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Foren-Übersicht Ist das nicht ein schöner Pfeil :-) Kultur, Tradition, Glaube Ist das nicht ein schöner Pfeil :-) Inwieweit ist die orient. Kultur in euer Alltagsleben...->

Inwieweit ist die orient. Kultur in euer Alltagsleben...->


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Anjali


Beiträge: 106
Anmeldungsdatum: 27.02.2005 21:00
Wohnort: Ruhrgebiet
Verfasst am: 29.04.2005 16:37
Titel: Inwieweit ist die orient. Kultur in euer Alltagsleben...->
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integiert?

Hallo ihr lieben,

mich würde mal interessieren, in welchem Ausmaß ihr so die arabische oder orientalische Kultur in euer Alltagsleben einfließen lasst.

Ich z.B. lasse sie kaum bis gar nicht einfließen. Ich koche z.B. nicht deren Gerichte (obwohl ich das demnächst mal testen möchte icon_smile.gif ) Meine Wohnung ist nicht danach eingerichtet. Ich kann kein arabisch. Nur halt "Ja, Nein, Bitte, Danke, Morgen und Jallajalla. icon_biggrin.gif
Da wir - bzw. meine Eltern - aber Bekannte in Kairo haben/hatten (der Kontakt ist leider in den letzten Jahren abgerissen - wir haben aber über 15 Jahre lang immer Besuche und Gegenbesuche gemacht) kenne ich schon ein wenig die Gepflogenheiten des Alltags einer ganz normalen kairoer Familie.

Was denkt ihr - inwieweit ist es für eine Tänzerin wichtig mit der Kultur zu leben?

Alles liebe und euch allen ein zauberhaftes WE,

Anjali

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Sa diyah Yasmeen


Beiträge: 220
Anmeldungsdatum: 16.02.2004 13:43
Wohnort: Gaißach (bei Bad Tölz)
Verfasst am: 29.04.2005 16:46
Titel:
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Hallo,

also der Orient hat schon etwas Einzug gehalten in mein Leben.
Das neue Wohnzimmer hat einen leicht orientalischen Touch bekommen, ich koche gerne orientalische Gerichte, und verwende gerne Couscous oder Bulgur als Beilagen. Die Wasserpfeifen stehen überall in der Wohnung rum:-) und werden gerne von uns und Besuchern geraucht.
Die Musik im Auto ist auch meist orientalisch:-)
Naja, und Accessoires usw. stehn auch überall rum. Deswegen bin ich froh, dass es meinem Mann auch gefällt, und wir uns da einig sind!

LG
Yasmeen
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sahéla


Beiträge: 275
Anmeldungsdatum: 24.01.2005 17:05
Verfasst am: 29.04.2005 17:16
Titel:
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Hallo miteinand, hallo Anjali!

Wir zwei posten uns so viel, wir könnten schon bald chatten... grins....

Zu deiner Frage:
am Anfang hatte ich noch die ein oder andere Kassette mit orientalischer Musik im Auto und hatte auch einen Messingteller an der Wand im Flur und hier und da Papyrusbilder. Mittlerweile höre ich die Musik nur noch beruflich, ich koche ganz normal Deutsch und habe keine orientalischen Dekoartikel in meinem Haus. Auch meine Tiere haben Namen wie Cliff (Dackel), Suse und Luke (Katzen) und nix orientalisches. Vielleicht liegt es daran , dass ich jeden Tag im Studio 4 - 5 Stunden lang die Musik habe... Und alle Dekosachen auch da.

Eines habe ich aber in mein Leben integriert: die Gastfreundschaft. Wenn jemand eine Bleibe braucht, haben wir immer einen Platz auf der Couch. Ich füttere und bewirte gern Gäste und betüddel sie von vorn bis hinten. *arschnachtrag*ggg*

Damit hat es sich aber auch schon mit dem orientalischen in meinem Leben.

Ach ja, und filmemäßig sehe ich zwar auch gern Bollywood, aber noch lieber asiatische Kampffilme wie "Hero" oder "Bichunmoo" oder "Die Rebellen vom Liang Shan Po" (Kult-Serie Anfang der 80-er) .

