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Felicitas
Beiträge: 7 Anmeldungsdatum: 04.06.2007 09:22 Wohnort: Schwalmstadt
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Verfasst am: 05.06.2007 15:36
Titel: Fehlhaltung?
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Hallo,
ich habe Ende Februar mit einem Bauchtanzkurs in unserer VHS angefangen und mich hat schnell die Begeisterung gepackt. Um die (viel zu lange!!! *schnief*) Sommerpause zu überbrücken, habe ich mir auch gleich eine Übungs-DVD bestellt.
Leider hatte ich von Anfang an mehr oder weniger starke Schmerzen in Knien und Füßen. Erst dachte ich, das sei eine Art Muskelkater und ginge von selbst wieder weg. Aber leider ist dem nicht so. Es muss nicht zwingend vom Tanzen kommen, aber es ist schon auffällig, dass die Schmerzen ausgerechnet jetzt auftauchen.
Kann es sein, dass ich durch die Grundhaltung oder z.B. beim Hüftkreisen die Knie und Füße zu stark belaste? Kann es sein, dass ich erstmal Muskeln aufbauen muss und vielleicht weniger oder "schonender" tanzen sollte? Oder "trainiere" ich vielleicht sogar zu wenig?
Die DVD ist super aufgebaut (wenn ich das als Laie beurteilen kann): Es gibt einen Aufwärmteil und es wird auch immer dazu gesagt, wie man die Bewegungen NICHT machen soll - aber ich kann mich halt selber nicht so korrigieren, wie es eine Lehrerin machen würde.
Der nächste VHS-Kurs startet aber erst im September. Und hier in der Provinz gibts nicht so viele Angebote, um die Zwischenzeit zu überbrücken. - Soll ich also lieber bis zum Herbst warten, bevor ich weitermache? Kann denn überhaupt irgendwas Schlimmeres passieren, wenn ich mir aus Versehen eine "Fehlhaltung" angewöhnen sollte?
Etwas ratlose Grüße,
Felicitas
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amira almaas

Beiträge: 1145 Anmeldungsdatum: 21.12.2006 00:53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 05.06.2007 15:56
Titel:
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Hi Felicitas,
die Schmerzen in Füßen und Knien könnten auch ggf. (ohne Dich zu sehen, kann ich nur im Nebel stochern) durch eine bereits vorhandene Fehlhaltung verursacht werden.
Ich empfehle da "Gut zu Fuß ein Leben lang", um die Stellung der Füße mal zu kontrollieren.
Dass es jetzt erst weh tut, könnte dann schon daraus resultieren, dass durch den Tanz plötzlich Bewegung gefordert wird, die durch z.b. eine Fußfehlstellung nur noch durch Einsatz eigentlich nicht dafür zuständiger Muskeln oder so bewerkstelligt werden kann.
Nach meiner Erfahrung haben die wenigstens Menschen, die mti dem Tanzen anfangen, eine wirklich gute Haltung.
Ich hatte auch keine! Und bestimmt gibts auch noch immer Verbesserungsbedarf.
Ich nehme mich also nicht aus.
Natürlich gibts noch x andere mögliche Ursachen.
Ob Du nun von DVD oder ohne DVD allein zu Hause übst - eine Fehlhaltung kannst Du Dir immer angewöhnen, warum also die DVD wegwerfen. Eine Fehlhaltung kannst Du dir auch ohne Tanzen angewöhnen, davon mal abgesehen.
Mein Tipp:
Besorge Dir Material über Haltung oder lasse mal wirklich eine Haltungsanalyse machen.
Prüfe dich selbst kritisch, was die Haltung betrifft.
übe Deine Bewegungen, die von deinem Kurs kannst und guck Dir dieDVD ruhig an. Hinterfrage die dortigen Anweisung (und auch die Deiner Lehrerin). Auch gute LehrerInnen können mal irren.
Achte auf Deinen Körper, was Dir gut tut. Was Schmerzen verursacht, lasse sein.
Beobachte Deinen Körper genau
und mit dem, was Du herausgefunden hast, wende Dich an Deine Lehrerin
Wir alle können nur selbst die Verantwortung für unseren Körper übernehmen, das kann eh niemand anderes. Und wenn Du so wenig Möglichkeiten hast, Dir Input zu holen, dann gilt das leider eben noch mal doppelt.
Wenn Du die wichtigsten Dinge über Haltung weißt und verstehst - dann kannst Du aus allem, was Du Dir als Unterrichtsmaterial holst, das für Dich gute raussuchen und das schädlich einfach weglassen oder ersetzen.
Wegen dem Angewöhnen: Eine dauerhafte chronische Schädigung glaube ich als medizinischer Laie, ist über die Sommerpause gesehen eher unwahrscheinlich.
aber je chdem WAS du falsch machst, könntest Du Dir ggf. eine Verletzung zuziehen.
lg
Amira Almaas
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Said

