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Anchesenamun


Beiträge: 45
Anmeldungsdatum: 20.12.2006 20:44
Wohnort: Berlin-Hermsdorf
Verfasst am: 03.01.2007 19:31
Titel: Vernichtende Nachricht vom Arzt, brauche Profitipps, bitte!!
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Hallo ihr Lieben,

erst einmal ein gesundes neues Jahr!

Ich brauche dringend einen Tipp: Vor 3 Wochen habe ich mir beim Tanzen das rechte Knie verdreht, es wurde innerhalb von Minuten dick und es schmerzte ekelhaft. Ich also zu einem Unfallchirurgen und der hat mich sofort zum MRT geschickt. Heute bekam ich die Nachricht von ihm, ich habe einen Meniskusriss und ein angerissenes hinteres Kreuzband. Es müßte sofort operiert werden, doch ich habe mich dagegen entschieden, denn a) fange ich am 15.1. eine neue Stelle an und b) hat mir eine OP am Kreuzband das linke Knie ruiniert (ich kann damit weder rennen noch knieen noch richtig laufen, habe aber gelernt, damit umzugehen, sogar tanzen geht, wenn es nicht gerade liegende oder knieende Positionen sind).
Der Onkel Doktor meinte, dass ich mit einer OP auch noch zuwarten könnte, irgendwann wären die Schmerzen eh so stark, dass ich mich freiwillig unters Messer legen würde. Doch die Sache mit Tanzen sollte ich vergessen, wenn ich mein Knie ruinieren wollte, dann wäre Tanzen genau das richtige.

Das will ich so nicht akzeptieren. Ich kenne einen Skilehrer, der mit 2 gerissenen Kreuzbändern Ski fährt, also, warum soll ich dann nicht tanzen gehen können.

Eine KG hat er abgelehnt, das Knie könne nur operativ in Ordnung gebracht werden.

Hat hier noch jemand das gleiche Problem wie ich und wie bekommt man die Sache in den Griff ohne das Tanzen aufzugeben.

Ich bin für jede Antwort dankbar!

_________________
Liebe Grüße
Anchesenamun

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amira almaas


Beiträge: 1145
Anmeldungsdatum: 21.12.2006 00:53
Wohnort: Berlin
Verfasst am: 03.01.2007 19:44
Titel:
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Hallo Anchesenamun,

erstmal mein herzliches Mitgefühl, ich kann dich gut verstehen. Mir das tanzen zu verbieten, wäre auch eins der schrecklichsten Dinge, die man mir antun könnte....

jetzt mal meine - anatomisch unwissenden - Ideen:

also: erstmal: gerissenes Kreuzband dürfte doch was vollkommen anderes sein, als gerissener Meniskus, oder? Meine Anatomiekenntnisse sind zwar nicht sooo umfassend, aber so wie ich weiß, ist es so, dass Kreuzbänder in erster Linie das knie in Position halten und daher kann ich mir vorstellen, dass eine mindere Funktion vielleicht durch entsprechende Muskelarbeit ausgeglichen werden könnte.
Das kann ich mir bei Meniskus ja nun gar nicht vorstellen.

Als zweites: Ich würde mir umgehend eine zweite Meinung einholen von einem weiteren Arzt.
Ich kann mir zwar auch nur schwer vorstellen, dass KG einen gerissenen Meniskus heilen kann, aber vielleicht gibt es doch noch was anderes als eine OP. Versuchs doch mal mit einem Arzt, der sich ein bißchen mit den Alternativen Methoden befasst. Viele "reine" Schulmediziner sind ja recht schnell mit dem Messer dabei.
(obwohl sie doch auch manchmal recht behalten)

Drittens: Während der Genesung solltest Du vermutlich wirklich nicht tanzen.
Allerdings glaube ich nicht, dass OT - RICHTIG und knieschonend ausgeführt - dem Knie schadet. Ggf. wirst Du ein paar Einschränkungen aber durchaus machen müssen (mal abgesehen natürlich vom Bodentanz und Saidisprüngen können z.B. auch Twists das Knie ziemlich belasten).
Das RICHTIG schreibe ich so fett, weil die allermeisten eben nicht auf genau korrekte Kniehaltung achten. Das erfordert einen guten Blick der Lehrerin, viel Selbstkontrolle und kann durchaus schwierig durchzuhalten sein.