Liebe Grüße

Sahéla

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Anjali


Beiträge: 106
Anmeldungsdatum: 27.02.2005 21:00
Wohnort: Ruhrgebiet
Verfasst am: 29.04.2005 18:57
Titel:
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Hey, stimmt - wir hätten wirklich schon chatten können. icon_lol.gif

Ich antworte Dir auch gleich doppelt. Das Buch von Dietlinde im Müsli Look habe ich mal ausgeliehen und gelesen. Ich fand´s ganz Ok. Aber was ich suche sind Werke zum Hintergrund des Tanzes. Also quasie - Wurzeln des Tanzes (auch gern bis tief ins alte Ägypten), Arten des Tanzes (Balady etc.). Sowas halt. Wenn Du nochmal für mich was raussuchen könntest wäre das wirklich lieb und ich würd mich freuen! kuss.gif

Also ich könnt mir denken, wenn man eh schon beruflich soo viel mit dem Orient zu tun hat, reicht´s einem, wenn es dann im Studio ausgelebt wird. icon_wink.gif

Leider hat mein Mann dafür gar nichts übrig. Er mag zwar den Tanz und hat mittlerweile auch seine Vorurteile icon_confused.gif dem gegenüber abgelegt, seit er weiss, was alles dahinter steckt. Nur leider ist diese Kultur sonst eher unsympatisch. Tja.

Martial Arts Filme sehe ich übrigens auch gerne. Mein Traum ist es, einmal China zu besuchen. Aber das wird wohl erst in fernster Zukunft was werden. Wenn überhaupt. Aber träumen ist ja erlaubt. Mein Mann kriegt immer die Krise, wenn ich mich zwischen einem Bollywoodfilm und einem asiatischen Film, die beide gleichzeitig laufen, nicht entscheiden kann. icon_lol.gif Der Arme kann einem aber auch leid tun... *armestucktuck*

Dir alles liebe und vielen Dank schon mal für die Listen. icon_biggrin.gif

Anjali

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sahéla


Beiträge: 275
Anmeldungsdatum: 24.01.2005 17:05
Verfasst am: 29.04.2005 21:09
Titel:
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Hallo Anjali!

Chinafan? Kugs-du-hier: www.liang-shan-po.de, ist sich voll krass Serie in da Fernseh über Ritter in Mittelalter in China, so mit echte Schwerter und inne Luft am rumspringen. Voll fette Webseite drüber! (Wir waren grade im Restaurant und nebenan saß eine Familie mit 2 Teenies. Die Sprache färbt ab)
rocks.gif
Liebe Grüße und viel Spaß
Sahéla

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Silvia


Beiträge: 265
Anmeldungsdatum: 27.03.2005 23:47
Wohnort: Regensburg
Verfasst am: 29.04.2005 22:49
Titel: ***
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Bei mir ist insoweit der Orient in den Alltag integriert, dass auch meine Familie sehr oft mit orientalischer Musik beduselt wird ... *ggg*
Aber wir halten nen Kompromiss. Eine Weile meine Bauchtanz-CDs und dann wieder deutsche Schlager, die mein Mann lieber mag.

Dekoriert haben ich höchstens ab und zu mal auf dem Tisch oder der Kommode in leicht orientalem Touch. Da dekoriere ich ganz gern mit Kerzen und meinen Schleiern oder dergleichen. Aber auch in normalem Maß.

Ganz stark geprägt vom Orient sind inzwischen meine Grafiken. Ich bin in einem Grafikforum und mache auch überhaupt sehr viel grafische Basteleien. Früher wars mal dies und mal das. Jetzt ist fast jedes 2. Bild von einem orientalischen Motiv geprägt.

Und natürlich die Gespräche ... ja ja ... irgendwie kommt man immer wieder auf dieses Thema ... das gehört nun mal auch zu mir und meinem Alltag - und da kommt kaum jemand drum herum, der in irgend einer Weise zu mir gehört .... icon_redface.gif

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~~~ nette Grüße von Silvia ~~~

Eine Frau ohne Bauch ist wie ein Himmel ohne Sterne (Arabisches Sprichwort).
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Lady Aftabi


Beiträge: 50
Anmeldungsdatum: 08.06.2004 19:08
Verfasst am: 30.04.2005 00:38
Titel:
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Hallo!

Ich bin halb-Perserin und habe auch libanesisches Blut in meiner Familie, Sie leben verteilt zwischen Libanon, Palästina, Syrien und dem Iran. Meine Mutter ist Deutsche, und so wurde ich auch erzogen, doch schon immer fühlte ich mich absolut dem Orient verfallen.

