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Foren-Übersicht Ist das nicht ein schöner Pfeil :-) Kultur, Tradition, Glaube Ist das nicht ein schöner Pfeil :-) Die Frau in der orientalischen Welt

Die Frau in der orientalischen Welt


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Sehrazat


Beiträge: 1300
Anmeldungsdatum: 31.03.2004 09:48
Verfasst am: 04.10.2004 18:21
Titel: Die Frau in der orientalischen Welt
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hallo ihr lieben

für ein seminar ende oktober bereite ich einen vortrag über die frau in der orientalischen welt, den mythos harem aber vor allem die frau und ihr orientalischer tanz von anfang bis ins heute vor.

ich bin schon eifrig dabei infos zu sammeln und wollte auch erfahrungsberichte einbringen. also stellt euch die frage

1. unterstützt der ot mein frau-sein? (und was sagt said oder peter dazu?)
2. hat ot etwas mit emanzipation zu tun?
3. ist die frau im tanz immer noch das bild der dame aus 1001 nacht und dem harem?
4. welche vorurteile über tänzerinnen und probleme von tänzerinnen mit ihrem umfeld in moslemischen und westlichen ländern gibt es?
5. welche rolle mussten sich frauen erkämpfen als tänzerin anerkannt zu werden und müssen sich heute vielleicht die männer in der szeneeinen platz erkämpfen?

so, das mal für´s erste. falls ihr noch ein paar interessante links oder beiträge habt her damit. ich behalte mir vor, dass ihr mir mit eurer antwort die erlaubnis gibt euch zu zitieren bei meinem vortrag. falls nicht, schreibt es bitte ausdrücklich dazu.

freu mich auf antworten, liebe grüße, jenny

den vortrag werde ich nach der ausarbeitung auf meiner hp veröffentlichen und zum download bereit stellen.

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Tanja Ahmed


Beiträge: 1546
Anmeldungsdatum: 08.02.2004 09:14
Wohnort: München
Verfasst am: 18.10.2004 18:09
Titel:
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Liebe Jenny,

ich hab momentan so wenig Zeit, dass es mir echt richtig leid tut, mich mit deinem Posting nicht so recht auseinandersetzen zu können.

Wie geht's denn deinen Vorbereitungen?

Lieben Gruß
Tanja

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Peter


Beiträge: 701
Anmeldungsdatum: 15.02.2004 13:24
Wohnort: Hessen
Verfasst am: 18.10.2004 21:12
Titel: Re: Die Frau in der orientalischen Welt
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Hallo Sehrazat,

jetzt erst habe ich gesehen, daß Du mich mit der ersten Frage direkt angesprochen hast. Nur, was soll ich gerade auf diese antworten?
Die Motive deutscher Frauen, sich mit dem OT zu beschäftigen, sind so vielfältig - manche will schlicht mal aus dem Haus und in Gesellschaft, manche etwas für ihre Gesundheit tun und wenige wollen mit ihren Auftritten Geld verdienen oder anderen eine Freude machen. Das ist das, was Mann in den Gesprächen so mitbekommt, alles durchaus nachvollziehbar.

Bei Deiner Fragestellung bin ich mir aber nicht so sicher, daß sich diejenigen, auf die das zutrifft, sich dessen so auch bewußt sind. Sich selbst zu erkennen und zu ergründen, warum man dieses oder jenes tut oder läßt, ist nicht einfach. Und es gibt eigentlich nichts, woran man zweifelsfrei diese Erkenntnisse eindeutig als wahr oder falsch qualifizieren könnte.

Bei Deiner zweiten Frage sehe ich nach dem, was ich bisher über die Tänze so erfahren habe, keinen direkten Zusammenhang, zumal der Bezug fehlt: Emanzipation der orientalischen oder der westlichen Frau? Man kann denselben Tanz ausführen, weil das an einem Feiertag so Usus ist und es anderenfalls massive Probleme mit dem Familienoberhaupt gäbe oder, weil man die Traditionen der Volkskunst bewahren will.

