten schwierig, den Geist eines solchen Werkes im Ganzen zu erfassen. Wir leben aber heute zum Glück in einer Zeit, in der die Nutzung des eigenen Denkvermögens nicht mehr letal endet und wir können uns mit unseren Fragen an diejenigen wenden, die mit unseren Moralvorstellungen zu Leben, Gesundheit, Frieden und Freiheit übereinstimmen. In diesem Sinne ist die Aufforderung von Frau Prof. Khatab nicht aus der Welt.

Grüße,
Peter

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Tanja Ahmed


Beiträge: 1546
Anmeldungsdatum: 08.02.2004 10:14
Wohnort: München
Verfasst am: 05.06.2004 19:28
Titel:
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Marcello
Boardadmin

Beiträge: 880
Anmeldungsdatum: 09.02.2004 02:27
Verfasst am: 23.11.2004 20:03
Titel:
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hallo,

ich möchte mich auch mal zum thema äussern:

als allererstes finde ich es erbärmlich, das es subjekte gibt (den begriff mensch habe ich mit absicht weggelassen) die im namen irgendeiner religion das töten legitimisiert.

es ist mir auch egal ob es sich um den koran, die bibel, die thora oder sonstige schriften handelt. zwar ist in italien fast jeder katholisch, aber ich weiss ja wie das vonstatten geht:

1. erst morden
2. "ich habe gesündigt pater"
3. dann die spende
4. "es sei dir vergeben mein sohn"

und jeder der im namen von jesus, allah oder wischi-wischi egal-wie-der-heisst tötet, ist ein mörder und muss dementsprechend bestraft werden! der zweck heiligt NICHT die mittel und religionen machen straftaten nicht legitim.

in jeder religion ist der leitsatz "du sollst nicht töten", aber der mensch dreht es sich gern wie er es hätte, selbst von göttern verlangt der mensch die vermenschlichung, weil er sie anders nicht verstehen kann

wenn dreiecke einen gott hätten, wuerden sie ihn mit drei ecken ausstatten icon_smile.gif

das recht zu glauben ist kein privileg der weltreligionen sondern das UR-recht der menschheit und wir alle wissen was alles durch die sogenannten "gottgläubigen" in der welt passierte (indianer ausrottung, sklaven in afrika, hexenverbrennung und die meisten kriege)

also, seid lieb zueinander und behandelt jeden als sei er gott icon_wink.gif
denn daraus fliesst der wahre respekt, nämlich durch aufrichtigkeit.

alles trägt den funken des lebens.
egal welchen namen ihr euch aussucht, gott oder die UR-kraft sind ein und das selbe, für gläubige so gut wie für nichtgläubige. man braucht kein gläubiger zu sein um ein guter mensch zu sein und nicht jeder gläubige ist ein guter mensch.

wie wir die geringsten behandeln , so behandeln wir das universum

marcello

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Tanja Ahmed


Beiträge: 1546
Anmeldungsdatum: 08.02.2004 10:14
Wohnort: München
Verfasst am: 23.11.2004 20:17
Titel:
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Hi,

also das ist echt witzig. Ich habe nämlich genau heute einen Brief von jemandem bekommen, der mir aufgrund dieses Threads hier, offenbar recht pikiert über meine so unorthodoxe Meinungsäußerung als Frau mit einem arabischen (und gefälligst doch islamischen) Nachnamen, geschrieben hat.
"Typisch westlich" meinte der Schreiber und unterstellte noch dazu laienhafte und deshalb nicht ernstzunehmende Kritik. Aber das könne seiner Meinung nach ja nur von Interesse sein, da man ja als Westler ein "bestimmtes Bild bestätigen" wollte.

Noch Fragen...?

Gerne!

Liebe Grüße
Tanja

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Habiba33


Beiträge: 40
Anmeldungsdatum: 09.02.2004 02:14
Wohnort: Oppenheim
Verfasst am: 27.11.2004 16:20
Titel:
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Zitat:
Hi,

also das ist echt witzig. Ich habe nämlich genau heute einen Brief von jemandem bekommen, der mir aufgrund dieses Threads hier, offenbar recht pikiert über meine so unorthodoxe Meinungsäußerung als Frau mit einem arabischen (und gefälligst doch islamischen) Nachnamen, geschrieben hat.
"Typisch westlich" meinte der Schreiber und unterstellte noch dazu laienhafte und deshalb nicht ernstzunehmende Kritik. Aber das könne seiner Meinung nach ja nur von Interesse sein, da man ja als Westler ein "bestimmtes Bild bestätigen" wollte.