Beiträge: 127 Anmeldungsdatum: 05.04.2004 15:14
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Verfasst am: 05.06.2007 16:02
Titel: Don't Panik!
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Hallo Felicitas!
Um Dir ein paar Tipps zu geben, möchte ich einen Ausschnitt aus einem meiner Handbücher für die jomdance®-Ausbildung zitieren:
Grundlagen der Haltung
Eine vernünftige und gesundheitsorientierte Haltung ist Grundvoraussetzung für den
Tanz. Anhand der folgenden 10 Kriterien ist diese auszumachen:
1. Die Füße sind optimal belastet -> Drei-Punkt-System
2. Die Knie sind in Richtung der Füße ausgerichtet
3. Aufrechtes Becken (Steißbein „fällt“ zum Boden, vorderer Darmbeinstachel ist nach vorn gerichtet), „lange“ Wirbelsäule
4. Der Bauch ist innen und hält eine Grundspannung -> „Powerhouse“
5. Die Lendenwirbelsäule ist entspannt jedoch nicht ohne Spannung
6. Der Brustkorb liegt entspannt oberhalb des Bauches -> Tendenz eher vor als zurück
7. Schulterblätter liegen tief und weit auf dem rückwärtigen Brustkorb auf
8. Die Arme sollten locker an den Seiten hängen
9. Der Nacken ist lang
10. Die Fontanelle „zieht“ aufwärts zur Decke, „lange“ Wirbelsäule
ZITAT ENDE
Mir scheint bei Dir eine deutliche Fehlbelastung der Füße vorzuliegen (reine Ferndiagnose, hört sich jedoch sehr stark danach an), da Du über Knie und Rückenprobleme klagst.
Meine Empfehlung zum Thema gesundheitsbewußtes Tanzen lautet: ESTODA® und TaMeD
Meine Empfehlung bezüglich DVD ist "Bauchtanzlernen mit Djamila - Level 1" erschienen bei TeleGym.
Wenn Du noch weitere Fragen hast, stehe ich Dir gerne zur Verfügung.
_________________ Said el Amir
Orientalischer Tanz Par Excellence
Wenn Du es kannst, so lasse ab vom Kleinen und suche das Große! (Gottfried Keller)
Foto: FOGU • R.Gutzmer@web.de
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Bene

Beiträge: 119 Anmeldungsdatum: 15.05.2007 22:26 Wohnort: Bochum
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Verfasst am: 05.06.2007 19:04
Titel:
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Estoda gegen Haltungsprobleme... hmmm. TaMed vielleicht schon eher.
Wenn sich die Schmerzen schon fast zu Anfang bemerkbar gemacht haben, wie Du schreibst, ist es wahrscheinlich, daß Du schon von vorher eine versteckte Fehlhaltung "mitgebracht" hast (sonst hätten sie sich erst später im Verlauf des Trainings gemeldet).
Grundsätzlich hat Said recht mit den Haltungstips (ich hab sie verstanden, aber könnten eventuell für Laien etwas schwierig formuliert sein, Said...). Bin zwar zuerst Krieger und erst in zweiter Linie Tänzer , aber das Prinzip ist das Gleiche.
Ich würde noch ein bißchen weitergehen als Amira. An Deiner Stelle erstmal das Selbsttraining ein bißchen ruhen lassen (in Ermangelung einer Lehrerin, die Dich korrigierend unterstützen könnte), und einfach mal einen Orthopäden aufsuchen, der Deine Haltung analysieren soll. Ansonsten tut es auch jeder andere gute Tanz-, Gymnastik- oder Yogalehrer, egal welche Richtung, oder sogar, was weiß ich, ein Taijiquan (Tai Chi Chuan)-Trainer, wenn er sein Handwerk versteht, um Dir eine gute Grundhaltung beibringen zu können.
Es ist tatsächlich in jedem Bereich am besten, zuerst stehen, dann gehen, dann tanzen (bzw. kämpfen) zu lernen. (Man glaubt nicht, was man sich da erstmal alles abgewöhnen muß!) Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage, daß man eine schlecht angewöhnte Grundhaltung nur sehr schwer wieder los wird. Wenn Du dann mit einer guten, geschulten Haltung im September wieder einsteigst, wird Dir das auch im Tanz zugute kommen.
Wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute, und daß Deine Knie und Füße sich arrangieren.
("But they´re happy feet!" - Mumble der Pinguin, in Happy feet)
_________________ "Torn, frayed and dirty from years of authentic use."
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amira almaas