Mein Zimmer - eine Ansammlung von Orientteppichen aus Isfahan und Nain, Bücher in entsprechenden Sprachen, eine Figur die die große Kaabaa in Mekka darstellt, orientalische Farben...

Zudem bin ich islamischen Glaubens, auch wenn meine Mutter evangelisch ist. Ich bin nicht streng an Regeln gebunden, doch es gibt viele Weisungen, die ich als Richtig und gut empfinde.

Kochen tue ich gemischt, oft esse ich Persisch und Afghanisch, weil es einfach die leckerste Küche ist, aber manchmal auch arabisch und natürlich auch deutsche bzw. internationale Gerichte, wenn sie denn ohne Schwein sind.

Ich höre nicht ausschließlich, aber größtenteils orientalische Musik verschiedenster Länder, wenn ich tanze arabische oder türkische Bauchtanzmusik, wenn ich Bollywood-Tänze erlerne natürlich indische Musik, welche ich über alles Liebe, zudem sehr viel persische und afghanische Musik, welche ich natürlich auch tanze. Man kann sich sicher sein: in meinem Diskman oder im Auto läuft der Orient.

Meine Reiseziele sind keine Traumländer, auch nicht die Strände von Ägypten oder die Pyramiden, meine Reiseziele sind Iran, Afghanistan, Libanon, Indien, Ost-Türkei, Armenien, Syrien, Ägypten (aber dann kein Touri-Hotel)...

nicht zuletzt ist auch mein Verlobter ein Afghane.

Man merkt, Orient ist bei mir überall und immer vorhanden icon_biggrin.gif


1001 liebe Grüße,
~Niloufar

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---- ﮏﺳﻭﺭﻋ ----

Þ€яšĪĄŊ MữŚĩЄ

{delam barat tang shode}
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Anjali


Beiträge: 106
Anmeldungsdatum: 27.02.2005 21:00
Wohnort: Ruhrgebiet
Verfasst am: 30.04.2005 10:31
Titel:
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Hallo ihr lieben und Danke für eure zahlreichen Antworten.

Sagt, inwieweit findet ihr denn wichtig, dass eine Tänzerin sich mit der orient. Kultur auseinandersetzt?

Ich finde es schon wichtig, dass man etwas darüber weiss, allerdings glaube ich nicht, dass man es auch wirklich ständig leben muss. Wenn ihr versteht was ich meine... icon_razz.gif

@ Sahéla - hey die Seite ist ja KLASSE!! Danke für diesen tollen Tipp! Da werd ich mich jetzt erstmal durchwursteln... icon_smile.gif

Alles liebe euch und ein schönes WE!

Anjali

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Reyhan


Beiträge: 630
Anmeldungsdatum: 20.09.2004 15:42
Verfasst am: 30.04.2005 13:15
Titel:
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Hallo zusammen,

also ich meine oriental. Kultur (was denn genau? - "Orient-Suppentopf" wo alles von Marokko bis Indien drin ist ? ) drückt sich sicher nicht in Kochrezepten und Wohnungsdeko aus.

So etwas "zwischen" arabischer und europ. Kultur leben wir schon (mein Mann war Araber, bevor er die deutsche Staatsangehörigkeit bekam und natürlich lebt die Familie noch dort). Also die Verbindung ist laufend präsent.

Aber ernsthaft, in die Kultur sollte jede Tänzerin in gewissem Maße eintauchen, sich mit Musik (und nicht nur Tanzmusik), evtl. etwas Literatur und Malerei und besonders auch mit sozialen Strukturen, dem Leben dort beschäftigen.
Eben, je nach dem wie ernst es einem mit dem Tanz ist.

Also, das, was mal eine Tänzerin in einem anderen Forum schrieb, dass sie Deutsche sei und es nicht einsehe, sich in eine andere Welt - oder wie auch immer zu begeben... kann ich nicht nachvollziehen, denn der Tanz ist ORIENTALISCH.

Und eine Pflanze, die man ausreißt wird nicht mehr so üppig und schön sein, sie braucht zumind. etwas ähnliches wie am urpsrünglichen Standort.
Also hole ich mir Inspiration aus dem Ursprung des Tanzes.
Vielleicht für die verständlicher, die mich und meinen Approach an den Tanz kennen.

