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Foren-Übersicht Ist das nicht ein schöner Pfeil :-) Reiseberichte Ist das nicht ein schöner Pfeil :-) Damaskus - Perle des Orients

Damaskus - Perle des Orients


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Silva


Beiträge: 284
Anmeldungsdatum: 07.01.2005 15:29
Wohnort: Stuttgart
Verfasst am: 22.03.2005 14:17
Titel: Damaskus - Perle des Orients
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Nun habe ich angefangen und wie es mir scheint, meine Träumereien über Damaskus werden nie enden. Und so habe ich beschlossen, diesen Bericht in zwei wenn nicht sogar drei Teile zu schreiben.


Teil I - Erste Eindrücke, Drusenhochzeit, Christenviertel, Märchenerzähler

Vor Jahren schenkte mir eine Bekannte die Hör-CD "Murmeln meiner Kindheit", erzählt von Rafik Schami. Ein Hörgenuß, der schon nach wenigen Miuten das heimische Drumherum verschleierte und mich in die verwinkelten Basare, durch herrlich duftende Gewürzmärkte und in die damaszener Altstadt entführt. Ohne die Stadt zu kennen, hatte ich mich schon damals in die Perle des Orients verliebt.

Lange später ergab es sich, dass eine Stuttgarter Tänzerin mit ein paar Bekannten eine Reise nach Syrien plante und ein Treffen mit den Mitreisenden zum näheren Kennenlernen bei einem arabische Ehepaar (sie Syrerin, er Ägypter) arrangierte. Normaler weise ist es nicht so ganz mein Ding, im Pulk zu reisen, machte jedoch einmal eine Ausnahme, die bis heute noch nachhaltige Erinnerungen wach ruft.

Unsere gesamte Organisation bestand aus 7 gebuchten Flugtickets Stuttgart/Wien/Damasus und retoure, 7 Pässe mit Visum und einem Fax (mit dem wir unseren Aufenthalt avisierten) an eine kleine Pension in Damaskus in Citynähe. Den Rest wollten wir dann vor Ort entscheiden und spontan tun, was uns gefällt und wo es uns hinzieht ......

Am 1. November 2003 ging es dann ab dem Stuttgarter Airport los. Jede von uns hatte ja einen Reiseführer unterschiedlichster Ausführungen und so planten wir gleich hoch über den Wolken unser Abendprogramm mit einem Bummel durch den bekannten Suq el Hamidiye. Kaum in Damaskus gelandet, wechselten wir gleich auf dem Flughafen einen Teil unserer Euros in syrische Pfund und Piaster (kein Unterschied zu den Geldwechselstuben im Centrum). Mit zwei Taxifahrern handelten wir einen fairen Preis aus und standen nach einer halsbrecherischen Fahrt vor unserem idyllischen Quartier "El Rabie", streckten unser Fax dem erstaunt blickenden jungen Mann hin.
Stillschweigend schaute er uns ein paar Minuten an, reagierte weder auf englisch, deutsch noch auf minimalstes arabisch unsererseits - seine Reglosigkeit machte uns schon nervös und unruhig - plötzlich schüttelte er den Kopf, Zimmer für uns oder ein freies Bett hätter er keines, unser Fax, das kennt er nicht, aber alles kein Problem, ein Freund von ihm hat auch ein Hotel, da bringt er uns jetzt hin, morgen sollen wir wieder kommen, vielleicht hat er dann was für uns.
Arabisch Mann vornedraus, im Gänsemarsch sieben kichernde Frauen mit geräuschvoll hinter sich herziehenden Koffern durch engen Gassen über Pflaster-Huppelsteine zu dem ebenfalls citinahen Hotel.

Was wollen sieben Frauen noch mehr, ein Dreibett- und ein Vierbett-Zimmer als Erste-Nacht-Notlösung. Diese "Notlösung" behielten wir dann für die gesamte Dauer unseres Urlaubs, allerdings mit einem zusätzlichen Zimmer bei, handelten einen akzeptablen Preis aus und bezahlten pro Bett im Mehrbettzimmer je 6 Euro und ich als Extrawürstchen in einem Einzelzimmer 10 Euro – und es waren sehr saubere Zimmer mit Dusche, Klimaanlage und guten Betten. Das Al Assima New Hotel hatte eine wunderbare Dachterrasse mit einem traumhaften Panoramablick, auf der wir jeden Morgen frühstückten, nebenbei dem Ruf des Muezzin lauschten und oftmals abends nach unseren erlebnisreichen Touren unterm Sternenhimmel noch einen Schlummertrunk nahmen. Und so konnte es passieren, dass wir bis zum lauten Kanonenschuß, der den Beginn des täglichen Fastens ankündigte, auf der Dahterrasse saßen. Ja wir waren in den ersten Tagen des Ramadan nach Damaskus gereist.