Beiträge: 1145 Anmeldungsdatum: 21.12.2006 00:53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 05.06.2007 19:22
Titel:
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| Bene hat folgendes geschrieben:: | Estoda gegen Haltungsprobleme... hmmm. TaMed vielleicht schon eher.
nHappy feet) |
neee, Estoda allgemein zum GEsundheitsbewussten Tanzen.
Allerdings sollte auch jede Estoda-Lehrerin gelernt haben, worauf Haltungsmäßig zu achten ist.
lg
Amira Almaas
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Bene

Beiträge: 119 Anmeldungsdatum: 15.05.2007 22:26 Wohnort: Bochum
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Verfasst am: 05.06.2007 22:35
Titel:
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Das Estoda-Prinzip, alle Beckenbewegungen aus den Knien zu machen, belastet mir zu sehr die Kniegelenke. Deshalb in diesem speziellen Fall keine Empfehlung von mir.
_________________ "Torn, frayed and dirty from years of authentic use."
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amira almaas

Beiträge: 1145 Anmeldungsdatum: 21.12.2006 00:53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 05.06.2007 22:47
Titel:
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??
Estoda belastet die Kniegelenke?
Und laufen belastet die Kniegelenke nicht?
Darf ich mal fragen, ob du überhaupt schonmal irgendeinen Estoda-Kurs mit gemacht hast?
Ganz ehrlich: Knie sind zum bewegtwerden da! ganz bestimmt!
Im übrigen ist "aus den Knien" die Beschreibung, die wir benutzen, um klar zu machen, wo gedacht werden soll.
Gearbeitet wird - wie auch anders? - mit Muskeln.
Und dass sich die Knie beim tanzen bewegen soll auch bei anderen Techniken schon vorgekommen sein.
Im Gegensatz zu den meisten anderen, WEISS ich aber WO mein Knie gerade ist, WAS es da macht und warum.
sehr erstaunte Grüße
Amira Almaas
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Bene

Beiträge: 119 Anmeldungsdatum: 15.05.2007 22:26 Wohnort: Bochum
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Verfasst am: 05.06.2007 23:03
Titel:
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Auch falsches Laufen belastet die Kniegelenke. Wenn Du z.B. Schwertfechten machst, lernst Du (idealerweise) sehr schnell, welche Bewegungen Du (insbesondere im Ausfall) NICHT anwenden darfst, wenn Du Gelenkverschleiß vermeiden willst.
Annika (Saisha) vom ZET und davor Silke Stapenhorst haben mir die Estoda-Hüfttechnik erklärt. Der "knee lock", der dabei entsteht, ist eins der Dinge, die wir im Kampfsport wegen der schädlichen Einflüsse auf das Knie bei schneller oder häufiger Ausführung unbedingt vermeiden. Sorry.
Deswegen kann ich gerade einer Kniepatientin Estoda nicht uneingeschränkt empfehlen. Andere Dinge, wie z.B. die Körperzentrierung oder die Tatsache, daß es ein schlüssiges Notationssystem gibt, sind an Estoda durchaus lobenswert.
_________________ "Torn, frayed and dirty from years of authentic use."
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amira almaas

Beiträge: 1145 Anmeldungsdatum: 21.12.2006 00:53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 05.06.2007 23:06
Titel:
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welcher "knee lock" denn?
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Bene