Noch Fragen...?

Gerne!

Liebe Grüße
Tanja


Hallo Tanja,

ja, ich hätte schon eine Frage. icon_smile.gif
Du meinst, du hast einen Brief bekommen, von einem, der dieses Posting gelesen hat? Und dieser Jemand war mit deiner Meinung nicht einverstanden, weil er selbst Moslem ist?

Liebe Grüße
Habiba
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Azad Kaan


Beiträge: 19
Anmeldungsdatum: 14.01.2005 13:30
Wohnort: Stuttgart
Verfasst am: 21.01.2005 14:49
Titel: Re: Koran
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Tanja schrieb:

"Die Frage bleibt, ob das Lesen des Korans das Problem beseitigen kann, oder gar nur schlimmer macht? icon_rolleyes.gif
Ein Glaube, der auf einem Buch beruht, das zum Töten von Ungläubigen aufruft und gleichzeitig die Barmherzigkeit und ewige Liebe Allahs bezeugt, sowie auf die Einzigartigkeit der Schöpfung hinweist, ..."

Hallo Alle zusammen,

nun wollte ich auch noch meinen Beitrag zu diesem Thema abgeben. Ich werde mich nicht auf jedes einzeln Geschriebe beziehen, sondern eher Allgemein über dieses Thema schreiben:

Ich finde es klasse, dass Peter solche Themen in diesem Forum anspricht. Ich persönlich bin in solche Themen sehr interessiert und besuche auch öfters Diskussionsrunden über ähnliche Themen in Stuttgart. Die meisten Veranstaltungen werden von den Deutsch-Türkischen Akademiker Verein in Stuttgart organisiert und dadurch bin ich ein Wenig mit solchen Themen vertraut. Ich möchte Euch auch noch sagen, dass ich ein Mosleme bin und mich sehr intensiv mit dem Koran befasst habe. Ich habe sogar von der staatl. Abschlüße bezügl. Islam, die von der Türkischen Republick akzeptiert werden, d.h. ich weiß wovon ich rede.

Leider bringen Menschen in Deutschland und in Europä Islam mit Terror in Verbindung. Vorallem nach den Anschlägen in den USA - auch mit Recht. Die Menschen habe eine große Angst vor Islam und ihre Vorurteile gegenüber diese Religion wächst weiterhin. Wie gesagt, das kann ich auch vollkommen verstehen. Jedoch muss ich sagen, dass unsere Haltung in Deutschland oder in Europa falsch ist. Egal, ob es sich um Religionen oder andere Sachen handelt. Wir verurteilen Menschen und Religionen ohne sie zu kennen. Wir sind nicht OFFEN...

Ich möchte Euch ausdrücklich darauf hinweisen, dass im Koran nicht befohlen wird, andere Menschen (Christen oder Juden, etc) um zu bringen. Das ist eine totale Fälschung der Hauptaussagen des Korans. Es steht in keiner Religion, dass man andere Menschen umbringen soll. Das steht nur in den Köpfen der Menschen, aber nicht in den Heiligen Büchern. Alle heilige Bücher (Koran, Bibel, Thora, etc...) lehren uns doch die Liebe, die Freundschaft, Akzeptans und Respekt zu anderen Menschen. Wie kann es dann sein, dass in diesen Büchern auch noch befohlen wird, Menschen umzubringen. Ist Gott (Allah in der arab. Sprache) ein Schwindler oder Einer, der nicht weiß, was er will? Nein, es liegt nur an der Aufnahmefähigkeit der Menschen. Wie schön ist das Beispiel von vorhin. Tanja und Peter haben eine total unterschiedliche Interpretation. Es hört sich zwar ähnlich an, aber kleine Unterschied im Endeffekt ist doch sehr riesig. Man kann sich nicht eine einfache Interpretation über die Aussagen der Religion erlauben. Man sollte alles nachforschen, vorallem wenn man Schwierigkeiten hat, bestimmte Texte zu verstehen.

