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Foren-Übersicht Ist das nicht ein schöner Pfeil :-) Alles über Bauchtanz · Raks Sharqi Ist das nicht ein schöner Pfeil :-) GEBEN UND NEHMEN ...........

GEBEN UND NEHMEN ...........


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Gast




Verfasst am: 19.12.2008 20:13
Titel: GEBEN UND NEHMEN ...........
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Hallo liebe Forumsgemeinde,

vor zwei Wochen hatten eine wunderbare Tänzerin aus Berlin und ich ein langes Gespräch.
Am Ende stellt sie mir ganz überraschend eine Frage. Wir nutzen den orientalischen Tanz, in welcher Form auch immer, zum Verdienst des Lebensunterhaltes als TänzerInnen und LehrerInnen oder als erfüllendes und wohltuendes Hobby.

Was können wir eigentlich der orientalischen Kultur dafür zurückgeben, dass wir uns ihrer Musik und ihrer Tänze bedienen?

Darüber hatte ich bis bisher noch nie nachgedacht. Das man aus Gründen des Ausgleichs etwas gibt, wenn man etwas nimmt, ist allerdings eine klare Angelegenheit.

Also mir tut es gut, dass man es zumindest würdigt oder sich bedankt, wenn ich etwas in eine Sache eingebracht habe und andere nutzen dies nun für sich. Ja, es tut mir sogar richtig im Herzen weh, wenn dies so nicht der Fall ist.

Also ist die obige Frage für mich sehr berechtigt, aber das ist meine ganz persönliche Sicht der Dinge. Wie steht Ihr dazu?

Müssen wir überhaupt etwas zurückgeben oder ist der OT schon allgemeines Weltkulturgut?

Wie soll man sich bei einer Kultur bedanken oder etwas ausgleichen?

Was zählt Eures Erachtens alles unter Zurückgeben?


Auf der anderen Seite hört man allerdings auch öffentlich die Meinung, dass die Orientalen sich gar nicht so richtig ernsthaft um die Entwicklung des orientalischen Tanzes in Europa bemühen und sich für uns nicht besonders interessieren.

Ist es also auf der anderen Seite so, dass wir bereits etwas geben, aber im Orient will es keiner haben?



Nun ja, es ist Weihnachten und da werde ich etwas besinnlich. icon_wink.gif icon_smile.gif

Viele liebe Grüße
Sylvia
       
kadisha


Beiträge: 433
Anmeldungsdatum: 18.07.2005 21:14
Verfasst am: 19.12.2008 22:32
Titel:
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Hallo Sylvia,

da bist Du aber sehr besinnlich... icon_wink.gif Was für schwierige Themen habt Ihr zwei denn behandelt?

Also ich finde das sehr komplex und auch schwierig auszudrücken, was mich bei dieser Fragestellung bewegt. Ich denke, dass Kultur aus wesentlich mehr besteht als aus der Geschichte eines Landes, der Kunst und Lebensart. Dazu gehören vor allem die Menschen und die sind halt wie überall sehr unterschiedlich. Da wird es sicher welche geben, die sich darüber ärgern, dass Europäer "ihren Tanz" in Anspruch nehmen - genauso gut gibt es aber auch welche, die das mit Verwunderung sehen oder auch welche, die das toll finden, wenn "fremdländische" Frauen sich mit solcher Hingabe in den OT "reinknien". Wie will man sich da bedanken, wo doch jeder einen anderen Ansatz hat?

Eine Art des Zurückgebens wäre für mich, vorurteilsfrei auf den anderen zuzugehen und sich freundschaftlich miteinander auszutauschen.

Viele Grüße, kadisha
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Dr. Bea


Beiträge: 252
Anmeldungsdatum: 09.08.2006 19:11
Wohnort: Winsen
Verfasst am: 20.12.2008 01:46
Titel:
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hmmm, im Ansatz die Frage an sich schon mal auseinander zu pulen, ist schon schwierig....

Für mich sind OT UND Weltkultur erstmal 2 verschiedenen Ansätze/Aussagen. Das wäre wahrscheinlich mal eine andere Diskussion.

Müssen wir über das, was uns die orientalische Musik (als Tänzerin) bietet, etwas zurück geben? - Tun wir das nicht schon, indem wir (versuchen) die Musik zu verinnerlichen, zu fühlen (vermeintlich).....