Neugierig auf den vielbeschriebenen Suq el Hamidiye stürzten wir uns gleich am ersten Abend in das Gewusele, überquerten stark befahrene Straßen im halsbrecherischen Zickzacklauf und standen dann vor der Zitadelle, dem Eingang des Suq. Noch wollten wir uns nicht dem Labyrinth der verwinkelten Seiten-Gassen hingeben, wir hatten ja noch so viele Tage Zeit. Schon alleine dieser breite Gang bot uns alles, was das orientalisch pochende Herz begehrt und die Augen erhaschen und bestaunen konnten, Bekleidung, Kunstgegenstände, Wasserpfeifen, Lampen aller Arten und Größen, Kitschiges und Wertvolle, ja sogar einen Pudding- und Eis-Salon. Diesem Genuß konnten drei unserer Mädels nicht wiederstehen und lutschten an dem himbeerroten Eis, wohl wissend, dass der nächste Tag ein WC-Erlebnis mit sich bringen kann. Der große Sug el Hamidiye endet direkt hinter dem römischen Torbogen an der Omayyaden-Moschee.
War es Zufall oder war es Glück, wir hatten schon gleich am ersten Abend (und alle weiteren) ein sehr gutes Restaurant hinter der großen Moschee erwischt. Vorspeisen in allen Geschmacksnuancen, Hauptgerichte in den unterschiedlichsten Zubereitungsarten und traumhaft verführerische Desserts wurden zu unserer Lieblingsbeschäftigungen, hielten diese Schlemmerorgien auch auf Fotos fest, um uns zu Hause noch einmal gedanklich in die Leckereien reinzulegen. Für ein reichhaltiges und sehr schmackhaftes Essen mit allem drum herum bezahlten wir zwischen 3 bis max. 10 Euro und immer wurden wir mehr als nur satt.

Damaskus bzw. Syrien ist bekannt für sein hervorragende, man sagt sogar weltweit besten, Süßspeisen und vorzüglichem Gebäck. Schon von weitem zieht der Duft der vielen Bäckereien und Konditoreien in die Nase. Baklawa in unzähligen Variationen, Sesamplätzchen mit oder ohne Pistazien, mit Nüssen und Honig gefüllter Hefeteig, Kekse und unbeschreiblich betörende Torten – die Stadt der 1001 Süßigkeiten. Ständig hielten wir Tütchen in der Hand, gefüllt mit diesen kalorienreichen Köstlichkeiten und schmachteten mit vielen oh’s und hmm’s dahin. Allerdings haben wir uns tagsüber während des Ramadans zum Essen oder Trinken immer in eine stille Ecke (z.B. Azem-Palast) verzogen.

Schon am nächsten Tag suchten wir ein Touristikbüro auf, charterten einen Privatfahrer mit einem Minibus und planten mit ihm unsere Ausflüge nach Malula, Krak des Chevaliers und zu einem fernen Dorf, um Verwandte unserer in Deutschland lebenden Freunde zu besuchen.

Bei diesem Familien-Besuch spürten wir die Freundlichkeit, Zuvorkommenheit und vor allem das frei auf andere Menschen zugehen auf angenehmste Weise. Wir sind niemals mürrischen oder unfreundlichen Syrien begegnet.
Diese Familie empfing uns Fremde, die wir ja für sie waren, herzlichst und schon gleich nach der Begrüßung saßen wir binnen kürzester Zeit im grünbeflanzen Innenhof des großen Hauses um einen reich gedeckten Tisch und probierten von diesen und von jenen Speisen, wurden von einem nach dem anderen Verwandten in dessen Haus geführt und dort ebenfalls reichlich bewirtet.
Es ist eine christliche Familie, die uns auch erzählte, dass sich in Syrien die Christen an einer von ihnen gewünschten Körperstelle das Glaubenszeichen eintätowieren lassen. Voller Stolz zeigten uns die Männer das auf Schulter, Oberarm oder am Handgelenk versehene unschlöschbare Bekenntnis.
Im Dorf fand eine Drusenhochzeit statt, zu der wir spontan eingeladen wurden. Ein Ereignis besonderer Art, das fröhliche Feiern und Tanzen der Männer auf der Straße wurde durch große Tücher, die über die Straße gespannt wurden, vor den Blicken neugieriger Frauen geschützt und die Musik, das Lachen und Rufen der Männer hallte durch die Gassen. Die Frauen feierten am anderen Ende des Ortes in einer geschützten Halle. Immer wieder schritt die Braut durch die Halle, zeigte ihr neues Kleid, präsentierte stolz ihre goldberingten Finger, Arm- und Halsschmuck, all das war ihr Brautgeschenk vom Bräutigam und dessen Familie. Danach tanzten die Freundinnen, Mütter und Gäste, derweilen schlüpfte die Braut in ein neues Kleid, legte neuen Schmuck an und die ganze Vorzeigerei ging von vorne los – und dies sieben Tage/Abende lang bis zur Hochzeit.
Druse kann man nicht werden, man wird als Druse geboren. Wer mehr Infos über diese Glaubensrichtung möchte, kann hier nachlesen: www.libanon-info.de/lib/reli/relidr.html.