Die Christen, Juden und die Mosleme glauben an dasselbe. In diesen drei heiligen Bücher (sowie auch in den Büchern von anderen Religionen) stehen die gleichen Sachen. Alle diese Bücher besagen dasselbe. Alle Mitglieder dieser Religionen glauben an das Gleiche. Nur die Art der Ausführung ist anders. Aber keiner rafft das. Alle "Gläubige" denken, dass Ihre Art die Richtige ist, wobei alle Arten richtig sind. Warum fällt es uns Menschen schwer, jeden (auch jede Religion) so zu akzeptieren, wie sie EIGENTLICH ist. Wobei eins muss ich noch sagen, die Menschen kennen selber nicht mal ihre eigene Religion. Welcher Christ, Jude oder Mosleme weiß schon genau was in den Heiligen Bücher steht. Hier sehe nur einige...

Ich möchte es nur am Beispiel der Mosleme aufzeigen:

Nur wenige Mosleme leben bzw. versuchen nach dem Islam zu leben. Nur wenige wissen genau, was in den Koran steht. Von klein an wird uns nur gesagt, man muss den Koran lesen. Das taten wir auch, aber wir laßen den Koran in einer Sprache, den wir nicht verstanden. Ich laß den Koran dreimal in Arabisch (mit arab. Schrift und Betonung), aber konnte nichts verstehen. Dann fing ich selber den Koran auf türkisch zu lesen. Für viele war das ja falsch. Wie könnte ich denn nur den Koran auf türkisch lesen. Das Original wäre ja in Arabisch verfasst worden, als sei dies ein Hinderniss. Nachdem ich den Koran auf türkisch gelesen habe, wurde mir richtig klar, wie schön eigentlich Islam (auch andere Religionen) ist und wie verfälscht die Mosleme nach dem Islam leben. Alles kommt daher, weil die Leute einfach nach den Aussagen des Imams reagieren und nciht die Eigeninitiative ergreifen selber nachzulesen. Der Islam ist heutzutage in tausend verschiedene Sekten aufgeteilt, die sich als Gläubig bekannt geben und befehlen NIcht-Mosleme zu töten. Die Religionen waren in jeder Nation ein beliebtes Instrument der Politiker (siehe Hitler oder Bin Ladin an). Die Religion ist die größte Macht auf der ganzen Welt, egal wie ungläubig die Welt ist...das wird sich auch nie ändern, solange wir nicht das Eigentliche erforschen.

Ich würde gerne mit vielen Daten an die Sache rangehen. Leider habe ich gerade nicht die Zeit Euch intensiv zu informieren. Als Fazit möchte ich sagen, dass alle Religionen schön sind. Wir müssen diese Religionen erforschen, respektieren und so auffassen wie sie eigentlich sind und nicht wie sich irgendwelche Führer weitergeben.

Stellt Euch vor, Gott (in arab. Sprache Allah) gab uns Menschen eine Flasche Wasser, die wir in drei, vier, fünf, oder auch in sieben Gläser aufteilen sollen. Anstatt, dass wir uns das gegebene Wassser gerecht aufteilen, versuchen wir Menschen die anderen Gläser von unseren Mitmenschen mit Steine zu bewerfen.

Nochmal...Weder die Bibel noch der Koran befehlt es Menschen => Menschen umzubringen.

So, viele liebe Grüße aus Stuttgart.

Azad Kaan

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Wie eine Rosenknospe von Gott erschaffen wurde zu blühen, so bin ich erschaffen worden zu tanzen.
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Natalie
Gast



Verfasst am: 21.01.2005 15:16
Titel:
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Selbst wenn alle Menschen dieser Erde, alle religiösen Werke lesen würden, käme
es am Ende doch darauf hinaus: der G L A U B E und was sagt dieses Wort?
Glauben ist das was wir in uns selbst haben, ist das was wir in geschriebene Wörter
interpretieren, und... ich geh noch einen Schritt weiter... ist das was den Menschen
jahrhundertlang anerzogen wurde. Ich werde ja nicht mit einem Glauben geboren, der
entsteht ja auch durch Erziehung, Erlebtem, das jeweilige Umfeld.
Wünschenswert wäre es jedenfalls das man mit der Lebenserfahrung auch sein Selbst (Glauben, egal an was) hinterfragt aber das wäre anmassend das von allen zu erwarten.
       
Azad Kaan


Beiträge: 19
Anmeldungsdatum: 14.01.2005 13:30
Wohnort: Stuttgart
Verfasst am: 21.01.2005 15:27
Titel:
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Natalie schrieb:
Wünschenswert wäre es jedenfalls das man mit der Lebenserfahrung auch sein Selbst (Glauben, egal an was) hinterfragt aber das wäre anmassend das von allen zu erwarten.

