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Lina

Beiträge: 265 Anmeldungsdatum: 02.09.2004 12:17
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Verfasst am: 04.12.2008 12:21
Titel: "Knie"-Training?
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Hallo Ihr Lieben
Ich hoffe mal wieder auf ein paar Tips von Euch
Für mein Ensemble mache ich gerade eine neue Saidi-Choreo. Darin kommt ein "Hockakzent" (d.h. aus dem Stand schnell in die Hocke (ganz runter) und schnell wieder hoch) vor. Ein oder zweimal kann man das getrost im Training üben. Wenn wir aber die Choreo 10 Mal hintereinander üben, geht das dann doch sicher ganz schön auf die Knie.
Was würdet Ihr raten? Lieber die Bewegung nur ein bis zweimal richtig austanzten und den Rest des Trainings andeuten?
Und gibt es ein paar hilfreiche Bein-Übungen, die ich ins Warm up einbinden kann, um die Knie zu stärken, um Problemen bei so heftigen Beugungen vorzubeugen?
Ich freue mich sehr über Eure Anregungen.
Liebe Grüsse
Lina
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silvana

Beiträge: 326 Anmeldungsdatum: 06.06.2005 16:17 Wohnort: Gelnhausen
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Verfasst am: 04.12.2008 13:40
Titel:
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Hallo Lina,
wir machen immer im Warm up Plié - Übungen aus dem Ballett. Als ich damit vor einem Jahr angefangen habe, hatte ich kaum eine Chance aus der Hocke einigermaßen wieder hoch zu kommen, jetzt geht es.
Liebe Grüße, Silvana.
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Lina

Beiträge: 265 Anmeldungsdatum: 02.09.2004 12:17
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Verfasst am: 04.12.2008 13:59
Titel:
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Hallo Silvana
Danke für Deine Antwort
Ok vielleicht sollte ich kurz erwähnen, was ich sowieso schon immer im Warm up drin habe:
* Plie bis zur Hälfte (mehrmals)
* langsam mit aufrechtem Körper in Hocke gehen und wieder nach oben drücken (2 mal, ab und zu mit Hüftwippe oder Maya)
* Plie-Übungen mit Händen auf dem Boden gestützt (Po tief-hoch)
* Sumo-Ringer-Pose mit Gewicht seitlich verlagern (Ellenbogen auf Knie gestützt)
(danke an Djamila...hab ich mir von Deinem Warm up abgeguckt )
Aber reicht das aus? Beim schnellen in die Hocke gehen ist ja doch eine enorme Belastung vorhanden. Gibts noch eine Übrung, die wichtig wäre?
Liebe Grüsse
Lina
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DJAMILA

Beiträge: 373 Anmeldungsdatum: 15.11.2004 14:53
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Verfasst am: 04.12.2008 17:29
Titel:
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Hallo Lina,
also generell gilt es, die Oberschenkmuskulatur zu stärken. Entsprechende Übungen hast Du ja schon mit dem Demi-Plié und der langsamen Vertikalen in Dein Warm-up integriert.
Ich würde auf jeden Fall noch Grand Pliés dazu nehmen - aber nicht gleich am Anfang des Warm-ups, sondern erst nach ca. 10-15 Minuten. Am Anfang wäre es gut, sie erstmal an der Ballettstange oder mit einem ähnlichen Hilfsmittel zu trainieren. Nach entsprechender Vorübung sowie ab sehr guter Mittelstufe / Fortgeschrittene können die Grand Pliés dann auch frei im Raum ausgeführt werden.
Als Tipp gebe ich meinen Frauen außerdem immer: Kurz vor dem tief gehen den Beckenboden anspannen. Das hilft.
Und ganz wichtig: Nicht in der Hocke "sitzen/ausruhen" bzw. die Spannung loslassen, sondern den Schwung dazu nutzen, gleich wieder hoch zu kommen. Wenn man beim tief gehen die Arme nach oben nimmt, sieht die Bewegung übrigens noch größer aus (den Tipp habe ich von Said).
Ansonsten hilft nur Üben, Üben, Üben...
Viel Spass!
Djamila
_________________ Orient Academy
Akademie für klassischen & zeitgenössischen Oriental-Tanz
Kurse, Seminare & Ausbildung von Anfänger bis Profi
http://www.orient-academy.de
http://www.djamila.de
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amira almaas