Zur dritten und vierten Frage habe ich im Internet viel (auch in diesem Forum) gelesen. Alles aus der Erinnerung zu wiederholen, würde diesen Beitrag sprengen und Dir auch nicht wirklich weiterhelfen. Die Probleme liegen in der Regel auch viel tiefer und werden ggf. beim Tanz nur sichtbar.
Die Frauen in westlichen Ländern haben mit Problemen zu kämpfen, um die sie ihre Geschlechtsgenossinnen im Orient nicht beneiden müssen, ich möchte nur daran erinnern, daß es immer noch mit der sexuellen Selbstbestimmung am Arbeitsplatz nicht überall zum Besten bestellt ist. Und wenn Frau dann die Notbremse zieht und kündigt, prüft das Arbeitsamt die Verhängung einer Sperrfrist.

Und zum zweiten Aspekt Deiner letzten Frage: es gibt einige hervorragende Tänzerinnen, die sich "der Szene" mit Vorbedacht fernhalten. Diese Gründe könnten auch einen Mann dazu bewegen, nicht unbedingt um einen "Platz an der Sonne" zu kämpfen.

Sollte Dir aber das Buch "Im Herzen Arabiens" von Michael Lüders, erschienen dieses Jahr im Herder Verlag Freiburg i. Br. (ISBN 3-451-28347-6) in die Hände fallen, so wirst Du darin eine ganze Reihe Anregungen zum Nachdenken finden.

Viel Erfolg bei Deinem Vortrag,
Peter

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Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil.

Kia trista epoko, en kiu pli facilas detrui atomon ol antaujughon.

Albert Einstein
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Said


Beiträge: 127
Anmeldungsdatum: 05.04.2004 14:14
Verfasst am: 19.10.2004 17:17
Titel:
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WOW!

Viele gute Fragen - alles in allem schriftlich kaum kurz zu beantworten. Ich möchte Dir trotzdem einen Überblick meiner Sicht schildern.

Zitat:
1. unterstützt der ot mein frau-sein? (und was sagt said oder peter dazu?)


Wie definierst DU "frau-sein"? Aus meiner Sicht hilf es den Frauen, wieder zu sich selbst zu finden und ihren Körper und damit auch ihre Seele wiederzuentdecken. Das ist sicher auch ein Kriterium des "frau-seins".

Zitat:
2. hat ot etwas mit emanzipation zu tun?


Nein, eher mit e-frau-zipation!!! Back to the roots - und damit meine ich nicht an den Herd! icon_wink.gif Frauen sind von Urzeit an ein starkes Geschlecht! Also muss hier nicht e-man-zipiert werden! Der Frau wird durch den Tanz klargemacht, dass sie das starke Geschlecht ist - Emanzipation ist eine unnütze "Erfindung", meiner Meinung nach! (ist die eigentlich männlichen oder weiblichen Ursprungs?)

Zitat:
3. ist die frau im tanz immer noch das bild der dame aus 1001 nacht und dem harem?


icon_question.gif Frage 20 Leute und Du bekommst 100 Antworten icon_exclaim.gif
Kann sie sein, muss sie aber nicht! Frau hat doch die Wahl, wie sie wirken will!


Zitat:
4. welche vorurteile über tänzerinnen und probleme von tänzerinnen mit ihrem umfeld in moslemischen und westlichen ländern gibt es?


HALLO??? icon_twisted.gif Die Frage ist nicht ernst gemeint, oder? Ich nehme nicht an, dass die Vorurteile noch nicht bis zu Dir (als Frau) vorgedrungen sind!
Vorurteile gehen immer von Menschen aus, die sich mit der Materie nicht wirklich beschäftigen. Es sind oft sogenannte `Meme´. Vorgefertigte Meinungen also, die Du auch durch noch so gut gemachte Aufklärungsarbeit ums Verrecken nicht aus den Köpfen der "Vor-ver-urteiler" bekommst. "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf und nicht sein darf, was nicht sein kann!" Ach ja... und wer sagt das denn überhaupt?
Wo steht geschrieben, was sein darf und was nicht???? (okay, mal von geltenden, vernünftigen Gesetzen abgesehen)


Zitat:
5. welche rolle mussten sich frauen erkämpfen als tänzerin anerkannt zu werden und müssen sich heute vielleicht die männer in der szene einen platz erkämpfen?


icon_exclaim.gif NIEMAND MUSS SICH IRGEND ETWAS ERKÄMPFEN!!! icon_exclaim.gif
Sei wie Du bist - ehrlich, echt, unvollkommen und ruhig auch verletzlich, dann bist Du authentisch und hast eine natürliche Autorität. Menschen werden Dich anerkennen - egal wer Du bist, was Du machst oder denkst!
Wer sein Ding macht und dafür gerade steht und den eingeschlagenen Weg wirklich geht (der darf auch Abbiegungen haben und auch mal eine Sackgasse sein), bedarf keiner "Anerkennung" durch andere. Der wird automatisch anerkannt werden.