Grüße
Reyhan

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Tanja Ahmed


Beiträge: 1546
Anmeldungsdatum: 08.02.2004 10:14
Wohnort: München
Verfasst am: 30.04.2005 14:16
Titel:
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Hallo,

ganz kurz meine Gedanken zur orientalischen Kultur.

Kultur (lat. "cultura"= Pflege (des Körpers und Geistes), Landbau = aus "colere", bebauen, (be)wohnen, pflegen, ehren, emsig beschäftigt sein) ist die Gesamtheit des vom Menschen Geschaffenen. Das schließt folgendes ein:

Physische Dinge, Naturveränderungen, geistiger Ausdruck durch Kunst und Schrift, sowie die sozialen Organisationsformen, in denen die Menschen zusammenleben.

Man kann diesen Begriff, der auch sehr eng mit dem Begriff der Zivilisation verwandt ist, auch auf die Lebensumstände einer bestimmten Ethnie oder Region beziehen. Und das tun wir hier gerade.

Auf die Frage eingehend, ob ich in meinem Leben die orientalische Kultur pflege, sage ich: Nein. Die Kultivierung der orientalischen Lebensart ist mehr, als der äußere Rahmen. Es wäre für mich eher das, was Reyhan auch schon sagte, was weit über das allein optische hinausgeht. Dazu gehört Lebensrhythmus, Klima und rituelle Gewohnheiten, Sprache, soziales Leben und der Ausdruck dieses Ganzen, der z.B. durch Schrift und Kunst entsteht. Die Seele einer Kultur ist nicht einfach so einzufangen.

Ich liebe die orientalische Kultur, und das tun sicher auch alle, die den orientalischen Tanz ausüben (obwohl ich da auch schon Sachen erlebt habe...). Aber ich glaube, dass wir als Nichtorientalen nur sehr bedingt ermessen können, was das eigentlich wirklich bedeutet, orientalische Kultur. Für uns tritt sie sehr begrenzt in Erscheinung.

Viele Grüße
Tanja

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Anjali


Beiträge: 106
Anmeldungsdatum: 27.02.2005 21:00
Wohnort: Ruhrgebiet
Verfasst am: 30.04.2005 19:34
Titel:
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Hallo ihr,

danke für eure Antworten.

Na, ich dachte mit dem Überbegriff "Kultur" und meinen vielleicht etwas oberflächlichen Ausführungen wie z.B. Rezepte uä, hätte mich eigentlich jeder richtig verstanden.

Ich will die orientalische (Lebensart) natürlich nicht auf´s Essen und Wohnungsdeko reduzieren! icon_neutral.gif icon_exclaim.gif

Lieben Gruß,

Anjali

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Tanja Ahmed


Beiträge: 1546
Anmeldungsdatum: 08.02.2004 10:14
Wohnort: München
Verfasst am: 30.04.2005 19:46
Titel:
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Wieso fühlst du dich jetzt missverstanden? Ist doch interessant, zu welch verschiedenen Antworten du die Menschen anregst, oder? top.gif
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Anjali


Beiträge: 106
Anmeldungsdatum: 27.02.2005 21:00
Wohnort: Ruhrgebiet
Verfasst am: 30.04.2005 23:47
Titel:
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Guten Abend,

das ist eben das Ding bei diesen Online-Foren...
Man sieht nicht das Gesicht des anderen - man hört nicht die Stimme.

Das kann schonmal ein Nachteil sein. icon_smile.gif

Lieben Gruß und süße Träume,

Anjali

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Tanja Ahmed


Beiträge: 1546
Anmeldungsdatum: 08.02.2004 10:14
Wohnort: München
Verfasst am: 30.04.2005 23:56
Titel:
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Ja, das stimmt... Zu viel Interpretationsmöglichkeiten icon_wink.gif.
Jedenfalls finde ich deine Frage weder blöd, noch zu oberflächlich noch irgendetwas anderes, was man als negativ interpretieren könnte. Ich bin ja so froh, dass es hier so viele Menschen gibt, die sich so viele Gedanken machen und so tolle Themen ins Forum schreiben, dass sich mein Hirn auch mal über andere Dinge Gedanken machen kann, als über den neuesten Mode- (oder Tanz-)trend oder die lächerlichsten Kostüme der Welt... Du weißt schon, was ich meine. Von allem etwas. Die Welt ist nicht schwarz-weiß. Und das, was zwischen drin ist, darf ruhig so sein, wie es ist. Ohne Bewertung.