Aus unseren Reiseführern wußten wir, dass es auch ein Christen- und Judenviertel in Damaskus gibt. So richtig vorstellen konnten wir uns allerdings nicht, dass dies ein unkompliziertes Nebeneinander sein konnte. Irrtum. Ein einziges Tor das in den gemeinsamen Vorhof von zwei aneinander gebaute Gotteshäuser führt, links die Moschee, rechts die Kirche, gemeinsame Gebetszeiten. Zufälligerweisen kamen wir gerade vorbei, als der Gottesdienst beendet war und die Menschen kamen aus den Portalen, reichten sich die Hände, begrüßten sich herzlich, unterhielten sich lachend – keine Spur von Unverständnis.


Vorbei an vielen Handwerker- und Souvenirläden entlang der Südmauer der Omayyaden-Moschee bis zum Osttor, die Treppen hinunter und wir stehen vor dem berühmtesten Café von Damaskus, dem Noufara, das ehemals nur für Männer den Zutritt erlaubte. Bunt gemischt sitzen die Männer teilweise in normaler Kleidung aber auch in traditionelle Pluderhosen, Schärpe und Weste an den kleinen runden Tischen, vor ihnen Tee oder starker schwarzer Kaffee, nuggeln genüßlich an ihrer blubbernden Nargileh und hören gespannt dem Hakkawati (Märchenerzähler) zu, der auf einem Podium sitz und mit seiner Gerte immer wieder seine Erzählungen mit einem Hieb auf den Tisch unterstreicht. Faszinierend, wie die Männer auch heute noch dem Hakkawati lauschen, die Welt um sicher herum vergessen, immer wieder lautstark dazwischen rufen, als ob sie selbst am Geschehen beteiligt sind. Auch ohne die arabischen Legenden zu verstehen, war es für uns beinahe allabendlich zumindest für einen Tee mit *** einen Besuch wert. Zwischenzeitlich ist das Café Noufara für Männer, Frauen, Einheimische und Fremde ein beliebter Treffpunkt geworden.


Im nächsten Teil erzähle ich über:
Sehens- und erlebenswertes in Damaskus, Restaurant Abo Al-Ezz und der berühmte Sänger Asmad Raschid, Omayyaden-Moschee, Azem-Palast, Grabmal Saladins, Paulustor, Ananias-Kapelle, Malula, Krak des Chevaliers

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Zuletzt bearbeitet von Silva am 04.04.2005 18:12, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Kaydeera


Beiträge: 81
Anmeldungsdatum: 18.01.2005 13:01
Wohnort: 85221 Dachau
Verfasst am: 22.03.2005 19:31
Titel:
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Liebe Silva,

ich warte in dem Restaurant hinter der Moschee bis Du mich abholst zum 2. Teil der Damaskus-Erkundung...

Hat mir gut gefallen, Dein Bericht, Du schreibst sehr lebendig. Freue mich schon auf den nächsten Teil.

Liebe Grüße

Kaydeera
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Silva


Beiträge: 284
Anmeldungsdatum: 07.01.2005 15:29
Wohnort: Stuttgart
Verfasst am: 23.03.2005 19:43
Titel:
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Hi Kaydeera,

mußt noch eine Nargileh rauchen, einen Tee dazu trinken und mit dem Dunkeläugigen am Nachbartisch ein bißchen plaudern. Am Freitag hole ich Dich im Café Noufara ab, wir fahren dann nach Malula.
Heute hatte ich absolut keine Zeit, und konnte deshalb nicht an dem Bericht weiterschreiben.

Lieben Gruß
Silva

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Kaydeera


Beiträge: 81
Anmeldungsdatum: 18.01.2005 13:01
Wohnort: 85221 Dachau
Verfasst am: 23.03.2005 20:24
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Liebe Silva,

kein Problem, ich probiere einfach alle Süßigkeiten durch, da bin ich eine Weile beschäftigt und von ***-Tee kann ich auch nicht genug kriegen.

Mach' Dir bloß keinen Stress mit der Fortsetzung. Gut Ding will Weile haben und zweiteilen kann man sich auch nicht. Ich werde ab morgen (leider) auch wieder arbeiten müssen und da bei uns wegen personeller Veränderungen gerade einiges drunter und drüber geht, wird das ein stressiges Wochenende. Aber ich bin ja ausgeruht und erholt.