Jedenfalls drücke ich Dir die Daumen, dass Du wieder in Ordnung kommst.

Tröstegrüße sendet
Amira Almaas
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Anchesenamun


Beiträge: 45
Anmeldungsdatum: 20.12.2006 20:44
Wohnort: Berlin-Hermsdorf
Verfasst am: 03.01.2007 20:01
Titel:
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Hallo Amira Almaas,

danke für die rasche Antwort. Du hast vollkommen recht. Das Kreuzband kann, muss aber nicht operiert werden. Das kann mit Muskelarbeit ohne weiteres unter Kontrolle gebracht werden. Ich hatte gehofft, dass ich mit dieser Muskelarbeit auch den Meniskus unterstützen kann.

Eine zweite Meinung hole ich mir auf jedem Fall, ich werde genau so gut gewartet wie mein Auto, da kannst du sicher sein. Ich hoffe ja, dass hier eine Tänzerin ist, die mit dem gleichen Handicap tanzt und mir wertvolle Tipps geben kann.

_________________
Liebe Grüße
Anchesenamun

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alfara


Beiträge: 166
Anmeldungsdatum: 19.11.2005 16:28
Wohnort: Wandlitz
Verfasst am: 03.01.2007 22:30
Titel:
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So ..nu muß ich auch mal zu Wort melden. Ich kenne Deine Ängste und Schmerzen recht gut. Angefangen hat es vor ca.2 Jahren. Da bin ich meinem Kater auf der Treppe ausgewichen, weil er mir vor die Füße lief. Ich ließ den Fuß stehen, verdrehte aber das Knie. Ergebnis war ein Innen-Bluterguß in der Kniekehle, der die Beweglichkeit stark einschränkte. Ich gönnte dem Knie erstmal Ruhe. Nach einiger Zeit hatte sich alles wieder normalisiert. Ich fing wieder an zu trainieren...Step..Reiten..Bauchtanz.
Nach exakt einem Jahr..wieder Probleme. Ich fing an zu humpeln, diesmal so schlimm, daß ich sofort mit dem Sport aufhörte. Innenmeniskus und Kapselentzündung rechts. Mein Arzt verschrieb mir manuelle Lymphdrainage und Wassergymnastik, beides war genau richtig. Keine Spritzen, keine Op! Das war im Oktober . Ich dachte eine Welt würde zusammenbrechen...ich könnte nie mehr Sport machen. Ich kann inzwischen das Knie wieder recht gut beugen, vermeide aber starke Belastungen. Trage mal eine Bandage, die hilft das Knie zu stabilisieren und gibt Halt. Voltaren taugt da wenig, kühlendes Icepower war bei mir toll. Ich will sagen: verliere nicht den Mut, laß Deinem Knie Zeit, sieh es als ein Signal Deines Körpers.
Sicher liegt der klinische Fall bei Dir anders, ich hoffe Dich trotzdem etwas aufgebaut zu haben.
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Anchesenamun


Beiträge: 45
Anmeldungsdatum: 20.12.2006 20:44
Wohnort: Berlin-Hermsdorf
Verfasst am: 03.01.2007 23:14
Titel:
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Ja Alfara,

du hast mir Mut gegeben. Ich werde kommende Woche zu meiner Hausärztin gehen, sie ist Sportmedizinerin und eine kleine Kräuterhexe. Sie hatte damals auch bei meinem Kreuzbandriss und der missglückten OP und Reha einen Weg gefunden, damit ich wieder einigermaßen laufen konnte. Ich habe die Unterlagen mitbekommen und die werde ich ihr mal zeigen. Des Weiteren werde ich deine Aussage weiter geben, ich hoffe, sie wird mir KG oder Wassergymnastik verschreiben.
Sicher werde ich die nächste Zeit auf gar keinem Fall irgendeine sportliche Aktivität starten, das Knie ist nach wie vor dick (Wasser und Blut) und dunkel verfärbt. So lange das nicht wieder zurück gegangen ist, werde ich brav den Haxen hoch legen und Geduld bewahren.