Schlaf schön, danke für das Thema, Anjali kuss.gif

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Anjali


Beiträge: 106
Anmeldungsdatum: 27.02.2005 21:00
Wohnort: Ruhrgebiet
Verfasst am: 01.05.2005 00:26
Titel:
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Das trifft den Nagel auf den Kopf *aua*

Bei mir dauert´s wohl mal wieder mit dem Schlafen... icon_lol.gif

Aber gleich - nur noch ein bisschen... *hihi*


Anjali

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Peter


Beiträge: 701
Anmeldungsdatum: 15.02.2004 14:24
Wohnort: Hessen
Verfasst am: 20.06.2005 00:20
Titel:
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Hallo in die Runde,

eine interessante Frage. Da wäre zunächst "Alltagsleben" zu definieren - gehört der Tanzunterricht, der unbestritten den Höhepunkt meiner Woche bildet, zum Alltag? Ist er orientalische Kultur? Also, ich denke mal, ja und nein.
Ich habe schon viel länger, als ich mich mit dem OT beschäftige, den Koran in der Esperanto-Übersetzung von Prof. Chiussi. Darin zu lesen, gehört bei mir keinesfalls zum Alltag. Orientalische Musik inzwischen schon. Nur frage ich mich zum Beispiel beim Anblick des CD-Covers von mezdeke, was die darauf abgebildeten drei Damen in diesem Outfit mit orientalischer Kultur zu tun haben ...

Man kann Deine Frage, Anjali, nicht heute für alle Zeit beantworten. Ich denke, daß das auch viel mit dem zu tun hat, was jede(r) so mit dem OT verbindet. Wenn ich diesen authentisch präsentieren möchte, kann ich um umfassende Beschäftigung mit den Hintergründen gar nicht umhin kommen.
Das heißt nun wiederum nicht, daß ich deswegen aufhöre, Schweinefleisch zu essen. Wir leben nicht in der Wüste und es gibt mittlerweile Kühlschränke. Allenfalls wäre es angezeigt, über Fleisch an sich nachzudenken, aber das hat wohl mit orientalischer Kultur direkt nichts zu tun.

Euch allen eine gute Woche,
Peter

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Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil.

Kia trista epoko, en kiu pli facilas detrui atomon ol antaujughon.

Albert Einstein
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Namjira


Beiträge: 165
Anmeldungsdatum: 27.10.2005 18:33
Wohnort: Bonn VS Berlin
Verfasst am: 01.11.2005 10:47
Titel:
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Hallo und salam alle zusammen,

ich studiere 'orientalisch' (Übersetzung Arabisch/Persisch) und habe über das Studium und auch über Engagements die 'Persische Gemeinde' in meiner Stadt gut kennengelernt. Ebenso wie ich mehr Einblick in die arabische Kultur gewonnen habe.
Ich denke es ist sehr wichtig eine gewisse Grundkenntnisse über die Kultur, aus der unsere Leidenschaft nunmal stammt, zu haben. Das ist allein schon hilfreich um z.B zu verstehen warum Araber die Mienen verziehen, wenn man auf der Bühne ein Spagat macht oder Perser erschrecken, wenn man 'Daumen-hoch Zeichen zur Technik gibt (bedeutet für sie den Stinkefinger).

[u]Zitat:[/u]
'Aber ernsthaft, in die Kultur sollte jede Tänzerin in gewissem Maße eintauchen, sich mit Musik (und nicht nur Tanzmusik), evtl. etwas Literatur und Malerei und besonders auch mit sozialen Strukturen, dem Leben dort beschäftigen.
Eben, je nach dem wie ernst es einem mit dem Tanz ist. '

Gerade den letzten Satz finde ich richtig, ich will mich selbst nicht künstlich orientalisieren, ich fühle mich hier, wo ich aufgewachsen bin wohl, aber man muss auch das Gesamtspektrum des OT sehen, das auch mit Kultur und Lebensgewohnheiten eng verbunden ist.
Ich bin ein großer Freund davon, neue Einflüsse in den OT einzubinden, aber ich denke es ist deutlich besser, wenn man sich vorher ein wenig mit der Kultur beschäftigt hat, um o.g. Dont's zu vermeiden oder zumindest so einzusetzen, dass es den Ruf (unter Orientalen) der deutschen Tänzerin nicht schädigt.