Beiträge: 119 Anmeldungsdatum: 15.05.2007 22:26 Wohnort: Bochum
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Verfasst am: 05.06.2007 23:23
Titel:
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Bei der Aufwärtsbewegung der Hüfte streckt sich das eine Bein, während sich das andere stärker anwinkelt. Durch das nahezu gestreckte Knie wird der Kraftimpuls nach unten zum Boden geleitet, um mit der Gegenkraft (die durch die Unnachgiebigkeit des Bodens entsteht) die Hüfte nach oben zu kippen. Eine der Sachen, vor denen ich z.B. bei Hüftwürfen und Rückwärtsausfällen immer warnen muß.
Das sollte hier allerdings keine generelle Estoda-Abhandlung werden, laß uns da mal lieber einen separaten Thread aufmachen, wenn Du unbedingt willst - hier ging es ja erstmal primär darum, wie Felicitas´ Knieprobleme vermieden werden können.
_________________ "Torn, frayed and dirty from years of authentic use."
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Bene

Beiträge: 119 Anmeldungsdatum: 15.05.2007 22:26 Wohnort: Bochum
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Verfasst am: 05.06.2007 23:24
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Annika hab ich morgen da, da kann ich sie fragen, obs im Estoda auch eine Bezeichnung dafür gibt.
_________________ "Torn, frayed and dirty from years of authentic use."
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amira almaas

Beiträge: 1145 Anmeldungsdatum: 21.12.2006 00:53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 05.06.2007 23:25
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oder komm mal in den chat
aber eins muss ich noch schnell klarstellen und zwar auch an dieser Stelle, damit dein letzter Beitrag nicht so stehen bleibt - man soll doch bitte bei den aufwärtswippen kein nahezu gestrecktes Knie haben!!!!!
Im Gegenteil, zum Wippen ab ins Plie.
Knie am Anschlag - das wäre in der Tat fatal!
lg
Amira Almaas
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Bene

Beiträge: 119 Anmeldungsdatum: 15.05.2007 22:26 Wohnort: Bochum
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Verfasst am: 05.06.2007 23:28
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Der funktioniert bei mir nich Krieg da nur ein leeres Fenster.
_________________ "Torn, frayed and dirty from years of authentic use."
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Felicitas
Beiträge: 7 Anmeldungsdatum: 04.06.2007 09:22 Wohnort: Schwalmstadt
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Verfasst am: 05.06.2007 23:38
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Wow! So viele Antworten in der kurzen Zeit! Erstmal vielen Dank für eure Rückmeldungen.
Mmh, das ist ja schon mal sehr interessant: Meine DVD baut nämlich auf ESTODA auf und es ist sogar exakt diejenige von Djamila, die Said mir empfiehlt! - Da hab ich ja gleich zu Anfang richtig gegriffen, bzw. vielleicht in meinem speziellen Fall doch nicht so richtig.
Die Grundlagen der Haltung werde ich bei Gelegenheit mal in Ruhe durcharbeiten (medizinische Fachbegriffe nachschlagen) und gucken, ob da vielleicht schon mein Fehler liegt. Ansonsten danke für den Tipp mit dem Orthopäden - den werde ich dann wohl mal aufsuchen müssen.
Ja, noch mal vielen Dank, für eure schnelle Hilfe!
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Pet`Ra

Beiträge: 732 Anmeldungsdatum: 25.01.2006 23:20 Wohnort: 32839 Steinheim
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Verfasst am: 05.06.2007 23:39
Titel:
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Hallo,
Said hat meiner Meinung nach die funktionelle Grundhaltung, aus der jede Bewegung entstehen sollte, sehr gut erklärt. Hier gibt`s auch ein Bildchen dazu:
http://web.swi.uni-saarland.de/swi/root-t3/index.php?id=1055#3376
Eine leichte, angenehme Spannung im Beckenboden, solle noch hinzugefügt werden, das wird leider selten angesprochen.
Eine persönliche, erfahrene Anleitung, ist da sehr wichtig. Evtl. wäre ein Kurs "Rückenschule" oder WS am einfachsten und kostengünstigsten. Krankenkasse gibt ja meist etwas dazu. Gerade in den Ferien wäre das doch ideal
Liebe Grüße
Pet`Ra
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amira almaas