Gibt nicht jeder, in dem Moment wo er sich damit auseinander setzt, etwas damit zurück?
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Gast




Verfasst am: 02.01.2009 12:59
Titel:
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Hallo Dr.Bea und kadisha,

meine besinnliche Phase ist vorrüber. Ich habe mich ja wirklich sehr allgemein ausgedrückt und was soll man darauf antworten.
icon_redface.gif

Eure Ideen gefallen mir ausgezeichnet, sich mit Hingabe mit dem Tanz und der Kultur zu beschäftigen, ist natürlich schon ein Zurückgeben. icon_smile.gif icon_smile.gif

Was mich so sehr beschäftigte war die Tatsache, dass bei einer Show verbreitet wurde, die Orientalen sind nicht ernsthaft um die Verbreitung ihrer Tanzkunst in Europa bemüht. icon_question.gif
Weiterhin würden die Tänzerinnen in Ägypten während ihrer langen Auftritte mehr am Platz stehen, um dabei einzelne Zuschauer begrüßen und sich mit ihnen unterhalten.
Das wäre für europäische Zuschauer natürlich inakzeptabel und deshalb müssten wir hier etwas anders machen. Außerdem würde so oder so keine wie ein urägyptisches Weib tanzen können und so weiter........ confuse.gif
Ich rede hier vom klassischen OT, es ging nicht um Fantasy und Fusionen!!!!!!!! icon_exclaim.gif

icon_exclaim.gif Also wer sich mal die Lehr-DVDs von Raqia Hassan anschaut, sieht doch sehr wohl, dass sich im Raqs Sharqi einiges entwickelt hat und zwar vor Ort.
Raqia zeigt sehr komplexe Choreographien, die mit Rumstehen nun gar nichts zu tun haben. Ich finde sie auch für europäisches Publikum abwechselungsreich genug. icon_exclaim.gif

Auf der vorletzten DVD glaube ich, zeigte Randa Kamel einen Tanz, der unglaublich schön und ausdrucksstark war und voll und ganz den Ansprüchen der Bühne entsprach.

Insofern wäre es in der Tat eine Maßnahme des Gebens und Nehmens, diese Entwicklungen zu registrieren, anzuerkennen und in den eigenen Tanz zu integrieren.
Aber ich denke, darum bemühen sich doch eine Reihe von TänzerInnen. icon_smile.gif


Dann! Ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2009!!!

Viele Grüße
Sylvia
       
kadisha


Beiträge: 433
Anmeldungsdatum: 18.07.2005 21:14
Verfasst am: 02.01.2009 18:44
Titel:
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Hallo Sylvia,

Zitat:
Was mich so sehr beschäftigte war die Tatsache, dass bei einer Show verbreitet wurde, die Orientalen sind nicht ernsthaft um die Verbreitung ihrer Tanzkunst in Europa bemüht.


Äh, warum sollten sie denn auch? Wir Deutschen schuhplatteln ja auch nicht in Ägypten - betrunkene Touristen zähle ich absichtlich nicht mit icon_twisted.gif . Außerdem steht (nach Aussage meiner Dozentin) eine bekannte Tänzerin in Ägypten in hohem Ansehen, wogegen deutsche Tänzerinnen teilweise immer noch mit dem Schmuddel-Image kämpfen.

Zitat:
Weiterhin würden die Tänzerinnen in Ägypten während ihrer langen Auftritte mehr am Platz stehen


Ich finde, die Art des Tanzes an sich schon sehr unterschiedlich. Ganz grob verallgemeindernd finden (für mich) schon viele Bewegungen am Platz statt, stark auf die Hüfte konzentriert. Im europäischen OT wird in meinen Augen raumgreifend getanzt, Ballett-Anteile sind mit im Spiel und gerade die Choreographien finde ich gaaaaanz anders aufgebaut. Und die Musik, wo Ägypter "voll drauf abfahren", die kann der normale Mitteleuropäer teilweise nur schwer ertragen. Aber Tanzstile auseinandernehmen ist nicht gerade mein Fachgebiet. Ich kann nur sagen "gefällt mir - gefällt mir nicht" icon_wink.gif

Zitat:
Außerdem würde so oder so keine wie ein urägyptisches Weib tanzen können und so weiter........ confuse.gif


Aha. Da sind wir also wieder beim "ich bin Türkin, ich brauche keinen Unterricht" icon_wink.gif . Ich bin Deutsche - trotzdem kann ich nicht jodeln, ohne dass mir das jemand zeigt.

Also ich bleibe dabei, wenn ich mich mit Hingabe dem Tanz widme und darüber hinaus den anderen Menschen so belassen kann, wie er eben ist und wir es schaffen, uns miteinander zu unterhalten als gegeneinander - dann hab' ich viel zurück gegeben (und viel bekommen).

Viele Grüße, kadisha
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MEISSOUN
Bollywood-Mod

Beiträge: 1578
Anmeldungsdatum: 15.02.2004 14:16
Verfasst am: 02.01.2009 22:57
Titel:
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Hmmmm... Hier werden sehr viele Punkte aufgeworfen.

Erstens mal kommt der Orientalische Tanz ja nicht nur aus Ägypten, sondern aus dem ganzen Mittleren Osten, und da gibt es verschiedene, auch raumergreifendere Stile (z.B. Libanesisch).