_________________
Liebe Grüße
Anchesenamun

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Barbara


Beiträge: 46
Anmeldungsdatum: 28.11.2006 09:58
Wohnort: 83435 Bad Reichenhall
Verfasst am: 04.01.2007 10:33
Titel: Knieprobleme
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Liebe Anchesenamun,

zwar habe ich nicht solche schlimmen Probleme, wie du sie hast - aber mein rechtes Knie war bisher auch ständig "gereizt", besonders der Innenmeniskus.

Nun muß ich schon wieder mit Spiraldynamik anfangen... Seitdem ich die dort empfohlene Fußstellung übe (Ferse außen belastet, Vorfuß nach innen schrauben, d.h. Großzehengrundgelenk zum Boden, Fersenbein aufgerichtet etc.) und versuche, mein Fußgewölbe wieder aufzubauen, verändert sich mein Knie sehr positiv.

Es ist so das Gefühl, daß das Knie von unten her eine bessere Basis bekommt, dauert halt seine Zeit.

Wenn alles wieder abgeheilt ist - als Langzeitkonzept sozusagen.....

Dazu gibt es ja, wie bereits hier besprochen, sowohl Bücher (z.B. Gut zu Fuß ein Leben lang) als auch DVD´s (auch z.B. zum Thema "Starke Knie").

Lieber Gruß und gute Besserung

Barbara

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"My body is the temple; dance is my prayer." Jehan Kamal


Zuletzt bearbeitet von Barbara am 04.01.2007 11:37, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Ul_rike
Gast



Verfasst am: 04.01.2007 11:26
Titel:
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Hallo, Anchesenamun,
Den Meniskusriss wirst Du wohl oder übel operieren lassen müssen! Ich hatte einen am 1. April 2003 (der beste Aprilscherz meines Lebens icon_twisted.gif !) - ich hab mich auch nach meinem Kater umgedreht, der im Keller gerade Dummheiten machte (Katzenhaltung scheint gefährlich zu sein - gelle, Alfara icon_wink.gif ?). Es tat tierisch weh, nachdem ich mein Knie mal gut ausgeschüttelt hatte, ging es wieder. Ich hatte zwar ein komisches Gefühl in der Kniekehle, aber nach ein paar Tagen hab ich sogar eine Wanderung gemacht, wobei es auch noch bergauf und -ab ging - alles ohne Probleme. 10 Tage nach dem ersten Knieverdreher bin ich draußen am Gartenwasserhahn - wieder mit Drehung - in die Knie gegangen, und da hat es buchstäblich geknallt: da war der Meniskus ganz gerissen! Im Krankenhaus hat man mich erst gar nicht vor die Wahl gestellt - OP war das einzige, was man mir angeboten hat. Die Fetzen müssen ja geflickt werden, abgerissene Knorpelteile entfernt und alles geglättet werden. Leider bleibt nach Meniskusrissen meist ein Knorpelschaden zurück, was mit der Zeit zu Arthrose führt. Ich hab auch gedacht, ich werd' nicht mehr...
Nach der OP geschlagene 6 Wochen das Bein ruhigstellen - ich bin mit Krücken in den Kurs gegangen und hab im Sitzen mit"getanzt"! Bekloppt... aber ich wollte meine Schülerinnen nicht wochenlang pausieren lassen! DIE waren ja nicht behindert icon_wink.gif !
Ich hatte echt gute KG hinterher, Muskelaufbau geht leider längst nicht so schnell wie die Muskeln schlaff werden... *ächz* - aber da muss man durch! Treppensteigen hat lange Zeit richtig weh getan, ich wollte gar nicht dran denken, für den Rest meiner Tage statt zu tanzen nur noch zu humpeln!
Langer Rede kurzer Sinn: bin heute wieder vollkommen hergestellt, mein Knie kann ich beugen, als wäre nie was dran gewesen! Arthrose kriege ich aber trotzdem. Aber solange die Muskeln gut trainiert sind, spüre ich davon nichts. WEnn ich bergab gehe, tut's immer noch weh, aber wenn ich das regelmäßig mache, bessert es sich. Bewegung ist das A und O, also bloß nicht schonen (natürlich erst, wenn alles verheilt ist!)!
Mein Mann macht viel Sport und hatte schon Meniskus- und Kreuzbandrisse - die hat er aber in einer Spezialklinik kurieren lassen, damit die auch ja alles richtig machen! Wenn Du also Bedenken hast, Deine heimische Klinik wäre nicht gut genug, wende Dich doch dorthin! Nähere Angaben kann ich Dir gerne liefern - ist aber eine Privatklinik, es würden also ein paar Kosten mehr auf Dich zukommen!
So, und nun lass' mal den Kopf nicht hängen - Du brauchst das Tanzen noch lange nicht abschreiben! Nur für einige Zeit...
Viele Grüße und *daumendrück*
Ulrike
       