Beiträge: 1145 Anmeldungsdatum: 21.12.2006 00:53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 04.12.2008 18:04
Titel:
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Hi Lina,
erstmal schließe ich mich meinen Vorrednerinnen an.
Und dann möchte ich aber auch noch darauf hinweisen, dass ein korrekt ausgeführtes Plié eigentlich nicht auf die Knie geht (auf die Oberschenkel allerdings wirklich)
Also, damit die Knie geschützt sind, unbedingt darauf achten, dass diese korrekt über die Zehen geführt werden.
Schülerinnen neigen dazu, die Knie nach innen fallen zu lassen oder gar "zusammenzukneifen".
Außerdem - aber das geht schnell ja eh fast nicht anders - unten mit Muskelkraft stoppen - nicht bis an den Anschlag sausen.
lg
Amira
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Verfasst am: 04.04.2009 19:42
Titel: Re: "Knie"-Training?
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| Lina hat folgendes geschrieben:: | Hallo Ihr Lieben
Ich hoffe mal wieder auf ein paar Tips von Euch
Für mein Ensemble mache ich gerade eine neue Saidi-Choreo. Darin kommt ein "Hockakzent" (d.h. aus dem Stand schnell in die Hocke (ganz runter) und schnell wieder hoch) vor. Ein oder zweimal kann man das getrost im Training üben. Wenn wir aber die Choreo 10 Mal hintereinander üben, geht das dann doch sicher ganz schön auf die Knie.
Was würdet Ihr raten? Lieber die Bewegung nur ein bis zweimal richtig austanzten und den Rest des Trainings andeuten?
Und gibt es ein paar hilfreiche Bein-Übungen, die ich ins Warm up einbinden kann, um die Knie zu stärken, um Problemen bei so heftigen Beugungen vorzubeugen?
Ich freue mich sehr über Eure Anregungen.
Liebe Grüsse
Lina |
Hallo Lina,
ich würde selbst mit durch Pliés gestärkten Beine und einer einigermaßen vernünftigen Ausrichtung in der Vertikalen, in EINEM Training nicht 10 Mal in die Hocke hoch- und runtersausen.
Dabei werden die Knie mit Sicherheit über die Fußspitzen bewegt und die Knie geschlossen. Das ist auf Dauer nicht gut. Jedenfalls habe ich das aus einem Buch von Eric Franklin so verstanden, wenn er über den Nutzen von Grand Pliés schreibt. Ob er recht hat, weiß ich nicht.
In einem Workshop bei ihm im Rahmen des letzten TaMeD-Symposium hat er uns erläutert, den BECKENBODEN ZU ÖFFNEN, um in ein tieferes Plié zu kommen.
Weiterhin ist es hilfreich, sich die Wirbelsäule als Feder vorzustellen, die Energie speichert und abgibt. Flummi-Prinzip!
Folgende Idee habe ich aus einem Workshop für Körperarbeit:
Man stelle sich vor, das Schwerkraftzentrum des Körpers abzusenken, indem ganz konkret GEFÜHLT wird, dass es dabei hauptsächlich um das Beugen von Fußgelenken, Knie und Hüftgelenken geht. Sonst kommt das Gewichtszentrum nicht nach unten. Das klingt logisch, aber frag mal Deine Schülerinnen, was für sie ein Plié ist. Das die Knie gebeugt werden ist meist offensichtlich, aber das diese Bewegung eine Flexion in den Hüftgelenken voraussetzt, habe ich bisher nur einmal gehört.
Während dieses Vorganges könnte man imaginieren, dass sich die Fußsohlen öffnen und ein Gewichtfluss in die Erde abgegeben wird.
Wie schon von den anderen beschrieben, stößt man sich beim Hochkommen mit der Kraft des UNTERKÖRPERS vom Boden weg. Während dieses Stoßes sollte das Image erhalten bleiben, Energie in den Boden abzugeben. Wie bei einer Rakete. Aber Vorsicht, nicht zu viel Rückstoß entwickeln, sonst hebt Ihr wohlmöglich noch ab.
Ein sehr schönes Bild ist für mich die Vorstellung, dass bei dieser Bewegung eine Vertikale durch das Zentrum der Erde, durch mein Zentrum und durch meinen Scheitel geht. Alle drei sind miteinander verbunden.
Dies nur als Vorschlag, kommt immer darauf an, wie offen ein Mensch für so eine Arbeitsweise ist und wie viel Zeit für sensitive Wahrnehmungen dieser Art gegeben werden kann.
Viele Grüße
Sylvia
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Pet`Ra