Liebe Grüße

Kaydeera
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Silva


Beiträge: 284
Anmeldungsdatum: 07.01.2005 15:29
Wohnort: Stuttgart
Verfasst am: 25.03.2005 13:16
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Damaskus - Perle des Orients - Teil II

Sednaya – Malula – Jebel Qassyun

Anfang November war geradezu eine ideale Reisezeit, wolkenloser Himmel, die Sonne strahlte noch jeden Tag, hatte aber nicht mehr diese stechende Hitze und am Abend kühlte es merklich ab. Schnell hatten wir uns an den morgendlichen Kanonenschuß und Ruf des Muezzin gewöhnt und so wurde er auch für uns zum Weckruf.

Schon recht früh stand unser Fahrer mit seinem Minibus startklar vor der Tür, Malula sollte unser Ziel sein. Habe ich seinen Namen vergessen oder haben wir erst gar nicht danach gefragt? Nun, dann nenne ich ihn jetzt Farid.
Entlang den Ausläufern des Antilibanon fuhren wir durch eine kurzweilige Landschaft, die immer mehr zu Stein- und Sandwüste wurde, machten unseren ersten Stop bei dem von Weingärten umgebenen griechisch-orthodoxen Dörfchen Sednaya und dem Pilgerziel der levantinischen Christen "Nortre Dame de Sednaya", in dem sich das von dem Evangelisten Lukas gemalte Portrait der Jungfrau Maria befindet.

Während unserer Weiterfahrt nach Malula gab es dann einen kleinen Crash zwischen unserem Bus'le und einem PKW. Ruhig und gefasst stieg Farid aus, palaverte kurz mit dem Unfallbeteiligten herum, beide begutachteten die jeweiligen Kleinschäden, verabschiedeten sich lachend und jeder fuhr dann wieder weiter - wo blieb denn da die Versicherungskarte, der Austausch der Telefonnummern oder gar die Polizei?

Das Felsendorf Malula mit seinen eng aneinander an den Fels gebauten Häusern, liegt ca. 1500 Meter hoch und ist rund 60 km von Damaskus entfernt. Hier und in den beiden Nachbardörfern wird noch heute aramäisch - die Sprache Jesu – gesprochen und von den Eltern an die Kinder weitergegeben. In Malula fühlten wir uns sehr wohl, genossen die Landschaft und verweilten lange in dem Kloster St. Sergius, in dem sich der im 4. Jahrhundert errichtete Altar, somit einer der ältesten der Welt, befindet. Später wanderten wir durch die Felsenschlucht Faj, durch die einst die heilige Thekla vor ihren Verfolgern floh und kamen so zu der heiligen Grotte, die das Pilgerziel vieler Gläubigen ist. Im Kloster St. Sergius konnte ich mir neben Weihrauch auch noch die Ostermesse in aramäischer Sprache (leider nur Kassette) für ein paar Piaster mitnehmen.

Farid hatte zwischenzeitlich gemeinsam mit Einheimischen die Beule und die Spuren der morgendlichen blechernen Straßenbekanntschaft bearbeitet und verwischt, strahlte uns an und machte ein verheißungsvolles Gesicht. Oh ja, wir waren in sicheren Händen, lehnten uns zurück, tauschten unsere Eindrücke aus, fuhren los, freuten uns auf eine Dusche, ein herrliches Abendessen und noch einen Streifzug durch die Suqs.
Ach, unser stiller Farid, er hatte sich doch eine Überraschung für uns ausgedacht und so fuhr er mit uns auf den Jebel Qassyun, sogenannter Hausberg von Damaskus. Wir wurden schon ganz hippelig, es nahte das tägliche Fastenbrechen "Iftar" und so kruschtelten wir in unseren Rucksäcken, eine hielt die schon geöffnete Wasserflasche bereit, die andere ein paar Kekse, ja sogar ein Müsliriegel wurde schnell aufgerissen, dies wollten wir dann Farid hinstrecken, damit er endlich was zu essen und trinken bekam - aber Farid grinste verlegen, winkte dankend ab, stoppte auf einer Aussichtsplattform und deutete verheißungsvoll auf Damaskus. Was wir zu sehen und hören bekamen, wird uns wohl immer in Erinnerung bleiben.

Wir hatten einen gigantischen Blick über Damaskus, die Sonne verschwand immer mehr und es begann zu dämmern, die grünen Lichter der noch 70 benutzten Damaszener Moscheen flammte nach und nach auf, der Verkehr erstarb völlig, kein Geräusch war zu hören, plötzlich der erlösende Kanonenschuß, dessen Rauchschwaden sich über Damaskus verzogen, gleichzeitig setzten 70 unterschiedliche Muezzinrufe ein, hallten durch die Dunkelheit herauf zu uns .... Iftar ... Hunderttausende Löffel tauchen in die Suppen .... das Frühstück konnte beginnen.

Frühstück? Auch ich habe es lange nicht gewußt, Essen vor dem Sonnenaufgang ist das Abendessen und nach Sonnenuntergang das Frühstück, das jeweils mit einer leichten Suppe oder einer Dattel begonnen wird.