Herzliche Grüße - Said

_________________
Said el Amir
Orientalischer Tanz Par Excellence
Wenn Du es kannst, so lasse ab vom Kleinen und suche das Große! (Gottfried Keller)
Foto: FOGU • R.Gutzmer@web.de
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Marcello
Boardadmin

Beiträge: 880
Anmeldungsdatum: 09.02.2004 01:27
Verfasst am: 20.10.2004 21:51
Titel:
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Said hat folgendes geschrieben::

icon_exclaim.gif NIEMAND MUSS SICH IRGEND ETWAS ERKÄMPFEN!!! icon_exclaim.gif
Sei wie Du bist - ehrlich, echt, unvollkommen und ruhig auch verletzlich, dann bist Du authentisch und hast eine natürliche Autorität. Menschen werden Dich anerkennen - egal wer Du bist, was Du machst oder denkst!
Wer sein Ding macht und dafür gerade steht und den eingeschlagenen Weg wirklich geht (der darf auch Abbiegungen haben und auch mal eine Sackgasse sein), bedarf keiner "Anerkennung" durch andere. Der wird automatisch anerkannt werden.

Herzliche Grüße - Said

superschön gesagt icon_biggrin.gif
manchmal muss man im leben entscheidungen treffen die andere
menschen ENT-täuschen können, damit man sich selber treu bleibt.

das ist ein wichtiges prinzip und genau wie said es sagte, ich hätte es nicht anders sagen können. jeder mensch ist als original geboren, leider sterben viele als kopie, als stempelabdruck der aufgezwängt wurde vom umfeld, entweder bewusst (durch manipulation, durch unterrdrückung des willens und der UR-intuition) oder unbewusst (durch erwartungen anderer, durch ablenkung von der inneren welt durch die laute aussenwelt)

sehr schön gesagt said!

_________________
Hollywood meets Orient:
http://www.amazon.de/gp/product/B0041XA20U/ref=dm_dp_trk12?ie=UTF8&qid=1284234869&sr=8-1
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Bambi Sahab


Beiträge: 153
Anmeldungsdatum: 15.02.2004 15:32
Wohnort: Heidelberg
Verfasst am: 22.10.2004 09:32
Titel: Re: Die Frau in der orientalischen Welt
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Hallo Sehrazat,
hier ein paar Gedanken von mir zu Deinen Fragen. Habe auch eine befreundete Tänzerin "interviewt" und deshalb gibt es immer zwei Antworten pro Frage, eine von "Saida Deniz" und eine von "Bambi Sahab" (Du kannst uns in Deinem Vortrag gerne zitieren!):

1. unterstützt der ot mein frau-sein? (und was sagt said oder peter dazu?)
Saida Deniz: "Ja, ich denke schon. Seit ich tanze fühle ich mich fraulicher und durch meine tänzerischen Fähigkeiten kann ich mir Respekt verschaffen. Im normalen Leben wird die Arbeit die ich mache oft nicht so anerkannt (vor allem von Männern), im Tanz "bin ich wer" !

Bambi Sahab: "Auf jeden Fall! Durch die immer intensivere Beschäftigung mir den urweiblichen, sinnlichen Bewegungen des O.T. und dem weiblichen Selbstbewußtsein der Orientalischen Frauen, vor allem der Baladi-Frauen Ägyptens, habe ich mich in meinem Werdegang als Tänzerin von Jahr zu Jahr immer mehr in mein Frau-Sein verliebt. Heute verfüge ich über ein weibliches und erotisches Selbstbewußtsein, dass mir niemand mehr nehmen kann und welches mich in allen Lebensbereichen und gerade auch in Konfliktsituationen mit Männern sehr gestärkt hat OHNE O.T. wäre ich definitiv NICHT die Frau, die ich jetzt bin."