Beiträge: 734 Anmeldungsdatum: 25.01.2006 23:20 Wohnort: 32839 Steinheim
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Verfasst am: 04.04.2009 21:31
Titel:
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Hallo,
evtl. ist ein Buch über "Knieschule" hilfreich. Dort werden viele Gymnastik-Übungen beschrieben, die das Knie stabilisieren.
Liebe Grüße
Pet`Ra
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Verfasst am: 05.04.2009 13:53
Titel:
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| Pet`Ra hat folgendes geschrieben:: | Hallo,
evtl. ist ein Buch über "Knieschule" hilfreich. Dort werden viele Gymnastik-Übungen beschrieben, die das Knie stabilisieren.
Liebe Grüße
Pet`Ra |
@ Pet`Ra,
Wie heißt denn das Buch? Inwieweit berücksichtigen diese Übungen tänzerische Bedürfnisse? Findet man darin etwas über Stabilität UND Mobilität?
@Lina
Schön, dass Du Dir Gedanken um die Knie Deiner Schülerinnen machst.
Ist nicht selbstverständlich, dass auf (momentane) Leistungsgrenzen bei bestimmten Bewegungen geachtet wird. Im Gegenteil erlebe ich oft Druck und Ungeduld seitens der TanzlehrerInnen. Oder noch schlimmer, die DozentInnen empfinden es als Versagen ihrer pädagogischen Fähigkeiten, wenn die SchülerInnen nicht gleich alles umsetzen können und dann wird gleich noch einmal eine Kohle drauf gelegt.
Eine Samba-Tänzerin aus Hannover hat sich (nach jahrelangem Tanzen auf hohem Niveau) BEIDE Knie genau durch diese Bewegung zerschrotet. Untrainiert war sie wirklich nicht, es fehlte einfach die Achtsamkeit für körperliche Grenzen.
Viele Grüße
Sylvia
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Pet`Ra

Beiträge: 734 Anmeldungsdatum: 25.01.2006 23:20 Wohnort: 32839 Steinheim
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Verfasst am: 05.04.2009 15:25
Titel:
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Hallo Sylvia,
die "tänzerischen Bedürfnisse" stehen ja erstmal im Hintergrund. Wichtig ist im Vorfeld die Knie durch Muskeltraining zu stabilisieren, auch für den Privatbereich.
Ein bestimmtes Buch kann ich nicht empfehlen, das liegt ja an dem persönlichen Wissenstands über den Funktionsapparat der Knie und welche Übungen man sowieso schon kennt. Schau Dich doch mal in einem großen Buchladen um, oder in einer Bibilothek. Manchmal kann man auch etwas zur Ansicht in einem Buchladen bestellen. Evtl. etwas, indem auch die Beziehung zwischen Fuß und Knie beachtet wird.
Bei Amazon ist das Angebot auch schon recht unübersichtlich und groß.
http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_b?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=Knie
Liebe Grüße
Pet`Ra
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Verfasst am: 05.04.2009 22:39
Titel:
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| Pet`Ra hat folgendes geschrieben:: | Hallo Sylvia,
die "tänzerischen Bedürfnisse" stehen ja erstmal im Hintergrund. Wichtig ist im Vorfeld die Knie durch Muskeltraining zu stabilisieren, auch für den Privatbereich.
Ein bestimmtes Buch kann ich nicht empfehlen, das liegt ja an dem persönlichen Wissenstands über den Funktionsapparat der Knie und welche Übungen man sowieso schon kennt. Schau Dich doch mal in einem großen Buchladen um, oder in einer Bibilothek. Manchmal kann man auch etwas zur Ansicht in einem Buchladen bestellen. Evtl. etwas, indem auch die Beziehung zwischen Fuß und Knie beachtet wird.
Bei Amazon ist das Angebot auch schon recht unübersichtlich und groß.
http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_b?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=Knie
Liebe Grüße
Pet`Ra |
Hallo Pet`Ra,
vielen Dank! Ja, so kann ich es machen, mal sehen, was sich findet.
Im Moment komme ich nicht so richtig damit klar, dass der Fokus auf dem Training EINES Körperteils liegt. In Bewegung werden doch immer ganze Muskelketten aktiviert und alles hängt irgendwie zusammen. So ein schnelles Auf und Ab braucht eine andere Kraftentwicklung als eine gemächlichere Bewegung auf der Vertikalen. Die Unterstützung vom Zentrum, ein ordentlichen Push vom Boden und eine gute Ausrichtung des Oberkörpers machen die Sache möglicherweise effizienter und schonender. Beim Tanzentraining ist doch immer noch mehr im Spiel, als ein Körperteil zu stärken.
Dachte, Du hättest dazu einen besonderen Buchtipp.
Liebe Grüße
Sylvia
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