Die Straßen von Damaskus sind ungefähr eine halbe Stunde vor Iftar voller geschäftiger Menschen, an den Bäckereien und Lebensmittelgeschäften herrscht drängelnder Hochbetrieb, in den Bussen findet sich kaum noch ein freier Platz, die Autos fahren nur noch hupend und chaotisch, kurz vor Iftar werden in allen Geschäften lautstark die Rolläden heruntergelassen und Momente vor dem ersehnten Kanonenschuß ist in sekundenschnelle ganz Damaskus wie ausgestorben und ein fast menschenleerer Ort.
Vereinzelt sitzen Straßenverkäufer unter ihren Verkaufstischen und essen die auf einem Tuch ausgebreiteten Speisen mit höchstem Genuß.
Nach dem Essen beginnt wieder das geschäftige Treiben. Auch tagsüber während der Fastenzeit verläuft alles ohne große Einschränkungen normal. Die Geschäfte haben geöffnet, Lebensmittel werden ver- und gekauft, sogar die Saftläden pressen die herrlichen Säfte aus frischen Früchten, aber die Verkäufer sehen es nicht gerne, wenn man direkt vor ihrem Stand den köstlichen Saft trinkt, so standen wir dann auch immer etwas weiter weg in einer geschützten Ecke. Wir drei Raucherinnen passten unsere Paffgewohnheiten natürlich auch etwas an und hatten immer einen eigenen Aschenbecher dabei, obwohl wir immer wieder spürten, dass die Syrer gegenüber Nichtfastenden sehr verständnisvoll und tolerant sind.

Abends füllen sich die Suqs, es wird um ausgefallene Stücke gefeilscht und gehandelt, Konditoreien bereiten Süßigkeiten, die es nur während des Ramadan gibt, junge Männer, auch Frauen, flanieren an den Cafés vorbei, in den Lokalen sitzen an langen Tischen festlich gekleidete Familien .... die Nacht wird zum Tage gemacht. Je näher das dreitägige Fest "Id al fitr" am Ende des Fastenmonats kommt, je brodelnder und geschäftiger wird es.


Tanzende Derwische & Asmad Raschid im Restaurant Abo el-Azz

Wieder einmal rein in den Suq, im letzten Gang vor der Moschee nach links, in den versteckten Zugang zum Restaurant Abo el-Azz, unzählige Stufen nach oben. Dieser Eingang liegt wirklich ziemlich versteckt, auch bei unserem zweiten Besuch hätten wir beinahe den unscheinbaren Zugang zum Restaurant übersehen.
Im Abo el-Azz hat man die Wahl an normalen Tischen zu sitzen oder sich noch eine halbe Etage höher unter dem Zeltdach auf niedrigen gepolsterten Bänken in dem Flair eines Berberzeltes niederzulassen. Der Kellner ersparte uns das mühsame Buchstabenklauben der arabisch geschriebenen Speisekarte, seine Empfehlung: Menü nach Art des Küchenchefs. So kam er dann auch schon gleich mit vielen, vielen Schälchen und Tellerchen. Vorspeisen und Hauptgericht wurden beinahe zeitgleich aufgetragen, Baba ghanush, Burrak, Jabra, Jalanshi, Kusa mahschi, Bet`en`schan maschi, Kubbe, Humus-Musabaha, M`tabal, Tabbule, Oliven, Labane und Fasulije bil Zayt, gegrillte Tomaten und verschiedenes gegrilltes Fleisch, Salate, Reis und, und, und. Ach, konnten wir schlemmen und dieses herrliche Menü genießen. Crem‘speisen, verschiedenes Gebäck und frisches Obst, satt und pfropenvoll war dies kaum noch zu schaffen. Tee und Kaffee wurde uns immer und immer wieder nachgeschenkt. Insgesamt bezahlte jede von uns für diese Gaumenfreude 12 Euro.

Der Abend im Abo el-Azz war im wahrsten Sinne des Wortes fernsehreif. Während des Essens spielten Live-Musiker, die Gäste bekamen glänzende Augen, sangen mit, tanzten im Sitzen mit erhobenen Armen, gaben reichlich Beifall und pafften aufgeregt ihre Wasserpfeife, Frauen standen auf und tanzten zu der rhythmischen traditionellen Musik. Fasziniert schauten wir dem tanzenden Derwisch zu und waren total begeistert, als noch ein Sänger in Begleitung eines Kamerateams mit tobendem Applaus empfangen wurde. Asmad Raschid, ein in Syrien sehr bekannter Sänger, der eine Sendung über das Leben während des Ramadan drehte.
Mann'oh'mann hatte Asmad Raschid was drauf, wir waren genau so hingerissen wie die Einheimischen und rutschten ebenso unruhig auf unseren Stühlen hin und her. Immer wieder hört man ja, dass Araber blonde Frauen schätzen, ob dies stimmt? Weder uns noch dem Kameramann blieb verborgen, dass Asmad Raschid an unserem Blondschopf Gefallen fand, sein Herz-Schmerz-Gesang, seine Blicke und die Aufforderung mit ihm zu tanzen waren ohne Worte deutlich zu verstehen. Es war ein Abend voller Fröhlichkeit, der noch in den nächsten Tagen eine Nachfreude hatte, denn unerkannt konnten wir nicht mehr durch Damaskus schlendern. Von allen Seiten kamen freudige Zurufe und "hallo, ihr seid doch die Frauen, die im Fernsehen kamen, wo kommt ihr den her", so wußten wir, dass in Syrien Fernsehen zum alltäglichen gehörte.