2. hat ot etwas mit emanzipation zu tun?
Saida Deniz: "Nee, wenn man so nicht schon emanzipiert genug ist, hilft einem der O.T. auch nicht!"

Bambi Sahab: "Ich kann hier ebenfalls keinen Zusammenhang sehen. Im O.T. ist beides möglich: Emanzipation oder genau das Gegenteil. Es ist eine sehr indiduelle Frage und kommt auf die Einzelne an:"

3. ist die frau im tanz immer noch das bild der dame aus 1001 nacht und dem harem?
Saida Deniz: "Leider manchmal schon - nicht immer , aber oft genug:"

Bambi Sahab: "Der O.T. hat 1001-Facette (und mit dem Schreiben von "1001" habe ich mich ja schon bedient aus der "Klischee-Ecke"): Otto-Normal-Verbraucher liebt die Bauchtänzerin nach wie vor als "die geheimnisvolle Schöne aus 1001 Nacht". Das kann einen zwischendurch schon mal ganz schön ankotzen. Aber andererseits hat der O.T. in Deutschland auch so viele moderen Aspekte, man denke nur an die ganzen Fusionsstile, wie z.B. Doppelschleiertänze zu Nicht-Orientalischer Musik oder O.T. zu Technoklängen, oder Indo-Arabisch etc., dass es auch genug Gegenbewegung zum Klischee "der Dame aus dem Harem" gibt. Als Tänzerin habe ich die Wahl, wie ich mich darstelle und ob ich das Klischee bewußt verwende oder etwas anderes daraus mache!"

4. welche vorurteile über tänzerinnen und probleme von tänzerinnen mit ihrem umfeld in moslemischen und westlichen ländern gibt es?

Saida Deniz: " Das übliche Spiel: sie tanzt für Geld, also macht sie auch andere Sachen für Geld (Prostitution)! Wenn man einen Mann aus dem orientalischen Kulturkreis kennenlernt und mit ihm eine ernsthafte Beziehung eingeht, muß man meist aufhören zu Tanzen, denn eine anständige Frau macht sowas nicht. Bei deutschen Männern ist es oft ähnlich, es läuft nur auf einer anderen Ebene, z.B. sind sie oft eifersüchtig, wenn die Frau mit dem Tanzen erfolgreich ist, Geld verdient und viel unterwegs ist."

Bambi Sahab: "Ich pflichte Saida bei. So habe ich es auch oft erlebt (Ausnahmen bestätigen die Regel). Als Tänzerin wirst Du häufig nicht ernstgenommen, nach meinem Beruf gefragt werde ich, wenn ich sage, dass ich vom Orientalischen Tanz als Dozentin und Tänzerin lebe, oft gefragt, was ich denn sonst noch machen würde, denn davon könnte man sich doch sicher nicht finanzieren. Keiner kann sich vorstellen, dass man z.B. schon alleine durch den Unterricht gut leben kann, da es viele Frauen gibt, die den O.T. jahrelang studieren und man manche Frau 5 Jahre oder noch länger in den eigenen Kursen sieht. In den Köpfen der Leute herrscht häufig noch immer das Klischee, dass Orientalischer Tanz ja keine Kunst sei und man die paar Hüftschwünge doch sicher in 2 bis 3 Kursen gelernt hat.
In orientalischen Ländern ist das Vorurteil, dass Tänzerinnen auch immer der Prostitution nachgehen, sehr verbreitet und zu einem großen Prozentsatz stimmt leider auch, wodurch sich dieses Vorurteil mit Sicherheit auch nicht abbauen wird! Es liegt dann an der einzelnen Tänzerin, diesbezüglich durch ihr Verhalten klarzumachen, wie sie zu diesem Thema steht."

5. welche rolle mussten sich frauen erkämpfen als tänzerinnen anerkannt zu werden und müssen sich heute vielleicht männer in der szene ihren platz erkämpfen?
Saida Deniz: "Keine Kenntnisse und Erfahrungen auf diesem Gebiet."