Zitat:
Außerdem steht (nach Aussage meiner Dozentin) eine bekannte Tänzerin in Ägypten in hohem Ansehen, wogegen deutsche Tänzerinnen teilweise immer noch mit dem Schmuddel-Image kämpfen.

Nun würde ich noch gerne wissen, um WELCHE bekannte Tänzerin es sich da handelt?
Dina sicher nicht. Die wird als Hure angesehen, egal wie bekannt sie ist.
Und eigentlich sind die meisten Orientalen der Ansicht, dass Tänzerinnen Prostituierte sind.
Leider ist es so, dass dies in vielen Fällen sogar stimmt....
Warum sollte man sich also bemühen, einen *ohlala*-Tanz in der Welt zu verbreiten und damit das Image seines Landes zu beflecken?
Sorry, aber diesen Gedankengang gibt es wirklich!
Eine amerikanische Freundin von mir tanzte mal in Kairo an der Show irgendeiner kulturellen Organisation.
Zuerst tanzte sie Hula, halt auch bauchfrei und so. Applaus.
Dann wollte sie einen Raqs Sharqi in einem durchgehenden Kleid tanzen. Der ägyptische Organisator hat ihr das quasi verboten, weil sie "sowas" nicht auf ihrer Bühne wollten!

Soviel zu Ansehen und Schmuddel-Image...

Natürlich gibt es auch Orientalen, die Raqs Sharqi toll finden (solange er nicht von der eigenen Tochter/Frau vorgeführt wird) und sich daran freuen. Aber die Tänzerin bleibt immer etwas am Rand der Gesellschaft.

Es fragt sich also tatsächlich:

Zitat:
Ist es also auf der anderen Seite so, dass wir bereits etwas geben, aber im Orient will es keiner haben?


Was wir auf alle Fälle geben sollten ist Respekt.
Also nicht quasi sich als was Besseres fühlen als die Tänzerinnen im Orient. Immer wieder zurück zu den Wurzeln schauen, um uns daran zu erinnern, woher denn dieser Tanz kommt, der uns soviel an Lebensfreude gibt.

MEISSOUN

_________________
Nur weil etwas irgendwo geschrieben steht, heisst das noch lange nicht, dass es wahr ist!
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kadisha


Beiträge: 433
Anmeldungsdatum: 18.07.2005 21:14
Verfasst am: 03.01.2009 14:36
Titel:
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Hallo Meissoun,

Zitat:
Nun würde ich noch gerne wissen, um WELCHE bekannte Tänzerin es sich da handelt?


Das kann ich Dir leider auch nicht sagen. Vielleicht meinte sie auch die vergangenen großen Stars wie Nagua Fouad, Suhair Zaki u.a. ?

Zitat:
Und eigentlich sind die meisten Orientalen der Ansicht, dass Tänzerinnen Prostituierte sind.
Leider ist es so, dass dies in vielen Fällen sogar stimmt....


icon_eek.gif Das wusste ich gar nicht, ich hab' immer gedacht, die sind alle berühmt - nicht berüchtigt...

Viele Grüße, kadisha
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MEISSOUN
Bollywood-Mod

Beiträge: 1578
Anmeldungsdatum: 15.02.2004 14:16
Verfasst am: 03.01.2009 15:11
Titel:
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Die wenigsten Tänzerinnen im Mittleren Osten sind berühmt.
Genauso wie es z.B. hunderttausende von Hobby-Fussballern gibt und ein paar die in den grossen Clubs spielen.
Es gibt Dorf- und Quartiertänzerinnen für's kleine Budget, Tänzerinnen für Touristenshows in Hotels usw.
Grundsätzlich ist es so, dass diese Frauen tanzen, weil sie das Geld brauchen. Nicht weil sie aus innerem Drang für die Kunst tanzen WOLLEN.
Entsprechend ist auch die tänzerische Qualität eher bescheiden. Ich hab in verschiedenen Ländern diverse dieser Unter- und Mittelliga-Tänzerinnen gesehen....

MEISSOUN

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tivolinda


Beiträge: 77
Anmeldungsdatum: 23.07.2007 12:24
Verfasst am: 04.01.2009 17:49
Titel:
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MEISSOUN hat folgendes geschrieben::


Natürlich gibt es auch Orientalen, die Raqs Sharqi toll finden (solange er nicht von der eigenen Tochter/Frau vorgeführt wird) und sich daran freuen.