Hi,

ohne "ES" hinterfragt zu haben, wird man nicht dazu bewegt "ES" zu erforschen. Und ohne "ES" erforscht zu haben, kann man "ES" nicht verstehen. Nicht wahr?


Niemand ist gezwungen an eine Religion zu glauben. Jeder hat das Recht das Wort "Religion" selber zu definieren.Das "ES" soll für den Einen die Religion darstellen und für anderen Sichselbst oder das, was man unter Glauben versteht. Die Religionen an sich sind eigentlich Normen, eine Art zum Leben, ein sog. Lifestyle, und Lifestyle kann man selber nicht werden, man kann höchstens ausführen oder nicht ausführen.

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Gast




Verfasst am: 21.01.2005 17:38
Titel: Re: Koran
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Azad Kaan hat folgendes geschrieben::
Nochmal...Weder die Bibel noch der Koran befehlt es Menschen => Menschen umzubringen.

So, viele liebe Grüße aus Stuttgart.

Azad Kaan


Hallo Azad,

genau! Um so erfreulicher, daß anläßlich des gestrigen islamischen Opferfestes, der Chefimam in Saudi-Arabien alle Moslems dazu aufgerufen hat, den Terrorismus zu unterbinden, weil dieser nun mal unislamisch ist. Und ganz wunderbar, dies in westlichen Nachrichten zu hören.

Viele Grüße Sylvia
       
Peter


Beiträge: 701
Anmeldungsdatum: 15.02.2004 14:24
Wohnort: Hessen
Verfasst am: 22.01.2005 02:16
Titel:
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Guten Morgen,

ich möchte allen danken, die dieses nicht nur mir wichtige Thema aufgegriffen haben. Um Mißverständnisse zu vermeiden, möchte ich anmerken, daß ich Atheist und deshalb nicht bestrebt bin für oder gegen einen Glauben Partei zu ergreifen.

Wenn wir heute eine der Schriften zur Hand nehmen, sollten wir zunächst bedenken, wie lange es vom gesprochenen Wort bis zur Niederschrift gedauert hat. Und uns gegenwärtig werden, daß wir uns selbst nach Tagen nicht mehr genau an jedes Wort erinnern können, was bei einem Gespräch gewechselt wurde. Mithin wurden die Aussagen über Jahr(zehnt)e weitergetragen, bis sie zu Papier kamen. Und diese Niederschrift hat keiner der Betreffenden, ob Jesus oder Mohammed, als zutreffend bestätigt. Dazu kommt noch, daß sich der Gehalt von Begriffen im Laufe der Zeit auch drastisch wandelt - selbst in derselben Sprache.
Und ein Übersetzer hat nicht selten das Problem, daß es für den Begriffsgehalt in der Zielsprache keine genaue Entsprechung gibt. Dessen ist sich auch Prof. Chiussi durchaus bewußt und stellt klar, daß er bspw. für die im Koran oft verwendeten Begriffe "Rahman" und "Rahim" keine allgemeinverständlichen Begriffe angeben könne.

Ich erinnere mich, einmal im Radio eine Sendung gehört zu haben, in der vom Versuch berichtet wurde, anhand alter Schriften das medizinische Fachwissen und Heilmethoden des Mittelalters nachzuvollziehen - wohlgemerkt, das waren Mediziner mit dem Wissen um die Hintergründe, daher ein nicht völlig aussichtsloses Unterfangen.
Wir nehmen aber als Laien ein etwa zweitausend Jahre altes Buch in die Hand (ob im Originaltext oder als Übersetzung), betrachten den Text durch ich weiß nicht wieviel Brillen und sind dessen ungeachtet geneigt, einzelne Wörter auf die Goldwaage zu legen. Es ist offenbar, daß das so nicht funktionieren kann.
In dem Forum, über welches ich eingangs berichtete, wurde aber darauf hingewiesen, daß viele Vorurteile und Behauptungen noch nicht einmal aus den vorliegenden Texten entnommen oder abgeleitet werden können. Insofern ist es besser, wie Azad schreibt, eine Übersetzung herzunehmen und sich bei Widersprüchen der historischen Situation bewußt zu werden, als gar nicht nachzulesen. Das läßt dann auch manches Gebot in anderem Lichte erscheinen: immerhin haben wir heutzutage Kühlschränke und sitzen hier nicht bei Hitze in der Wüste - ein Umstand, der bspw. manche Lebensmittel als solche verwendbar werden läßt.