Bambi Sahab: "Hier möchte ich mich Said anschließen: "Niemand muß sich irgendwas erkämpfen. "
Am weitesten kommt man, wenn man stets "man selbst bleibt" und seinen eigenen Weg geht.
Um es mit einem Zitat zu beenden, hier eine überlieferte Aussage von Walada, Prinzessin von Almeria im Mittelalter in der Zeit des maurischen Spaniens: "Bei Gott, ich bin der allergrößten Dinge fähig und werde meinen Weg stolz weitergehen."[/i]

_________________
Herzliche Grüße an alle LeserInnen ... and Happy Hips ... Bambi Sahab * TARAB, Zentrum für Orientalischen Tanz * D-69115 Heidelberg
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Natalie
Gast



Verfasst am: 21.01.2005 09:13
Titel:
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Hallo!

zu diesem Thema vielleicht noch ein Buchtip: Die Geschichte des Harems vom
von Roswitha Gost

"kaum eine Einrichtung des Orients hat die abendländischen Gemüter so erhitzt
und zugleich soviel Abscheu und Faszination hervorgerufen wie die großen Harems
islamischer Herrscher. Unkenntnis und Phantasie führten zu abenteuerlichsten
Spekulationen, die den Harem auf einen Ort zügelloser Sinnlichkeit und Sexualität
reduzierten."
"Die Geschichte der großen Harems: Von Konkubinen,Sklavinnen und Eunuchen-von
Prinzen, sultanen und der orientalischen Weltmacht.
Eine Erweiterung des abendländischen Blicks auf die islamische Kultur."
       
AichaHussein


Beiträge: 55
Anmeldungsdatum: 09.10.2006 01:14
Wohnort: ... in my Genie-Bottle ...
Verfasst am: 05.02.2007 19:24
Titel: ... ... ... ´shock ....
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As´salam,
icon_eek.gif ... der Harem hatte eine "Schutzfunktion" und das Bild der Frau im Orient ist das einer liebenden, gebildeten Mutter icon_eek.gif ... Tänzerinnen sind leider nachwievor verpönnt icon_redface.gif ... ich denke der Vortrag wird voller "westlicher Sichten" werden die aber mit der orientalischen Realität nichts zu tuen hat ... sorry icon_eek.gif "Kopfschüttel" ...

_________________
wa´salam,
Aicha
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Mahsa


Beiträge: 54
Anmeldungsdatum: 21.12.2006 01:21
Wohnort: Trier
Verfasst am: 05.02.2007 22:51
Titel:
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Hallo Aicha!

Du hast doch die möglichkeit das zu ändern, in dem du Sehrazat deine Sicht der Dinge mitteilst und nicht einfach pauschal sagst: das wird nichts.

So wie ich Sehrazat kenne (ok, ich kenne sie leider nicht sehr gut, glaube aber das ich in dem Punkt ein richtiges bild von ihr habe) wird sie sehr bemüht sein nicht nur bloße klischees wiederzugeben. Sonst hätte sie die frage ja kaum hier gestellt, die klischees kennt man ja doch zu genüge, da braucht man keine umfrage starten.

naja, jetz mal ontopic:

(falls das auf meinem avatarn net deutlich genug zu sehen ist: es handelt sich im folgenden um die sicht einer WESTLICHEN frau)

1. unterstützt der ot mein frau-sein? (und was sagt said oder peter dazu?)
Definitiv! Ohne Ot wäre ich eine ganz andere frau, auf keinen fall so bewusst und selbstsicher Frau wie ich es jetzt bin.

2. hat ot etwas mit emanzipation zu tun?
hmm, nicht wirklich, ot ist etwas was ich für mich tue, es hat mir auch nie wer das tanzen verboten, ich muss im tanz niemandem etwas beweisen.
emanzipation verbinde ich immer eher mit dem kämpfen um etwas, nicht nur für sich selbst sondern auch für alle anderen frauen in der gemeinschaft/ auf der Welt. außerdem hat emanzipation für mich auch immer den beigeschmack des "anderen beweisen wollen das frauen das auch können"
da ich mir mein recht zu tanzen nicht erkämpfen musste fällts für mich auf keinen fall unter emanzipation

3. ist die frau im tanz immer noch das bild der dame aus 1001 nacht und dem harem?
das ist das schöne am tanz, frau kann ALLES sein.