Omayyaden-Moschee

Für den Besuch der Omayyaden-Moschee nahmen wir uns reichlich Zeit. Der Eingang am Westtor Bab al-Barid bleibt Touris verwehrt, so mußten wir uns erst mal ein Besucherticket kaufen und wurden auch gleich in ein Kleiderkämmerchen geführt, mußten einen dunklen Kapuzenmantel, der bis zu den Zehen reichte, anziehen, unter dem Kopftuch durfte nicht ein einziges Haar herrausschauen, erst jetzt konnten wir unsere Schuhe am Touristen-Eingang der Moschee, dem Madhanat al-Arus (Brautminarett), ausziehen und uns den überwältigenden Eindrücken hingeben
Omayyadenmoschee, Vorhof zum Paradies, ein Ort der Ruhe, des Gebets, auf von Bränden und Verwüstung immer wieder aufgebaute Kultstätte. Zeugnisse der Geschichte vereinen sich, ehemals in der vorchristlichen Zeit Tempel des aramäischen Gottes Hadad, später an der selben Stelle von den Römern errichtete Jupitertempel, in der christlichen Zeit als Basilika umgestaltet und Johannes dem Täufer geweiht, errichteten nach der islamischen Eroberung Muslime die noch heute bedeutenste Omayyadenmoschee, in der täglich tausende Gläubige zu Allah beten.

Der grandiose Innenhof (50 x 120 m) mit dem Schatzhaus und dem Reinigungsbrunnen wird von gewaltigen Arkadengängen umschlossen. Malereien und Mosaiken in harmonischer Farbgebung faszinieren mich und lassen mich lange in diesem Innenhof verweilen bevor ich den weitläufigen (136 x 37 m) Gebetssaal, den al-Haram, auf einem gewaltigen Teppichmeer betrete. Hier steht der Schrein, in dem das Haupt Johannes des Täufers ruht, an dem viele hilfesuchende Christen und Muslime beten und ihre Hände auflegen.
In der Weitläufigkeit der Moschee wird gebetet, ausgeruht, meditiert, im Koran gelesen. Fünfmal am Tag versammeln sich die Gläubigen beim Ruf des Muezzin in langen Reihen vor den Gebetsnischen. Hier hatte ich für einen Moment alles um mich herum vergessen ..... Damaskus, Paradies des Orients.

Nun werde ich erst mal im Azem-Palast einen Tee trinken und den herrlichen Garten genießen ... und später noch mehr erzählen

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Silva


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Anmeldungsdatum: 07.01.2005 15:29
Wohnort: Stuttgart
Verfasst am: 25.03.2005 19:46
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Damaskus - Perle des Orients

Teil III



Nach einer kleinen Ruhepause im Garten des Azem-Palastes möchte ich nun den dritten und letzten Teil meiner Damaskus-Reise erzählen.


Über Jahrtausende ist die Altstadt von Damaskus gewachsen, ähnelt einem Labyrinth und hat doch eine Struktur, mit der wir uns sehr schnell zurecht fanden. Ein stiller Platz, an dem wir uns ausruhen und einen Tee trinken konnten, ist der Azem-Palast, der sich mitten in der Altstadt nahe der großen Moschee befindet. Mitte des 18. Jahrhundert wurde dieser Palast für den osmanischen Gouverneur Assad Pascha al-Azem mit einem unermesslichen Aufwand an feinsten Materialien als dessen Residenz erbaut. Heute ist es ein prachtvolles National-Museum, in dem syrische Kunst und Volkstradionen untergebracht sind. Jede Räumlichkeit wurde entsprechend der damaligen Lebensweise mit Möbeln, Haushaltsgeräten, lebensgroßen Puppen und nachgestellten Szenen ausgestattet. Zwischen Wasserbecken unter schattenspendenden Bäumen in dem groß angelegten Garten herrscht eine lauschige Ruhe und eine wohltuende Kühle. Zufälligerweise lernten wir den dortigen Ethnologe kennen, der vor über 20 Jahren in Leipzig studiert hatte. Mit seiner persönlichen Führung durch die unterschiedlichen Gebäude und den Erklärungen machte er uns eine besondere Freude. Hinterher saßen wir noch lange bei ihm im Büro, er hinter einem gigantischen Schreibtisch, wir davor alle sieben auf eine Ledercouch gedrängt.
Ein Jahr später, als Nicole und ich auf unserer Jordanientour eine Stippvisite in Damaskus einlegten, machten wir wieder einmal eine Teepause im Azem-Palast und wurden von ihm wieder aufs herzlichste begrüßt.