Ul_rike
Gast



Verfasst am: 04.01.2007 11:40
Titel:
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Muss noch was ergänzen für die Zeit danach, wenn Du wieder mit dem Tanzen anfängst: es gibt beim OT schon Bewegungen, die für die Knie nicht so toll sind; versuche z.B. immer, Drehungen mit angespannten Muskeln auszuführen und nie mit Gummisohlen zu tanzen! Mit denen klebst Du viel zu sehr am Boden und das belastet die Gelenke. Außerdem sollte man das Knie nie mit Gewalt durchdrücken, also auch bei Akzenten drauf achten, dass das Knie immer leicht angewinkelt bleibt.
Und mache keinen indischen Tanz icon_wink.gif - ich hatte gut 1 1/2 Jahre nach meiner OP mal einen WS mitgemacht, und nach dem vielen Gestampfe war mein Knie sowas von sauer icon_mad.gif ...
Man sollte auch darauf achten, Schuhe mit weichen Sohlen zu tragen statt harte Absätze.
Nochmal alles Gute!
Ulrike
       
Ligeia


Beiträge: 15
Anmeldungsdatum: 29.12.2006 15:02
Wohnort: Köln
Verfasst am: 04.01.2007 13:54
Titel:
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Ein Profi bin ich zwar noch nicht, aber zumindest auf dem Weg dahin: Ich studiere Medizin.
Ein gerissener Meniskus muss tatsächlich operiert werden! Das Gewebe kann nicht von selbst wieder zusammenwachsen, sondern reißt durch Belastung (die nicht hoch sein muss) immer weiter ein! Dadurch schabt irgendwann Knorpel auf Knorpel, nutzt sich ab. Das führt zu Schmerzen und Arthrose. Die OP ist heutzutage minimalinvasiv möglich durch eine Athroskopie, es bleiben also kaum NArben zurück. Du solltest dir von deiner Hausärztin oder anderen Patienten einen guten Arzt empfehlen lassen, damit nicht noch einmal so etwas wie mit deinem anderen Knie passiert...
Das Kreuzband muss nicht unbedingt operiert werden, das kommt auf die Person an. Entscheidend ist, wie gut deine Muskeln das Knie allein stabilisieren können.
Ich wünsche dir eine gute Besserung und alles gute für die Behandlung!

Ligeia

PS: "Viele "reine" Schulmediziner sind ja recht schnell mit dem Messer dabei." etc.
Ich finde es absolut ok, sich nach Alternativen umzusehen, aber man sollte damit immer vorsichtig sein. Viele Erkrankungen und Verletzunggen verlangen eine OP, Medikamente, KG etc. Homöopathische Kügelchen, deren Wirkung nicht erwiesen ist, können keinen Knochenbruch heilen. Sorry, aber ich bin etwas empfindlich, wenn auf die "bösen" Mediziner geschimpft wird, die immer operieren wollen und nur harte Medikamente mit 100 Nebenwirkungen verschreiben.
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amira almaas


Beiträge: 1145
Anmeldungsdatum: 21.12.2006 00:53
Wohnort: Berlin
Verfasst am: 04.01.2007 15:28
Titel:
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Ligeia hat folgendes geschrieben::

PS: "Viele "reine" Schulmediziner sind ja recht schnell mit dem Messer dabei." etc.
Ich finde es absolut ok, sich nach Alternativen umzusehen, aber man sollte damit immer vorsichtig sein. Viele Erkrankungen und Verletzunggen verlangen eine OP, Medikamente, KG etc. Homöopathische Kügelchen, deren Wirkung nicht erwiesen ist, können keinen Knochenbruch heilen. Sorry, aber ich bin etwas empfindlich, wenn auf die "bösen" Mediziner geschimpft wird, die immer operieren wollen und nur harte Medikamente mit 100 Nebenwirkungen verschreiben.