4. welche vorurteile über tänzerinnen und probleme von tänzerinnen mit ihrem umfeld in moslemischen und westlichen ländern gibt es?
naja, das man evtl. ein wenig leicht und auch gegen geld zu haben ist ist ein vorurteil das auch in der westlichen welt vorkommt...

5. welche rolle mussten sich frauen erkämpfen als tänzerin anerkannt zu werden und müssen sich heute vielleicht die männer in der szene einen platz erkämpfen?
dazu kann ich leider nicht wirklich was sagen.

Viel erfolg mit deinem Vortrag!
Lg,
Mahsa

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Gast




Verfasst am: 05.02.2007 23:08
Titel:
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Da Sehrazat die Frage schon im Oktober 2004 gestellt hat, nehme ich an, dass der Vortrag bereits Geschichte ist.

Vielleicht mag sie ja einen Link hier rein setzen?

LG, Juliane
       
Mahsa


Beiträge: 54
Anmeldungsdatum: 21.12.2006 01:21
Wohnort: Trier
Verfasst am: 05.02.2007 23:14
Titel:
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oi, ich hab garnet auf das datum geschaut... icon_redface.gif

ein link wäre schön...

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Tanja Ahmed


Beiträge: 1546
Anmeldungsdatum: 08.02.2004 09:14
Wohnort: München
Verfasst am: 05.02.2007 23:16
Titel:
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Aicha hat folgendes geschrieben::
As´salam,
... der Harem hatte eine "Schutzfunktion" und das Bild der Frau im Orient ist das einer liebenden, gebildeten Mutter ... Tänzerinnen sind leider nachwievor verpönnt ... ich denke der Vortrag wird voller "westlicher Sichten" werden die aber mit der orientalischen Realität nichts zu tuen hat ... sorry "Kopfschüttel" ...


Das Datum! icon_wink.gif Aber trotzdem:

Wie sieht denn die orientalische Realität aus? Du bist doch sicher konvertierte Deutsche? Wo lebst du? Im Orient? Welche Einblicke hast du, die Jenny oder uns anderen versagt bleiben? Erhelle uns bitte icon_smile.gif. Die Fragen könnte ich mir eigentlich auch sparen, denn von dir kommt in der Regel keine Antwort mehr. Schon sehr merkwürdig....

Jenny, wie war dein Vortrag? Vor 3 Jahren icon_exclaim.gif

LG
Tanja
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Sehrazat


Beiträge: 1300
Anmeldungsdatum: 31.03.2004 09:48
Verfasst am: 06.02.2007 09:57
Titel:
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icon_lol.gif icon_lol.gif icon_lol.gif

Witzig! Der Vortrag ist tatsächlich Geschichte! Ich musste lange überlegen bis ich drauf kam wo ich den überhaupt gehalten habe. Nach wie vor interessieren mich eure Antworten unabhängig davon.

Einen Link hab ich leider nicht. Ich hab den Beitrag frei gehalten und hatte nur Notizen und Bilder per Powerpoint. Die hab ich zwar noch in einem Ordner, aber nicht mehr als ganze Datei. Im Nachhinein eigentlich doof, aber so bin ich! Wahrscheinlich hab ich den auch erst am Abend vorher vorbereitet. Ich bin sehr kreativ unter Stress icon_wink.gif


@Mahsa Naja, ein bisschen kennen wir uns doch schon icon_wink.gif Und danke für die positive Einschätzung, nach allem... na Du weisst schon icon_wink.gif

@Aicha Deine Aussage hättest Du ruhig etwas ausführen können. Jetzt ändert es zwar nicht mehr an dem Beitrag, aber einfach nur ein Kopfschütteln ohne Begründung und dann noch mit einer wagen Vermutung finde ich etwas dünn!