Mein Vater kommt aus Syrien und findet es toll, dass ich tanze. Er findet es auch gut, wenn ich auftrete.
Allerdings ist das wirklich eher eine Ausnahme. Mein Vater war schon immer sehr westlich.
Als ich letztes Jahr bei der Familie in Damaskus war, wollte ich in Hamediye Kostüme kaufen. Was ansich schon eine unglaubliche Tortur war, v.a. für meine Cousine, die mit war. Wenn meine Tante gefragt hat, wo, haben die Leute immer lauthals andere gefragt. Einer meinte dann, er könnte uns hinführen, und hat zwischendurch aber immer wieder laut nach dem Weg gefragt - Hilfe, sind wir angestarrt worden.
Mein Onkel hat hinterher mit mir quasi ein Kreuzverhör gestartet, warum ich denn die Kostüme gekauft habe. Er war völlig überrascht, dass ich Tänzerinnen wie Najua Fouad, Samia Gamal, Suhair Zaki... kannte. Aus dem Gespräch war herauszuhören, dass diese verehrt werden, aber "tanzen" geht ja gar nicht.
Tja, man muss halt als Star vom Himmel fallen, sonst ist man leider nicht nur Tänzerin... (Fürchterliche Doppelmoral, aber das ist noch ein anderes Thema, was die arabische Gesellschaft angeht, das ich jetzt nicht weiterführen möchte).
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Gast




Verfasst am: 09.01.2009 08:25
Titel:
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Ach so, mein letzter Beitrag wurde gelöscht. Das war dann wohl über das Ziel hinausgeschossen........
Nun gut, wenn ich gegen die Regeln verstossen habe, akzeptiere ich die Konsequenzen.


Dann versuche ich es in einem konstruktiverem Tonfall.
Geben und Nehmen bedeutet für mich, dass KünstlerInnen nach wie vor ihr Handwerk so betreiben, dass sich ein Orientale in den Tänzen in irgendeiner Form wiederfindet. Sicherlich hat immer einer etwas zu beanstanden, aber irgendwie zu einem bestimmten Prozentsatz, sollte ein "Ja" dahinter stehen.

Ich gebe ein Beispiel:
Letztes Jahr sah ich bei den Movimentos-Festspielen das Béjart Ballett Lausanne.
Eine Aufführung davon war die Interpretation eines palästinensischen Liedes durch einen Solo-Tänzer. Es war nun keine 100%-ige Folklore, sondern Ballett, aber von der Interpretation schien es mir passend.
Bei youtoube findet man den Tanz und so fragte ich einen Palästinenser, ob er sich in irgendeiner Form davon angesprochen fühlt und es für ihn passend ist.
Die Antwort war "Ist doch okay!."

In diesem Falle kann man dann wohl das Fazit ziehen: Absolut für westliche Bühnenansprüche choreographiert, aber nicht an der Quelle vorbei und so geben die TänzerInnen etwas zurück.

War das jetzt ordentlicher oder noch zu angriffslustig geschrieben?

Viele Grüße
Sylvia
       
Gast




Verfasst am: 09.01.2009 17:17
Titel:
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MEISSOUN hat folgendes geschrieben::
Hmmmm... Hier werden sehr viele Punkte aufgeworfen.

Erstens mal kommt der Orientalische Tanz ja nicht nur aus Ägypten, sondern aus dem ganzen Mittleren Osten, und da gibt es verschiedene, auch raumergreifendere Stile (z.B. Libanesisch).

Zitat:
Außerdem steht (nach Aussage meiner Dozentin) eine bekannte Tänzerin in Ägypten in hohem Ansehen, wogegen deutsche Tänzerinnen teilweise immer noch mit dem Schmuddel-Image kämpfen.

Nun würde ich noch gerne wissen, um WELCHE bekannte Tänzerin es sich da handelt?
Dina sicher nicht. Die wird als Hure angesehen, egal wie bekannt sie ist.
Und eigentlich sind die meisten Orientalen der Ansicht, dass Tänzerinnen Prostituierte sind.
Leider ist es so, dass dies in vielen Fällen sogar stimmt....
Warum sollte man sich also bemühen, einen *ohlala*-Tanz in der Welt zu verbreiten und damit das Image seines Landes zu beflecken?
Sorry, aber diesen Gedankengang gibt es wirklich!
Eine amerikanische Freundin von mir tanzte mal in Kairo an der Show irgendeiner kulturellen Organisation.
Zuerst tanzte sie Hula, halt auch bauchfrei und so. Applaus.
Dann wollte sie einen Raqs Sharqi in einem durchgehenden Kleid tanzen. Der ägyptische Organisator hat ihr das quasi verboten, weil sie "sowas" nicht auf ihrer Bühne wollten!

Soviel zu Ansehen und Schmuddel-Image...

Natürlich gibt es auch Orientalen, die Raqs Sharqi toll finden (solange er nicht von der eigenen Tochter/Frau vorgeführt wird) und sich daran freuen. Aber die Tänzerin bleibt immer etwas am Rand der Gesellschaft.