Hi Ligeia,

ich wollte niemanden zum Nahe treten und habe auch geschrieben, dass das eben auch teilweise stimmt. Und z.T. gehen ja selbst unter Schulmedizinern die Meinungen auseinander. Übrigens durchaus Ärzte, die zusätzlich mit Homöopathischen und sonstigen Alternativen Methoden arbeiten - vielleicht sind die doch nicht so ganz wirkungslos?

Aber vielleicht hast Du in meine Worte auch was reingelesen, was nicht darstand?

lg
Amira Almaas
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Tanja Ahmed


Beiträge: 1546
Anmeldungsdatum: 08.02.2004 10:14
Wohnort: München
Verfasst am: 04.01.2007 16:01
Titel:
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Hallo zusammen,

zum Thema Homöopathie hatten wir neulich erst eine Diskussion:

http://www.orient4all.de/topic,2692,-voellig-offtopic%2C-aber-interessant%21.html

Ein "gutes Neues! übrigens icon_smile.gif

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Reyhan


Beiträge: 630
Anmeldungsdatum: 20.09.2004 15:42
Verfasst am: 04.01.2007 16:15
Titel:
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Hi Ihr Lieben,

da sind wir wieder beim Thema: Ferndiagnosen taugen nicht, ebensowenig Ferntherapien.
Es bringt wirklich nix sich hier aufzuregen über "böse und gute Schulmedizin" "böse oder "wirkungslose" Alternativ Medizin.
Denn liebe angehende Schulmedizinerin, auch hier gibt es sehr unterschiedliche Denkansätze.

Letztlich gilt: wer heilt hat Recht und das kann eben nur vorort und an dem Patienten geschehen.
Kein Mensch ist wie der andere, deshalb bringen die ganzen liebgemeinten "Erfahrungsberichte" nicht mehr als vielleicht ein paar Streicheleinheiten und evtl. Tröstung. Jedoch bei der Suche nach eigener Therapie sollte man sich auf sich selbst konzentrieren, denn schließlich ob für oder gegen eine Op, das muß man selbst entscheiden.

In diesem Sinne wünsche ich alles gute und eine richtige Entscheidung.

Liebe Grüße
Reyhan

_________________
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www.reyhan.de


Zuletzt bearbeitet von Reyhan am 04.01.2007 19:25, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Ul_rike
Gast



Verfasst am: 04.01.2007 17:05
Titel:
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Hi, Reyhan,
Du hast natürlich vollkommen Recht mit den Ferndiagnosen etc. - aber ich wollte Anchesenamun auch nur das Trostpflaster verabreichen, das sie gebraucht hat, und ihr versichern, dass man nach so einer OP den Tanz nicht aufgeben muss! Sie hatte ja auch nach Erfahrungsberichten gefragt.
Ich hatte mir damals auch einige Bücher zum Thema Knieoperationen und Arthrose durchgelesen, im Internet findet man ebenfalls genug Informationen, um sich halbwegs einen Überblick über die Möglichkeiten zu verschaffen und sich die Entscheidung etwas leichter zu machen.
Viele Grüße
Ulrike
       
Pet`Ra


Beiträge: 732
Anmeldungsdatum: 25.01.2006 23:20
Wohnort: 32839 Steinheim
Verfasst am: 04.01.2007 19:18
Titel:
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Hallo,

kann aus Erfahrung sagen: 5 Ärzte = 10 verschiedene Diagnosen/Therapien. Mancher ist auch in diesem Beruf nicht so richtig am Platz. (ebenfalls Erfahrung)

Schön finde ich, daß man sich jetzt durch das Internet schnell und ohne aus dem Haus zu gehen, mit anderen Betroffenen austauschen kann. (Selbsthilfegruppen)Alleine das ist schon ein Trost, das man sich nicht so alleine damit fühlt. Bei mir entscheidet sich auch vieles durch Sympatie/Vertrauen zum Arzt.