Allgemein empfinde ich Dinge wie orient. Deko , Kochen etc. auch eher als eher oberflächliche 'Orientalisierung' des Alltags. Und da bin ich dabei! ('musik.gif')Das Wohnzimmer glitzert gherrlich rot, an den Wänden ranken sich die verschnörkelten, aufgemalten arab. Sprichwörter. Von orient. Teetrinken und Wasserpfeife rauchen sind absolut integriert.
Mich selbst hat der ganze Einfluss jedoch auch ein wenig verändert, so habe ich das typische 'Übertreiben' unter Persern angenommen, bin vorsichtig mit 'ta'aruf (nicht ernst gemeintes, höfliches Einladen), und benutze viele arab. Hausmittelchen, die man geraten bekommt. (meine Haare sid wirklich dicker geworden-juhuuu!)
Ich denke schon, dass es bei einer solch engen Beziehung mit dem Orient auf einen abfärbt. Das muss nicht für jeden so sein, aber ein wenig Einblick finde ich wichtig!
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AichaHussein


Beiträge: 55
Anmeldungsdatum: 09.10.2006 02:14
Wohnort: ... in my Genie-Bottle ...
Verfasst am: 11.10.2006 19:53
Titel: Bei mir war´s so ...
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icon_arrow.gif ... vor 16 Jahren, damals 11, hat meine Tante mich zu einem Kinderanfänger-Kurs mit-geschleppt ... widererwarten, bin ich "dabei" geblieben.

Als erstes waren es die Zimmer von mir in meinem Elternhaus, die orientalisch eingerichtet waren, also Mosaike an den Wänden, den Übungskrempel dekoriert und plaziert ... so liess es sich besser üben, mit Freundinnen treffen und natürlcih auch "Jungs" ver-führen ... 2000 wurde es dann bei mir "ernster" aus dem Studium ging es nach Ägypten, beieindruckt von den Menschen und meinem "Mann" wurde daraus ein ganzes Leben ... neben den Tanzen und eine Einstellung .... 2001 bin ich dann konvertiert und seit dem praktizierende Muslima mit allen Problemen und Annehmlichkeiten ... meine Wohnungen sind nicht mehr nur Übungsraum und Deko-Inseln gewesen sondern ich habe auch Freunde gefunden und angefangen ein orientalisches Leben zu leben. Bis in den Kopf hat sich alles verändert ... seltsamerweise ohne Zwang wie manche meinen mögen ... allein durch natürliche Neugier und Toleranz und ausprobieren ...

... ich stehe zur Zeit vor einer Vornamensänderung ... ist vielleicht auch ein wenig übertrieben icon_eek.gif , aber dadurch lässt sich diese "reise" wie ich´s nennen mag beenden ... mit allen Pflichten und Rechten ... icon_wink.gif
...

... dennoch ist bleibe ich irgendwie Europäerin im Sinne der Geburts-Orientalen ... auch wenn ich mittlerweile genauso gut rumtoben kann, was bei mir aber auch Veranlagung ist ... icon_rolleyes.gif ...
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feline


Beiträge: 74
Anmeldungsdatum: 11.10.2007 13:10
Wohnort: Nähe Wien
Verfasst am: 26.04.2011 14:09
Titel:
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In meinem Auto schalmeit harter Metal, meine Wohnung ist eher schwedisch eingerichtet, ich steh auf kitschige Bollywoodfilme, Bulgur und Couscous kenn ich schon seit Kindertagen (war als Kind viel in Frankreich) und das landet regelmäßig auf dem Herd.
Gastfreundschaft ist für mich selbstverständlich, ich hab schon mir völlig Fremde als auch mir unbekannte Freunde von Freunden auf meiner Couch übernachten lassen (Freunde natürlich auch!), das empfinde ich nicht notgedrungen als orientalisch, sondern einfach nur als offen.

Aber mein Alltag ist weniger orientalisch als viel mehr multikulturell. Außer es ist ein besonderer Anlass, dann werd ich ganz konservativ und schmeiß mich ins Dirndl. Manchmal muß man auch die eigenen Wurzeln herauskehren.

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Life is a journey, not a destination.
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