Es fragt sich also tatsächlich:

Zitat:
Ist es also auf der anderen Seite so, dass wir bereits etwas geben, aber im Orient will es keiner haben?


Was wir auf alle Fälle geben sollten ist Respekt.
Also nicht quasi sich als was Besseres fühlen als die Tänzerinnen im Orient. Immer wieder zurück zu den Wurzeln schauen, um uns daran zu erinnern, woher denn dieser Tanz kommt, der uns soviel an Lebensfreude gibt.

MEISSOUN



Hallo Leute,

okay, mein Tonfall stimmt wieder. Passt schon. icon_wink.gif

Die Geschichte mit Tänzerinnen, die gleichzeitig Prostituierte sind oder sein sollen, ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Thema.
Trotzdem müssen wir aufpassen, dass wir nicht auch noch auf diese Tänzerinnen herabschauen. Wir können uns gar nicht in ihre Lage versetzen, was alles an Lebensgeschichte und Notwendigkeiten dahinter steht, zusätzlich noch dieses Gewerbe zu betreiben. ICH HABE NICHT DAMIT GESAGT, DASS ES IN DEINEM BEITRAG SO HERÜBERKAM, MEISSOUN. Geht um Achtsamkeit bei uns allen. Ansonsten begeben wir uns sogar als Frauen in eine patriarchischen Beurteilung über diese Tänzerinnen.

Also die Verbreitung der orientalischen Tanzkultur im Westen findet doch statt. Warum sollen denn die Tänzerinnen aus dem Orient, die davon leben, das nicht tun? Die Frage ist doch auch, ob WIR das hier nehmen wollen.
Z.B. USA: Nach Dallas kommen im Frühjahr Nour, Khaled Mahmoud, Osama Emam. Die vergangenen Jahre gaben sich Dina, Randa Kamel, Mona Said, Freiz, Lubna Emam, Farida Fahmy (war letztes Jahr in Hannover), Aida Nour (kommt dieses Jahr nach Hannover) die Türklinke in die Hand........ Die haben alle tolles Material in ihren Workshops gegeben, habe einige DVDs davon gekauft. Über die Preisehöhe und die Qualität dieser DVDs kann man streiten (da sind wir dann wieder beim Geben und Nehmen), aber der Dollarkurs steht günstig. Auf jeden Fall jede Menge Inspiration für den eigenen Tanzstil................

Beim Geben und Nehmen geht es um Austausch, damit immer alles schön im Tanz-Fluss bleibt. Schattenseiten sind im beiderseitigen Austausch immer inbegriffen, so ist das nun mal im Leben. Es sollte uns jedoch nicht daran hindern, die Bilanzen ausgeglichen zu halten.

Ein letzter Punkt in dieser Sache dreht sich um das Thema GRENZEN. Also wenn WIR sie als Tänzerinnen nicht ziehen....... ANDERE tun es für uns nicht. Es geht um die Bevormundung in Sachen Kleiderordnung, die Meissoun angesprochen hat. In vielen Fällen ist es schwierig Grenzen zu ziehen, wenn die Existenz davon abhängt. Das gilt nicht nur für die Kleiderordnung, sondern Auftragslage, Gage usw.........
Aber prinzipiell muss man nicht alles mitmachen, wenn man die Wahl hat. Der Preis ist allerdings doch für viele zu hoch. Aber es gibt anerkannte Tänzerinnen, die das durchgezogen haben und trotzdem oder gerade deswegen überlebten.

Viele Grüße
Sylvia

P.S. Der Link zum Video des letzten Beitrageshttp://www.youtube.com/watch?v=y18qiRiN3s8
       
Gast




Verfasst am: 14.01.2009 17:35
Titel:
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Hallo,

heute morgen auf Deutschandradio Kultur gehört.
Geht allerdings nicht um Tanz. Aber vom Prinzip ist das Fazit durchaus eine gedankliche Anregung für dieses Thema hier.

Ganzer Beitrag:http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/903491/

".......Der Westen muss anerkennen, dass man die Welt - und die Kunst - mit anderen Augen betrachten kann als nur den eigenen. Es war als Grundtenor der Kulturplaner am Golf an die Adresse auch deutscher Museumsfachleute formuliert worden, dass man sich eine neue Kunstbetrachtung wünsche, mit arabischen Augen gesehen. Das hieße zum Beispiel eine andere Gewichtung und Kritik des Ornaments als Bedeutungsträger, nicht nur im Motiv, sondern als Ausdruck von Bewegung und Emotionen und damit als künstlerischer Auslöser von Gemütsveränderungen beim Betrachter. Auch eine andere Wahrnehmung der abendländischen Kunst als Kompositionsform eigener und fremder Motive und Ideen - etwa der Jugendstil als Öffnung des Abendlands für Konzepte orientalischer und japanischer Kunst - welche Parallelität des Übergreifens, der Flexibilität und der Aufnahmebereitschaft, jenseits vom Sarottimohren."