Beiträge: 1145 Anmeldungsdatum: 21.12.2006 00:53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 05.06.2007 23:51
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Hi Pet'Ra,
na, da muss ich Bene Recht geben.
Klar ist das ne tolle Zusammenfassung, aber leider hilft das Menschen, die gar nicht wissen, was die Drei-Punkt-Belastung bei den Füßen sein soll, wenig weiter.
Und Powerhouse umfasst auch den Beckenboden, der Begriff kommt mW aus dem Pilates. Hätte ich vor einem Jahr oder so auch noch nix mit anfangen können.
Da müsste man wohl noch ein paar Sachen übersetzen.
Aber Haltung ohne persönlichen Kontakt mal schnell zu erklären, geht glaube ich auch gar nicht, oder?
Felicitas: Die DVD kannst Du bedenkenlos verwenden - aber achte wirklich genau darauf, was Djamila macht und was Du machst. Manche Fehlhaltungen an sich selbst nimmt man gar nicht selber wahr.
Mein erstes Aha-Erlebnis war "Schultern übers Becken" - vorher hatte ich immer einen sog. Überhang, als der Oberkörper zu weit nach hinten. Ich fand mich total gerade.
Als meine Lehrerin mich damals nach vorne geschoben hat, dachte ich erst, ich muss umfallen *g
Später hat mir das Buch "Vancenetics" noch sehr weitergeholfen, obwohl wahrscheinlich auch nciht mehr ganz aktuell. Ist glaube ich auch nicht mehr zu kriegen. Und ich habe zu diesem Zeitpunkt schon ne ganze Weile getanzt, mich also selbst schon ganz anders wahrgenommen und schon einiges gewusst.
Am Anfang ist unbedingt Hilfestellung notwendig.
lg
Amira Almaas
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DJAMILA

Beiträge: 373 Anmeldungsdatum: 15.11.2004 14:53
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Verfasst am: 06.06.2007 09:09
Titel:
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Hallo Felicitas,
wie Said schon geschrieben hat, ist eine Ferndiagnose natürlich schwierig, aber ich stimme mit ihm überein, dass ich eine Fehlbelastung der Füße oder eine Fehlstellung der Knie als wahrscheinlichste Ursache ansehe.
Amira hat Dir ja schon das Buch "Gut zu Fuß ein Leben lang" empfohlen, das sehr gut auf die Fußproblematik eingeht. Was die Knie angeht, schau bitte nochmal genau, ob Du sie richtig über den Füßen ausgerichtet hast. Viele Frauen neigen dazu, beim Plié die Knie nach innen fallen zu lassen - das gibt auf Dauer todsicher Knieprobleme! Ansonsten hat dir Said ja nochmal die Grundsätze für eine gute Haltung sehr gut aufgelistet.
Was die DVD angeht, so habe ich mich eigentlich bemüht, möglichst NICHT zu erwähnen, wie man es NICHT machen sollte. Das ist nämlich didaktisch gesehen unklug - frei nach dem Beispiel "Denken Sie jetzt nicht an einen rosa Elefanten!"
Ich persönlich hatte auch Probleme mit den Knien, die mir erst durch ESTODA bewußt geworden sind. Plötzlich hatte ich Schmerzen, bin dann zum Orthopäden gegangen, die aber meist keine Ahnung von der Materie Tanz haben. Sein Hinweis auf Fitnesstraining und Einlagen habe ich dann dankend abgelehnt. Statt dessen bin ich nochmal zu einer Physiotherapeutin gegangen. Sie hat mir bestätigt, was ich schon vermutet hatte: Ich musste noch mehr auf die Korrekte Ausrichtung meiner Knie achten. Zusätzlich kamen die Probleme durch eine Muskuläre Dysbalance: Die Aussenseiten meiner Oberschenkel waren weit stärker ausgebildet als die Innenseiten, zusätzlich war die Muskulatur des linken Beins stärker als die rechts. Ziemlich typisch für einseitiges OT-Training (links war immer mein Standbein), und mit einigen Übungen habe ich es sehr schnell in den Griff bekommen. Seit dem hatte ich nie wieder Probleme!
@Bene:
Laut Aussage von Dr. Liane Simmel von Tamed gibt es eigentlich nur eine einzige Sache, die wirklich schädlich für die Knie ist, nämlich die Knie gar nicht zu bewegen!
Was das gesundheitsbewußte Tanzen angeht: Ich bin durch ESTODA erst auf meine Schwachstellen aufmerksam geworden (siehe oben), und kann nur sagen, dass ich seit meiner Umstellung auf Estoda-Technik nie wieder Fuß-, Knie-, Rücken oder Hüftprobleme hatte. Estoda achtet sehr auf eine gesunde, körperschonende Ausführung der Bewegungen. Das hat überigens Dr. Liane Simmel auch nochmal extra bestätigt.
Natürlich belastet falsches Tanzen genauso wie falsches Laufen oder Stehen die Kniegelenke. Die Ursache liegt dann aber nicht in der Tanztechnik, sondern eben in der Fehlhaltung, die korrigiert werden muss.
Was den "Knee lock" angeht, denke ich, musst Du wohl was gründlich mißverstanden haben. Eben das Durchdrücken und damit Blockieren der Knie (wie es viele Dozenten noch immer praktizieren) ist etwas, was bei ESTODA explizit vermieden wird und eben NICHT erfolgen sollte, und darauf wird auch ständig hingewiesen. Aber: Ein gestrecktes Bein ist noch kein durchgedrücktes Bein (und umgekehrt ist ein nicht gestrecktes Bein noch lange kein Plié)! Ich kann meine Beine "gerade" machen, ohne das Knie durchzudrücken. Bitte frage Saisha nochmal danach, sie kann es Dir den Unterschied sicher nochmal zeigen und erklären. Ich bin sicher, dann klärt sich dieses Mißverständnis auf.
Einer Kniepatientin, also jemandem, bei dem die Knie bereits kaputt sind und nicht nur Probleme durch Fehlhaltung, Muskelschwäche oder muskuläre Dysbalance vorliegen, würde ich den Orientalischen Tanz sowieso nicht gerade empfehlen. Und wenn, dann nur eingeschränkt und mit Weglassen/Abwandlungen von Bewegungen. Tanz ist nunmal keine Krankengymnastik - das vergessen leider viele allzu oft.
Liebe Grüsse
Djamila
_________________ Orient Academy
Akademie für klassischen & zeitgenössischen Oriental-Tanz
Kurse, Seminare & Ausbildung von Anfänger bis Profi
http://www.orient-academy.de
http://www.djamila.de
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Said