Grüße,
Peter

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Marcello
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Beiträge: 880
Anmeldungsdatum: 09.02.2004 02:27
Verfasst am: 13.02.2005 15:44
Titel: Re: Eigentlich nicht direkt Szene, aber dennoch wichtig ...
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Peter hat folgendes geschrieben::
18.05.2004
Moderation: Mostafa Elhady
(Politikwissenschaftler, Frankfurt/M)

also ich möchte nicht überheblich klingen, aber wenn man sich etwas informiert (google) ist dieser gute mann kein "wissenschaftler".

wissenschaft hat etwas mit nichtselektiver und nicht persönlicher vorgehensweise zu tun.
wissenschaft ist eine methode zum wissenserwerb. ziel der wissenschaftlichen methode ist es, ausgehend von einer oder mehreren hypothesen eine tragfähige theorie zu entwickeln.

die Heinrich-Böll-Stiftung will sein stipendium auflösen, wegen politischer äußerungen bezüglich deutschland, palästina und israel
(er hatte wohl anti-semitische äusserungen gemacht)

für mich ein weiterer versuch "unparteiisch" zu erscheinen um seine politische und religiöse meinung subtil in der breiten masse zu verteilen...

vielleicht ist er eher ein meinungs-schaftler ?

ich habe nichts gegen seine oder überhaupt irgendeine meinung, nur darf das wort wissenschaft nicht so vergewaltigt werden.
marcello

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Tanja Ahmed


Beiträge: 1546
Anmeldungsdatum: 08.02.2004 10:14
Wohnort: München
Verfasst am: 13.02.2005 21:25
Titel:
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... Dieser Herr war es auch, der mich angeschrieben und mir seine Meinung aufgedrängt hat. Ich musste ihn mir mit einer Unterlassungsformulierung vom Leibe halten...
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Peter


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Anmeldungsdatum: 15.02.2004 14:24
Wohnort: Hessen
Verfasst am: 16.02.2005 01:04
Titel:
Diesen Beitrag zitieren
Hallo Tanja und Marcello,

Marcello hat folgendes geschrieben::

also ich möchte nicht überheblich klingen, aber wenn man sich etwas informiert (google) ist dieser gute mann kein "wissenschaftler".


die Information stammte, wie Ihr gelesen habt, von Djamila´s Seite und ich war sehr zufrieden, sie dort gefunden zu haben. Vermutlich hat auch Djamila diese "Pressemitteilung" so wie erhalten übernommen.

Selbst wenn ich an den Angaben zweifelte, würde ich es mir schwer überlegen, an einer solchen Information diesbezüglich irgendetwas (außer Rechtschreibfehler) zu ändern - kann man wissen, ob er nicht irgendwo doch ein (nach dortigem Landesrecht einschlägiges) Studium abgeschlossen hat? Einen kostenpflichtigen Briefwechsel mit seinem Anwalt ist mir die Sache nicht wert.

Grüße,
Peter

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Anmeldungsdatum: 08.02.2004 10:14
Wohnort: München
Verfasst am: 16.02.2005 12:52
Titel:
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Hi Peter,

das war bestimmt nicht pesönlich gemeint. Du kannst das ja nicht wissen! icon_wink.gif
Wäre ja auch gar nicht Marcellos Art . Ich denke, er wollte einfach nur aufmerksam machen.

Viele Grüße
Tanja

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Marcello
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Beiträge: 880
Anmeldungsdatum: 09.02.2004 02:27
Verfasst am: 17.02.2005 14:53
Titel:
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hallo peter,

natürlich war das nicht gegen dich gemeint. du hast doch extra die quellenangaben hingeschrieben sodass man sehen kann das es 1:1 kopiert wurde.
ich wollte diesbezüglich nur nochmal auf ihn eingehen, weil sich schon mehrere damen beschwert haben über ihn.

ich wollte ihm nur nicht als wissenschaflter stehen lassen sondern wie man mir mitteilte als umherziehenden "händler" der sich auf messen ein paar kröten dazuverdient icon_smile.gif
den titel wissenschaftler muss man sich eben verdienen. ich kann mir halt gut vorstellen das er gerne ein auf wissenschaftlich macht, so kann man gut getarnt seine meinung verpacken. ich denke wir alle wissen jetzt was gemeint ist und ich danke dir nochmal für den auszug peter, denn du hast es erst möglich gemacht das man das ganze mal näher beleuchten kann.

viele grüße
marcello

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