Viele Grüße
Sylvia
       
Gast




Verfasst am: 18.03.2009 15:22
Titel:
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MEISSOUN hat folgendes geschrieben::
................................
Warum sollte man sich also bemühen, einen *ohlala*-Tanz in der Welt zu verbreiten und damit das Image seines Landes zu beflecken?
Sorry, aber diesen Gedankengang gibt es wirklich!
Eine amerikanische Freundin von mir tanzte mal in Kairo an der Show irgendeiner kulturellen Organisation.
Zuerst tanzte sie Hula, halt auch bauchfrei und so. Applaus.
Dann wollte sie einen Raqs Sharqi in einem durchgehenden Kleid tanzen. Der ägyptische Organisator hat ihr das quasi verboten, weil sie "sowas" nicht auf ihrer Bühne wollten!

Soviel zu Ansehen und Schmuddel-Image...

Natürlich gibt es auch Orientalen, die Raqs Sharqi toll finden (solange er nicht von der eigenen Tochter/Frau vorgeführt wird) und sich daran freuen. Aber die Tänzerin bleibt immer etwas am Rand der Gesellschaft.

Es fragt sich also tatsächlich:

Zitat:
Ist es also auf der anderen Seite so, dass wir bereits etwas geben, aber im Orient will es keiner haben?


Was wir auf alle Fälle geben sollten ist Respekt.
Also nicht quasi sich als was Besseres fühlen als die Tänzerinnen im Orient. Immer wieder zurück zu den Wurzeln schauen, um uns daran zu erinnern, woher denn dieser Tanz kommt, der uns soviel an Lebensfreude gibt.

MEISSOUN



Hallo Leute,

war jemand bei der WoO 2009 in einem Workshop von Liza Laziza?
Also Liza meinte, sie hat es auch nicht einfach in Kairo, weil sie keine echte Ägypterin ist, sondern Iranerin. Wer hat es schon leicht in diesem Business?

Trotzdem hat sie eine Sendung bei einem ägyptischen Privatsender, wo sie jeden Montag eine Stunde Bauchtanzunterricht gibt. Wer hätte das gedacht?
Einzelunterricht für ägyptischen Tänzerinnen gibt es bei ihr nicht, weil diese nicht die richtige Einstellung ihr gegenüber haben, sie ist "nur" eine Iranerin. Da sind ihr Ausländerinnen willkommener.

In wiederum hat sie erlebt, dass dort eine Startänzerin beleidigt und wutentbrannt ihren Workshop verlassen hat, weil sie den Kairoer Stil unterricht und deshalb Korrekturen vornahm, die das Ego dieser japanischen Tänzerin anscheinend nicht verkraftet hat. Sie meinte nur: "Was soll ich machen, ich lebe in Kairo, tanze diesen Stil und gebe ihn so weiter, wie er ist."

Also die Frau hat tolle Körperverbindungen, da bleibt kein Implus auf dem Weg durch den Körper stecken. Mir hat der zweistündige Unterricht sehr viel gegeben, vor allem, eine Idee davon, wie sie ein ganz spezielles Energiefeld durch ihren Tanz aufbaut, was so völlig anders ist, als im Westen.

Jeder Tanzstil hat seinen Wert, und so ist es gut, wenn es Tänzerinnen wie sie gibt, die ihr Wissen uneingeschränkt weitergeben, das wir die Wurzeln nicht ganz vergessen.

Liza Laziza möchte unbedingt wieder nach Deutschland kommen und bittet darum, dass nicht wieder fünf Jahre vergehen,..."because then I am old." icon_wink.gif

Für mich ist ein Workshop bei ihr absolut lohnenswert. Wer war denn beim Raks Sharki-WS und wie waren da die Erfahrungen?

Liebe Arni, es war ein tolle Jubiläums-Ausgabe der WoO. icon_biggrin.gif icon_biggrin.gif icon_biggrin.gif icon_biggrin.gif

Viele Grüße
Sylvia
       
Dr. Bea


Beiträge: 252
Anmeldungsdatum: 09.08.2006 19:11
Wohnort: Winsen
Verfasst am: 10.06.2009 19:58
Titel: passt dieser Gedanke hier her....? orientalisches Musikgut..
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.....und europäisches Gehör.....

Hi Ihrs,

ich merke gerade, dass ich eine "Verkrampfung" bekomme beim Schneiden von Musiken und brauche mal gedankliche Hilfe!