Führe doch Deine Sicht der Dinge zu den Fragen mal aus. Ist sicher immer noch interessant! Keine schlechte Idee den Thread so wieder zu beleben icon_wink.gif

Liebe Grüße,
Sehrazat oder Jenny, wie ihr wollt icon_wink.gif

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Naila


Beiträge: 203
Anmeldungsdatum: 17.11.2006 13:47
Wohnort: münchen
Verfasst am: 06.02.2007 10:12
Titel: Re: ... ... ... ´shock ....
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AichaHussein hat folgendes geschrieben::
As´salam,
icon_eek.gif ... der Harem hatte eine "Schutzfunktion" und das Bild der Frau im Orient ist das einer liebenden, gebildeten Mutter icon_eek.gif ... Tänzerinnen sind leider nachwievor verpönnt icon_redface.gif ... ich denke der Vortrag wird voller "westlicher Sichten" werden die aber mit der orientalischen Realität nichts zu tuen hat ... sorry icon_eek.gif "Kopfschüttel" ...


kann es sein, dass du ziemlich schlechte erfahrungen mit dem islam gemacht hast? bist du muslimisch? von wo genau kommst du? was genau veranlasst dich, in diesem forum ein so furchtbares bild vom islam zu zeichnen? (z.b dein post über die frauen-jagd in kairo...) es wäre schön, einfach mal eine stellungnahme von dir zu hören, etwas über deinen hintergrund.

Uns permanent unter die Nase zu reiben, dass du es besser weißt, aber nie erzählst "warum" oder "was eigentlich", macht dich wenig glaubhaft
lg
naila
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Sanna


Beiträge: 96
Anmeldungsdatum: 29.03.2005 10:02
Wohnort: Darmstadt
Verfasst am: 06.02.2007 13:25
Titel:
Diesen Beitrag zitieren
Hallo Ihr Lieben,
Alles Schlechte hat auch sein Gutes icon_wink.gif
Und ein Gutes hat das seltsame Posting von Aicha: so habe ich diesen Beitrag entdeckt, der mir bisher verborgen geblieben war (ich bin hier noch nicht so lange Mitglied)

Und die Aussagen von Peter, Bambi und besonders von Said finde ich sehr interessant, treffend und bereichernd. bindafuer.gif respekt.gif


In Bezug auf Aicha denke ich troll.gif

Sorry wenn ich mich täuschen sollte, aber sie kommt für mich so rüber mit ihren merkwürdigen Beiträgen ....

LG
Sanna

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Wer heute einen Gedanken säht, erntet morgen die Tat, übermorgen die Gewohnheit, dann den Charakter und dann sein Schicksal
Gottfried Keller
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feline


Beiträge: 74
Anmeldungsdatum: 11.10.2007 12:10
Wohnort: Nähe Wien
Verfasst am: 20.09.2009 18:14
Titel: Re: ... ... ... ´shock ....
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Natalie hat folgendes geschrieben::
Hallo!

zu diesem Thema vielleicht noch ein Buchtip: Die Geschichte des Harems vom
von Roswitha Gost
"

Ui, ui, das Buch ist zwar historisch ganz gut recherchiert, aber leider völlig frauenfeindlich (und das obwohl es von einer Frau geschrieben ist). Denn die Autorin empfindet weibliche Sexualität als völlig unwichtig, wenn sie beschreibt, dass nur 10% der Bewohnerinnen eines osmanischen Harems sexuelle Kontakte zum Haremsbesitzer hatten, die anderen ihn meist gar nicht zu Gesicht bekamen und aber auch eingesperrt waren. Trotz diesem Minuspunkt, liest sich das Buch, auch wenn es voller Rechtschreibfehler ist, ganz bequem.

AichaHussein hat folgendes geschrieben::
As´salam,
icon_eek.gif ... der Harem hatte eine "Schutzfunktion" und das Bild der Frau im Orient ist das einer liebenden, gebildeten Mutter icon_eek.gif ... Tänzerinnen sind leider nachwievor verpönnt icon_redface.gif ... ich denke der Vortrag wird voller "westlicher Sichten" werden die aber mit der orientalischen Realität nichts zu tuen hat ... sorry icon_eek.gif "Kopfschüttel" ...


Wer sagt denn, dass Seherazat nicht Orientalistin ist und/oder sich wissenschaftlich damit auseinander setzt? Der Vortrag muß von einer Frau, die sich mit diesem Thema auseinandersetzt nicht notwenigerweise, ganz im Gegenteil (!), von Vorurteilen durchsetzt sein. Ich finde es ein wenig anmaßend ihr einen schlechten Vortrag zu unterstellen!
Es ist für sich schon ein Vorurteil davon auszugehen, dass eine westliche Frau voller Vorurteile zu sein hat!!

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