Die Zeit einer 10tägigen Reise reichte nicht aus, alles Sehenswerte in Ruhe zu genießen. Wir wußten, dass wir wieder kommen würden und so machten wir uns keinen Besichtigungsstress.... wollten doch alle (ich nicht) noch einen syrischen Hammam genießen. Nahe der Koranschule befindet sich der berühmte Hammam Nuredin, allerdings ist dieser nur den Männern vorbehalten, als wir mit gemächlichen Schritt vorbei schlenderten, konnten wir doch einen kurzen Blick in dieses prachtvolle und pompöse Bad erhaschen.
Heute sind in Damaskus noch rund 25 von ehemals hunderten Badehäusern in Betrieb. Früher war es ein Ort der Kommunikation, plaudern, scherzen, essen trinken und Geschäfte abschließen. So kauften wir Käse, Tomaten, Oliven, Brot und Getränke ein, ich begleitete die Frauen bis zum Eingang und verschwand wieder in den Wirren der Altstadt und fühlte mich in dem Obst- und Gemüse-Markt zwischen fuggernden, kreischenden und zeternden Menschen, die beim Abschluß eines Geschäfts sich beinahe freundschaftlich in die Arme fallen, rund um wohl.


Von der Zitadelle aus entlang der Stadtmauer, am jüdischen Viertel vorbei, kamen wir zum Bab Kisan, der Pauluskirche, Mosaiktafeln erzählen die Begebenheit, wie Saulus zu Paulus wurde und zu seiner Flucht mit einem Korb die Stadtmauer hinunter gelassen wurde. Gingen weiter zu der unterirdischen Ananias Kapelle und waren wieder im christlichen Viertel. Wir liesen uns erzählen, dass früher die Straßen ungefähr 25 Meter breit waren, trotzdem überkam mich ein unbeschreibliches Gefühl, als ich auf diesen geschichtsträchtigen Wegen ging.
Auf der geraden Straße (dies ist der wirkliche Straßenname), kamen wir am römischen Torbogen vorbei und sind dann wieder mitten in den Suqs der Altstadt. Damaskus ist eine Stadt der Kontraste und die vielen Besatzungsmächte ob ägyptisch, babylonisch, persisch, aramäisch, griechisch, römisch, byzantinisch oder arabisch, alle haben sie Zeugnisse ihrer Besiedlung hinterlassen und gehören wie selbstverständlich zu der seit über 1500 Jahren durchgängig bewohnten Stadt.


Bei unseren Streifzügen durch die quirligen Suqs und Seitengassen kauften wir unzählige Dinge. Seidenstoffe, Brokattischdecken, Kissenbezüge, Intarsienarbeiten, Lampen, vielerlei Gewürze, Kaffee, kiloweise Paillettenbänder, Straßsteine, Diademe und Halsschmuck, Haarteile, Tibalzubehör, CD’s und auch in der Apotheke preisgünstige Medizin, die unserer hiesigen in nichts nachsteht, dafür aber um vielfaches preisgünstiger ist. Wir kauften, kauften, die Koffer wurden immer voller, garantiert Übergepäck.


Auf keinen Fall entgehen lassen wollten wir uns den Besuch in einer Karawanserei. Die berühmteste und größte ist Khan Asad Pascha. Die mächtigen Kuppeln ruhen auf riesigen Pfeilern, die um einen Brunnen im Innenhof gruppiert sind. Im unteren Teil der Karawanserei wurden die Tiere verpflegt und untergebracht. In den oberen Stockwerken geht es von Arkadengängen in die einzelnen Kammern. Ein monumentales Gebäude, dessen Heizungs- und Belichtungssytem durch das schwarz-weiße Gemäuer geregelt wird. Kaum vorstellbar, wie damals der rege Handel auf der Seidenstraße florierte.


Zum Abschluß unserer Syrienreise wollten wir noch zu der Kreuzritterburg Krak des Chevaliers. Schon von weitem ist die gewaltige Burg auf dem 755 m hohenJebel Khalil zu sehen. Auf der Burg bot sich uns ein atemberaubender Blick über die Weite, wir meinten sogar das Mittelmeer zu sehen. Gute Schuhe waren notwenig, als wir durch die vielen Gänge, Räume und den 120 m langen Rittersaal auf unebenem Boden herumstolperten. 5000 Ritter fanden in der Burg Platz. In der ehemaligen Kapelle sang ein Dorfjunge mit makellos reine Stimme. Oh, da lief es mir eiskalt den Buckel runter.
Während unseres Rundgangs begegneten wir vielen Rittern, meinten zuerst, dies gehöre zur Touristen-Attraktion, bald stellte sich aber heraus, dass die Ägypter dort einen Film drehten. Der Hauptdarsteller lies sich natürlich gerne von uns fotografieren. Für die Besichtigung benötigten wir die Hälfte des Tages und waren dann auch ziemlich geschafft. Auf dem Rückweg döselte jede vor sich hin, die Nacht sollte ja wieder einmal zum Tage gemacht werden.