Liebe Grüße
Pet`Ra
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Anchesenamun


Beiträge: 45
Anmeldungsdatum: 20.12.2006 20:44
Wohnort: Berlin-Hermsdorf
Verfasst am: 04.01.2007 22:35
Titel:
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Ach du liebe Güte, nun habe ich aber eine Lawine losgetreten. Das wollte ich nicht!

Erst einmal recht herzlichen Dank für die vielen Antworten. Ich wollte wirklich nur einmal herum hören, ob ich nach eine OP noch Tanzen und wie ich mich über die Zeit bis dahin retten kann. Der Tipp von Barbara ist genau das richtige, ich habe mich vorhin mit meiner Lehrerin unterhalten und sie hat mir gesagt, dass wir nach Abheilung der akuten Beschwerden ein oder zwei Workshops machen und sie mit mir übt, wie ich ohne Schmerzen meine Beine bewegen kann ohne die Knie allzu sehr zu belasten.


Viel geholfen hat mir, dass ich wohl um die OP nicht herum komme. Wie mein Arzt meinte, kann ich mir dabei aber noch Zeit lassen und wenn ich lese, dass die OP und anschließende Reha gut 6 Wochen dauern, dann muss ich noch einige Zeit ins Land ziehen lassen. Ich habe endlich nach einem Jahr Arbeitslosigkeit einen neuen Job gefunden, den ich am 15. Januar antrete. Ich kann nicht meinem zukünftigen Chef sagen, fein das ich ich hier arbeiten darf, doch nun mache ich erst einmal 6 Wochen Pause. Ich bin für die Arbeitswelt einfach zu alt, da müssen die alten Knochen dann tatsächlich etwas warten. Ich bin nur froh, dass es eine sitzende Tätigkeit ist.

Ich bin auch für die Schulmedizin, mein Mann ist bei der Feuerwehr und Rettungssanitäter, unser bester Freund ist Pfleger in der Ersten Hilfe und eine Freundin von mir ist Apothekerin.
Allerdings bin ich auch der Meinung, das gerade ein Unfallchirurg gerne seine Belegklinik voll hat. Viele OPs sind wirklich absolut überflüssig, wie z. B. mein Kreuzband im linken Knie. Kein Arzt - weder der behandelnde noch die im Krankenhaus - haben mir gesagt, dass ich auch gut ohne OP leben könnte. Sie meinten nur, dass ich keine Arthrose bekäme (ich habe sie schon nach 5 Jahren im Knie gehabt), wenn ich mich operieren ließe. Es ist auch eine Tatsache, mehrere Ärzte = mehrere Diagnosen. Auch das ist Erfahrung von meinem linken Knie. Es wurde ein MRT gemacht und der eine Arzt meinte, meine Menisken wären entfernt worden, der andere sagte, sie wären noch da und wieder ein anderer meinte, sie sind behandelt worden. Ich habe dann meinen Operateur gefragt und der sagte mir, dass er die Menisken nicht angefasst hätte. Außerdem ist es ein Mysterium meines Operateurs, warum ich insgesamt 13 Narben am Knie habe, mir wurde später gesagt, das wäre bei eine Kreuzband-OP gar nicht nötig. Durch die vielen Narben habe ich nun überhaupt kein Gefühl mehr im Knie, im Ober- und Unterschenkel, man kann da mit einer Spritze hinein gehen und ich spüre gar nichts. Seltsamerweise spüre ich aber Mückenstiche. icon_lol.gif
Deshalb gebe ich zu, dass ich eine gewisse Panik verspüre, wenn man mir nun mein "gesundes" Knie aufschneiden möchte. Ich habe aber schon ein wenig recherchiert und ich glaube, ich habe einen sehr guten Arzt gefunden. Er ist über die Grenzen Berlins hinaus bekannt als guter Knie-Operateur. Dorthin werde ich mich wenden, wenn es soweit ist.