Inwieweit "darf" oder "sollte" man klassische orientalische Musiken zurecht schneiden auf europäische "Ohren" ? Ich frag deshalb, weil ich (mittlerweile! zum Glück) gerne typisch orientalische Stücke (Routinen) vertanzen möchte und immer daran denken muss, (wie ich, in meiner Anfangszeit) dass die für "nicht geübte" Ohren manchmal schon recht anstrengend wirken.
Aus diesem Grunde habe ich natürlich die Stücke immer dementsprechend "angepasst".

Nun hat man aber vielleicht auch mal dieselbe (oder die gleiche?? das schnall ich nie) CD am Mann, wenn man auch vor orientalischen Publikum tanzt, das könnte dann natürlich ganz böse aussehen....

Und wenn ich dann noch daran denke, mal mit Oum Kalthoum oder Fatme Serhan auf europäisches Publikum zu zugehen, wirds schon schwierig...... die einen (Kolleginnen) sagen, "das müssen die dann eben aushalten, ist ja nur ein Stück" andere wiederum sagen (und das waren mir bekannte Orientalen) Oum Kalthoum vertanzt man nicht!!

Nu bin ich völlig konfus.....
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Gast




Verfasst am: 12.06.2009 21:44
Titel: Re: passt dieser Gedanke hier her....? orientalisches Musikg
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Dr. Bea hat folgendes geschrieben::
.....und europäisches Gehör.....

Hi Ihrs,

ich merke gerade, dass ich eine "Verkrampfung" bekomme beim Schneiden von Musiken und brauche mal gedankliche Hilfe!

Inwieweit "darf" oder "sollte" man klassische orientalische Musiken zurecht schneiden auf europäische "Ohren" ? Ich frag deshalb, weil ich (mittlerweile! zum Glück) gerne typisch orientalische Stücke (Routinen) vertanzen möchte und immer daran denken muss, (wie ich, in meiner Anfangszeit) dass die für "nicht geübte" Ohren manchmal schon recht anstrengend wirken.
Aus diesem Grunde habe ich natürlich die Stücke immer dementsprechend "angepasst".

Nun hat man aber vielleicht auch mal dieselbe (oder die gleiche?? das schnall ich nie) CD am Mann, wenn man auch vor orientalischen Publikum tanzt, das könnte dann natürlich ganz böse aussehen....

Und wenn ich dann noch daran denke, mal mit Oum Kalthoum oder Fatme Serhan auf europäisches Publikum zu zugehen, wirds schon schwierig...... die einen (Kolleginnen) sagen, "das müssen die dann eben aushalten, ist ja nur ein Stück" andere wiederum sagen (und das waren mir bekannte Orientalen) Oum Kalthoum vertanzt man nicht!!

Nu bin ich völlig konfus.....



Hallo Dr. Bea,

mag sein, dass das europäische Publikum bei den Klassikern Ohrenschmerzen bekommt.
Mir stellt sich allerdings die Frage, was wir mit DEM EUROPÄISCHEN PUBLIKUM meinen.
Meinen wir die Anhänger der Superstar-Sendungen und des Mainstreams oder meinen wir damit Anhänger schöner, niveauvoller oder tiefsinniger Künste?

Gehe doch mal in diverse Vorstellungen des zeitgenössischen Tanzes und staune, was so ein Publikum musikalisch und tänzerisch alles aushält.
Eine erfolgreiche Company dieser Sparte kann es sich gar nicht leisten, sich um das zu kümmern, was die Ohren und Augen des Publikums gewohnt sind. Es geht sehr oft darum, Menschen aus ihren gewohnten und bekannten Mustern herauszuholen.
Schau mal hier: Wer kommt denn auf so eine Idee, die Tänzerinnen an den Haaren zu packen und im Kunstschnee zu tanzen? icon_smile.gif http://www.youtube.com/watch?v=wEbEBRLIiuI
Das ganze Stück hatte übrigens eine Atmosphäre wie in den alten Filmen und eine eigentümlich tiefe Sinnlichkeit. Das Einzige, was meine Nerven überstrapazierte war, dass sie die ganzen 80 min nicht mal eine längere Zeit still stehen konnten. So ist halt immer irgendetwas, was den einen oder anderen stört,

Also:
Die Frage ist viel mehr, worum geht es Dir? Warum und für wen trittst Du auf? Was hast Du zu geben? Wieso willst Du Dich und die Musik verbiegen, wenn Dich gerade die Klassiker so inspirieren? Also gib Deine Inspiration und Begeisterung weiter. Steh dazu und fertig!
Die CDs von Beata & Horacio Cifuentes würde ich z.B. niemals schneiden und westlich anpassen.