Beiträge: 127 Anmeldungsdatum: 05.04.2004 15:14
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Verfasst am: 06.06.2007 09:58
Titel: Fehlhaltung - Fehlinterpretation?
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| Zitat: | Amira schrieb:
na, da muss ich Bene Recht geben.
Klar ist das ne tolle Zusammenfassung, aber leider hilft das Menschen, die gar nicht wissen, was die Drei-Punkt-Belastung bei den Füßen sein soll, wenig weiter.
Und Powerhouse umfasst auch den Beckenboden, der Begriff kommt mW aus dem Pilates. Hätte ich vor einem Jahr oder so auch noch nix mit anfangen können. |
Also, natürlich ist es hier doch wohl allen bekannt, dass es mit "mal eben" über das Internet nicht erklärt werden kann, wie sich jeder ordentlich hinzustellen hat, oder? Da ich mir bei Dir, Amira, sicher bin, dass dies so ist, gehe ich nicht näher darauf ein...
Dieses Forum ist doch wohl eher dazu da, Anregungen und Tipps zu geben. Dies hat hervorragend funktioniert Felicitas hat festgestellt, dass sie sich unbedingt weiter mit diesem Thema auseinandersetzen muss und das - bitte schön - sollte schnell passieren und umfangreich - soweit es die Zeit zulässt.
Was wollen wir mehr, als Schüler/innen, die hinterfragen.
@Felicitas!
Ich freue mich natürlich, dass Du gleich an die DVD von Djamila geraten bist. Frage mich allerdings, ob sie es tatsächlich ist, denn Du schreibst weiter oben, sie würde auch zeigen, wie man es nicht machen solle... ???????
Ich war bei dem gesamten Dreh dabei... da muss ich wohl geschlafen haben... wir haben einstimmig gesagt, dass genau solche Äußerungen nicht mit aufgenommen werden, da es meistens das genaue Gegenteil bewirkt... Sollte uns da eine Anmerkung durchgerutscht sein? Ich glaube kaum!
@Pet'ra!
Ich finde zwar das Bild, Deines Links recht okay, die Beschreibung ist doch auch hier ziemlich "schwach"...
• Der Brustkorb soll hier aufgerichtet sein... was passiert bei den Meisten? Sie kippen den Brustkorb hinten ab, damit er "vorne aufgerichtet" ist. Gerade dies führt aber all zu oft und gerne zum allseits "geliebten" Hohlkreuz! Wo ist die Erwähnung des Polprinzips?
• Was mit den Knien zu passieren hat, ist nicht erwähnt. (Sie sollten immer Richtung Füße zeigen.)
• Die Fußbelastung ist dermassen allgemein beschrieben, dass jemand mit Spreiz- oder Senkfüßen niemals wissen wird, was eine optimale Belastung der Füße ist, denn für sie/ihn ist die Belastung so wie sie ist eben optimal, sonst würden sie ja so nicht laufen. (ich empfehle gerne zum Thema Füße die Spiraldynamik - einfach mal googlen oder gleich bei TaMeD schauen)
Alles in allem wird dort natürlich eine Grundhaltung besprochen, die nicht für das Tanzen bestimmt ist. Sie wirkt wenig elegant und für das Tanzen eher "ungeeignet", wenn auch im Prinzip richtig.
@Bene!
Ich möchte hier die Diskussion über ESTODA® nicht unnötig voran treiben, jedoch möchte auch ich (da ich es auch mit ins Spiel brachte) noch kurz anmerken, dass ESTODA® ein von TaMeD unterstütztes und bereits als tanzmedizinisch unbedenkliches System zur Erlernung der orientalischen Tanztechnik befürwortet wird. Zur Zeit sind zwar noch nicht alle möglichen Kombinationen untersucht (wie auch? Sind ja Tausende, wenn nicht mehr), jedoch wurde das System - und dies beruht in aller erster Linie auf dem aktiven Arbeiten aus den Beinen (Arbeitsbein) und somit den Knien, als absolut unbedenklich und unbedingt empfehlenswert eingestuft!
@all!
Was lernen wir daraus? 2 Dinge:
1. (Djamila schrieb es gerade) Tanzen ist keine Krankengymnastik, kann aber durchaus tanzmedizinisch unbedenklich sein.
2. Tanzen kann man nicht aus Büchern oder dem Internet lernen
Gruß Said
_________________ Said el Amir
Orientalischer Tanz Par Excellence
Wenn Du es kannst, so lasse ab vom Kleinen und suche das Große! (Gottfried Keller)
Foto: FOGU • R.Gutzmer@web.de
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amira almaas