Ich bin allerdings auch eine Verfechterin der alternativen Medizin, allen voran der Bachblüten, mit denen ich mich mittlerweile sehr gut auskenne. Mein Sohn wurde jahrelang in der Schule gemobbt und als ich ihm heimlich eine Mischung verpasste, hat sich sein Selbstbewusstsein wesentlich erhöht. Meine Hausärztin ist eine Allgemeinmedizinerin, Sportärztin und aktive "Kräuterhexe". Sie versucht es erst einmal alternativ, bevor sie irgendwelche Chemiebomben auf einem los läßt.

@Ul-rike
Wem sagst du das mit dem Muskelaufbau!!! Ich konnte mich wegen der höllischen Schmerzen nach meinem Kreuzbandriss (wie ich dazu gekommen bin, ist absolut lächerlich. Ich wollte einen alten Teppich in einen hohen Container werfen, rutschte aus und der Teppich hebelte mir das Knie aus. Wie bekloppt muss man eigentlich sein!!!) gut 3 Wochen nicht bewegen und meine Muskeln hingen an mir runter wie Fremdkörper. Damals hatte ich auch Fitness machen, dementsprechenden Muskelaufbau hatte ich. Ich durfte 13 Wochen das Bein nicht belasten und ich bin insgesamt ein 3/4 Jahr mit Stützen durch die Gegend getigert. Ich habe fast ein Jahr gebraucht um meine Muskeln wieder einigermaßen in Form zu bekommen.

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Liebe Grüße
Anchesenamun

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AMARA


Beiträge: 76
Anmeldungsdatum: 07.04.2006 19:59
Wohnort: Celle
Verfasst am: 05.01.2007 00:24
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Hallo,

ich bin zwar kein Arzt, aber eine Operationsschwester, die täglich mit Meniskus- und Kreuzbandrissen zu tun hat.
Als allererstes würde ich mir eine Zweite Meinung einholen.
Ein Kreuzband (hinteres oder vorderes?) kann operativ ersetzt werden, oder man kann gezielten Muskelaufbau in diesem Bereich betreiben. Wenn Du nicht gerade Hochleistungssportler bist könnte der Muskelaufbau vielleicht schon reichen. Die Meinungen der Unfallchirurgen gehen da ziemlich auseinander. Viele sagen mit OP 3/4 Jahr Genesungszeit, ohne genausolang ...
Meniskusriß: Der Meniskus hat ja eine gewisse "Pufferfunktion". Je nachdem wo oder wie groß der Riß ist sollte entschieden werden ob das ganze operativ versorgt werden muß.
Meniskusschäden können früher oder später zu einer Fehlbelastung des Gelenks und einer Knieprothese führen!
Wenn mehrere Fachärzte zu einer OP raten würde ich das auf jeden Fall ernst nehmen und machen lassen! Egal was für Erfahrungen man vorher gemacht hat, muß ja beim 2.Mal nicht genauso laufen...
Auf alle Fälle das Knie erstmal schonen! D.h. leider NICHT TANZEN! Bis die Sache geklärt ist. Bein hochlegen und so wenig wie möglich belasten.

Hoffe, ich habe Dich jetzt nicht panisch gemacht.
Ich hoffe alles kommt wieder ins Lot