Viele Grüße
Sylvia


Zuletzt bearbeitet von Gast am 13.06.2009 01:41, insgesamt 1-mal bearbeitet
       
Gast




Verfasst am: 13.06.2009 00:14
Titel:
Diesen Beitrag zitieren
Hallo Dr. Bea,

diese Anpassung an westliches Publikum http://www.youtube.com/watch?v=sNhapkjogEU&eurl=http%3A%2F%2Fwww%2Eyoutube%2Ecom%2Fuser%2Fbdancesuperstars&feature=player_profilepage
finde ich ganz gruselig: Bauchtanz zum Frühstückfernsehen bei Fox5 und unten laufen die Ergebnisse der Basketball-Liga durch.
Wie sagte Liza Laziza so schön:"Oriental dance is about the heart and about love". Davon sehe ich hier nicht viel, sondern ein aufwendig durchgestyltes Marketingkonzept.

Viele Grüße
Sylvia
       
Gast




Verfasst am: 13.06.2009 02:04
Titel:
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Hier noch ein Beispiel, wie zwei algerische Tänzer, Nawal und Abou Lagraa, zeitgenössisch tanzen. Sie leben in Frankreich und kümmern sich auch nicht vorrangig um die durchschnittlichen westlichen Seh- und Hörgewohnheiten. Im Gegenteil, beziehen sie ihre Inspiration aus der orientalischen Kultur.
Man beachte die Idee der mit Wasser gefüllten gläsernen Wanne. Wie mag es sich so nass tanzen? Mein Gott war das schön!!!!!!!!!!!! Eine Energie hatten die beiden und tanzten sich voll in Extase..... Abou Lagraa bekam dieses Jahr den Internationelen Movimentos-Tanzpreis für den besten männlichen Tänzer. Seine Frau hätte aber auch einen verdient.

http://www.youtube.com/watch?v=SqsvSz64gXk


Sylvia
       
Reyhan


Beiträge: 630
Anmeldungsdatum: 20.09.2004 15:42
Verfasst am: 14.06.2009 20:35
Titel:
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Sylvia hat folgendes geschrieben::
Hallo Dr. Bea,

diese Anpassung an westliches Publikum http://www.youtube.com/watch?v=sNhapkjogEU&eurl=http%3A%2F%2Fwww%2Eyoutube%2Ecom%2Fuser%2Fbdancesuperstars&feature=player_profilepage
finde ich ganz gruselig: Bauchtanz zum Frühstückfernsehen bei Fox5 und unten laufen die Ergebnisse der Basketball-Liga durch.
Wie sagte Liza Laziza so schön:"Oriental dance is about the heart and about love". Davon sehe ich hier nicht viel, sondern ein aufwendig durchgestyltes Marketingkonzept.

Viele Grüße
Sylvia


Hallöchen,

ja, da würde mir der Frühstückskaffee nicht mehr schmecken.

Ich vergleichs mal mit der Pizza vom Discounter und der vom kleinen italienischen Pizzabäcker von nebenan.

lg
Reyhan

Schüttel!

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www.studio-orienta.de
www.bauchtanzschulefrankfurt.de
www.reyhan.de
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Gast




Verfasst am: 20.06.2009 16:58
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Reyhan hat folgendes geschrieben::
Sylvia hat folgendes geschrieben::
Hallo Dr. Bea,

diese Anpassung an westliches Publikum http://www.youtube.com/watch?v=sNhapkjogEU&eurl=http%3A%2F%2Fwww%2Eyoutube%2Ecom%2Fuser%2Fbdancesuperstars&feature=player_profilepage
finde ich ganz gruselig: Bauchtanz zum Frühstückfernsehen bei Fox5 und unten laufen die Ergebnisse der Basketball-Liga durch.
Wie sagte Liza Laziza so schön:"Oriental dance is about the heart and about love". Davon sehe ich hier nicht viel, sondern ein aufwendig durchgestyltes Marketingkonzept.

Viele Grüße
Sylvia


Hallöchen,

ja, da würde mir der Frühstückskaffee nicht mehr schmecken.

Ich vergleichs mal mit der Pizza vom Discounter und der vom kleinen italienischen Pizzabäcker von nebenan.

lg
Reyhan

Schüttel!



Hallo,

hier eine Choreographie vom kleinen italienischen Pizzabäcker von nebenan.
Der Bäcker heißt Sidi Larbi Cherkaoui und ist Sohn einer katholisch belgischen Mutter und eines marokkanisch moslemischen Vaters. Genau das richtige kulturelle Spannungsfeld, um ein genialer zeitgenössischer Choreograph zu werden.
Er bekam Ende 2008 den KAIRO-Tanzpreis, dotiert mit 75000 Euro, der aber nicht in Ägypten verliehen wird. icon_wink.gif
Diesen Jungs hier kaufe ich den orientalischen Tanz anstandlos ab. Man beachte die subtile Hüftarbeit. icon_cool.gif
http://www.youtube.com/watch?v=-N3GpDHLkvM&NR=1

Schönes Wochenende!
Sylvia
       
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