Beiträge: 1145 Anmeldungsdatum: 21.12.2006 00:53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 06.06.2007 10:10
Titel:
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Said,
schön, dass wir uns einig sind, aber jetzt hast Du mich auch "unvollständig zitiert.
Ich schrieb nämlich noch dieses:
| amira almaas hat folgendes geschrieben:: |
Aber Haltung ohne persönlichen Kontakt mal schnell zu erklären, geht glaube ich auch gar nicht, oder?
......
Am Anfang ist unbedingt Hilfestellung notwendig.
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nur zu meiner Ehrenrettung
lg
Amira Almaas
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Pet`Ra

Beiträge: 732 Anmeldungsdatum: 25.01.2006 23:20 Wohnort: 32839 Steinheim
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Verfasst am: 06.06.2007 10:53
Titel:
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Hallo,
wahrscheinlich sind wir schon so sehr mit dem Thema Haltung und den dazugehörigen Begriffen vertraut, das einige Dinge für uns evtl. schon zu selbstverständlich sind. Das Bild, sollte nur allgemein und einfach für Laien verständlich sein . Deshalb finde ich eine persönliche Anleitung auch so wichtig. In jeder ersten Anfängerstunde wird es bei mir zum Hauptthema gemacht, obwohl die Teilnehmer es evtl. langweilig und zu sachlich finden. Jeder hat so seine eigenen Dysbalance, so daß man da nicht verallgemeinern kann.
Übrigens habe ich sehr lange -unter verschiedenen Stichpunkten- im Web suchen müssen, um überhaupt etwas zu finden, das finde ich sehr traurig und ärgerlich. Oder habe ich was übersehen???
Djamila`s DVD habe ich -auch weil sie kostengünstig ist- in den Kursen empfohlen, da ich weiß, daß meine Schülerinnen, in Punkto Haltung sehr sensibilsiert sind. (Gebe Kurse unter "Gesundheitsaspekt"/nicht leistungsorientiert).
| Zitat: | | Später hat mir das Buch "Vancenetics" noch sehr weitergeholfen, obwohl wahrscheinlich auch nciht mehr ganz aktuell. Ist glaube ich auch nicht mehr zu kriegen. Und ich habe zu diesem Zeitpunkt schon ne ganze Weile getanzt, mich also selbst schon ganz anders wahrgenommen und schon einiges gewusst. |
Das Buch habe ich auch, sehr empfehlenswert, finde es auch nicht veraltert. Sehr gut für Laien erklärt. Ich denke, es wird nicht mehr bestellbar sein.
Liebe Grüße
Pet`Ra
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