Liebe Grüße
Amara

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Ligeia


Beiträge: 15
Anmeldungsdatum: 29.12.2006 15:02
Wohnort: Köln
Verfasst am: 05.01.2007 16:41
Titel:
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Ich wollte auch niemanden angreifen und hier auch keine allgemeine Diksussion über alternative Heilmethoden beginnen. Es ist nur de facto so, dass nicht alle OPs überflüssig sind und man nicht alles durch Massagen o.ä. therapieren kann. Mir ist klar, dass es schlechte Schulmediziner gibt, die nicht unbedingt ans Wohl desPatienten denken, aber deshalb sollte man nicht grundsätzlich auf die Meinung eines Arztes verzichten. Viele DInge müssen schnell behandelt werden und bevor sie sich noch bei 10 Heilpraktikern umhört, wollte ich Anchesenamun nur darauf hinweisen, dass der Arzt recht hatte mit seiner Empfehlung (auch wenn er sie wohl nicht gerade geschickt rübergebracht hat?).
Über Homöopathie etc. kann man lange diskutieren. Meine Mutter hat mich wg. meiner Neurodermitis mal zu einer Heilpaktikerin geschleppt mit dem Ergebnis, dass ihr Geldbeutel leer und meine Haut schlimmer denn ja war... Wissenschaftlich kann jedenfalls keine Wirkung belegt werden, sie über den placeboeffekt hinaus geht. Ob einem das reicht, man es trotzdem machen will, an die Wirkung glaubt... bleibt jedem selbst überlassen, aber ein "klassischer" Arztbesuch ist dennoch manchmal nötig. icon_smile.gif
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Bassmah


Beiträge: 28
Anmeldungsdatum: 11.12.2005 18:23
Wohnort: Freiburg
Verfasst am: 07.01.2007 22:20
Titel:
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Hallo Anchesenamun,


ich hab jetzt nicht alle Antworten gelesen und weiß deshalb nicht was die anderen alle geschrieben haben, aber ich hoffe, meine Antwort hilft dir auch noch ein bißchen!

Meine Mutter hat(te) nähmlich auch einen Miniscusriss und sie bauchtanz auch (wieder).
Am Anfang durfte sie auch nicht tanzen - einfach um das Knie zu schonen. Operiert hat sie das Knie nicht, denn Knieoperationen sind ja nicht ganz ungefährlich (für das Knie). Mitterlerweile trägt sie bei sportlicher Betätigung eine Kniebandage. Bei Drehungen beim Tanzen mußte und muss sie noch immer aufpassen. Natürlich achtet sie auch sonst darauf, dass andere Bewegungen ihr Knie nicht zu sehr belasten. Ansonsten fährt sie viel Fahrrad um die Muskeln knieschonend aufzubauen und so den Miniscus zu entlasten - also auch beim Miniscusriss ist Muskelaufbau möglich.

Also keine Panik von wegen Tanzen geht nicht - am Anfang brauchst du nur ein bißchen Geduld!

Liebe Grüße und gute Besserung


Bassmah

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Bassmah


Beiträge: 28
Anmeldungsdatum: 11.12.2005 18:23
Wohnort: Freiburg
Verfasst am: 07.01.2007 22:29
Titel:
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Hallöle,

was mir grad auffällt: der Miniscus meiner Mutter ist "nur" angerissen und nicht ganz durch! Das könnte eventuelle einen Unterschied machen icon_redface.gif



Trotdem Kopf hoch - ich denke selbst, wenn du doch operieren mußt, kannst du dein Knie wieder aufbauen und dann auch wieder tanzen!!


Liebe Grüße
Bassmah

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Anchesenamun


Beiträge: 45
Anmeldungsdatum: 20.12.2006 20:44
Wohnort: Berlin-Hermsdorf
Verfasst am: 09.01.2007 23:40
Titel:
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Hallo Bassmah,

vielen Dank für deine Antwort, genau so einen Tatsachenbericht habe ich gesucht. Mein Meniskus ist auch "nur" angerissen. Diese Bandage habe ich schon und mir geht es mittlerweile schon wesentlich besser. Ausnahmsweise haben mir meine Männer eine Menge im Haushalt abgenommen und schwere Sachen brauchte ich auch nicht heben. Die Schonung tat gut, nur, nun tut mir das linke Knie weh, vermutlich von der Fehlbelastung.
Kommenden Freitag habe ich einen Termin beim Arzt und ich werde ihn fragen, ob man den Meniskus auch ambulant operieren lassen kann. Wenn ja, dann lasse ich das nächste Woche machen, wenn nein, dann werde ich die nächste Zeit einfach damit leben, meine Bandage tragen und abwarten. Ich bin jetzt erst einmal heilfroh, dass es nicht mehr so weh tut.

Vielen Dank für die zahlreichen Tipps und Tricks und die Genesungswünsche!

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Anchesenamun

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