So langsam mußten wir an die Heimreise denken, Abschiednehmen von Damaskus ... Tränen gab es keine (oder etwa doch?), aber dennoch war es uns schon etwas wehmütig. Einige von uns waren zwischenzeitlich wieder dort und werden in naher Zukunft wieder durch die Suqs schlendern, Süßigkeiten naschen und im Noufara Wasserpfeife rauchen.


Die Grundkosten unserer 10tägigen Reise waren erschwinglich.
Flug 550 Euro, 10 Tage Übernachtung 60 Euro (für mich im EZ 100 Euro), 10 Tage Essen, Trinken, Tagesverpflegung, Schleckereien ungefähr 100 max. 120 Euro, dazu kamen noch die Ausflüge und Eintrittsgelder. Das teuerste waren unsere Einkäufe, obwohl diese einzeln gesehen mit geschicktem Handeln recht günstig waren.

Anfang des 12. Jahrhunderts schrieb ein andalusischer Reisender:
"Wenn es das Paradies auf Erden gibt,
dann gehört Damaskus ohne Zweifel dazu,
und wenn das Paradies im Himmel liegt,
dann ist Damaskus sein irdisches Gegenstück"

wieder andere sagen:
"Damaskus ist wie eine geheimnisvolle Frau,
die jeden durch ihren Charme betört"


Ich sage: "Damaskus ist DIE Stadt, in die ich mich verliebt habe,
sie hat mir ein Gefühl des "zuhause sein" gegeben"


Silva

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Kaydeera


Beiträge: 81
Anmeldungsdatum: 18.01.2005 13:01
Wohnort: 85221 Dachau
Verfasst am: 26.03.2005 13:07
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Liebe Silva,

DANKE!

Ich fühle mich nach dem Lesen wirklich ein bisschen so, als sei ich dabei gewesen.

Liebe Grüße

Kaydeera
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Silva


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Anmeldungsdatum: 07.01.2005 15:29
Wohnort: Stuttgart
Verfasst am: 27.03.2005 08:27
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Hallo Kaydeera,

schön, dass es Dir auf unserer Reise gefallen hat ..... stundenlang kann ich in die Ferne schweifen und vor mich hinträumen.... das wieder "hier sein" fällt mir oftmals sehr schwer.

Im Herbst letzten Jahres waren wir (Nicole + ich) in Jordanien und Syrien, wir planen schon wieder unsere Herbsttour. Wieder Jordanien, diesmal mit ein paar Nächten in der Wüste, nochmals eine Nachtwanderung im nabatäischen Petra, Totes Meer, Madaba, vielleicht Abstecher in den Libanon, nochmals Damaskus ...... Mitreisende sind gerne willkommen.

Wünsche Dir schöne Osterfeiertag
Silva

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Aufrichtigkeit ist eine bittere Medizin - für den Patienten ebenso für den, der sie verabreicht.
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Marcello
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Beiträge: 880
Anmeldungsdatum: 09.02.2004 01:27
Verfasst am: 02.04.2005 00:21
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da ich aus dem urlaub zurück bin (und ostern gut überstanden habe) hatte ich endlich mal gelegenheit ein bisschen zu lesen.



ein hammer reisebericht icon_exclaim.gif

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tivolinda


Beiträge: 75
Anmeldungsdatum: 23.07.2007 11:24
Verfasst am: 06.01.2008 20:55
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Hallo Silva!
Und? Warst du mal wieder da? Ist der erste Eindruck geblieben?

Damaskus ist eine wirklich faszinierende Stadt. Allerdings habe ich sie auch von einer anderen Seite kennengelernt. Das möchte ich aber gar nicht weiter ausführen, um nicht den schönen Klang deines Berichtes zu stören. Ich war nach dem Abi 4,5 Monate dort.

Wenn ich aber mal wieder den Zauber spüren wollte, bin ich mit einer Freundin einfach nach Bab Touma gefahren, durch die Gassen bis zur Moschee und durch den Soukh geschlendert. Es gab auch verschiedene kleine Restaurants/Cafés in die wir gerne gegangen sind. In diesen wunderschönen und wunderschön restaurierten Häusern in Bab Touma. Mit Innenhof unter freien Himmel, Brunnen, Pflanzen, Marmor und Mosaik.

Viele schöne Erinnerungen jedenfalls...

Liebe Grüße
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