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TiaMariah

Beiträge: 49 Anmeldungsdatum: 16.03.2010 18:45
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Verfasst am: 09.08.2011 14:07
Titel: Kursorganisation - wie macht ihr es?
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Hallo meine Lieben!
Meine zwei Anfängerkurse, die jeweils über 3 Monaten liefen, sind nun mit einer schönen einfachen Kurz-Choreo zum Abschluss gekommen. Die Stimmung ist durchaus positiv, die Mädels und Jungs haben viel gelernt und hatten Spaß.
Alle meine Anfängerkurse waren über 3 Monate konzipiert, um den TänzerInnen das Rüstzeug zu geben, um bei meiner Kollegin im anderen Kurs nicht überfordert zu sein und mit solidem Basiswissen weitertanzen zu können. (deswegen wurden diese Kurse auch gegründet im Mai)
Nun habe ich allerdings in den letzten drei Wochen 5 zusätzliche komplett-Anfänger dazu gekriegt (die erst schnupperten und sich dann entschlossen beim nächsten Anfängerkurs mitzumachen und die natürlich hinterherhinken). Wegen Ihnen würde ich im nächsten Turnus ab September beide Gruppen splitten (dazu muss ich sagen, dass bei meiner zweiten Anfängergruppe einige Schülerinnen wg. Umzug zum Studienort kündigen mussten und diese Gruppe deswgen nun sehr kleingeschrumpft ist) und die erste Gruppe als Mittelstufe weiterlaufen lassen würde und einen neuen Anfängerkurs in der zweiten Gruppe starten (5 Personen minimum, die sich sowieso schon dazu entschlossen haben).
Leider habe ich innerhalb einer Woche nur Montags und Donnerstags jeweils eine Stunde zur Verfügung in der Tanzschule, an den anderen Nachmittagen der Woche trainiere ich selbst, studiere gerade fertig und arbeite in einer Galerie.
Jetzt stecke ich in der Bredullie (schreibt man das so?):
Als ich angekündigt habe, dass Donnerstags nun ab dem nächsten Turnus der neue Anfängerkurs beginnt und der Anfängerkurs Montags als Mittelstufe weiterläuft und die Schülerinnen sich entscheiden sollen ob sie bei mir bleiben oder zu meiner Kollegin in den eigentlichen Fortgeschrittenenkurs rüberwechseln, haben sich einige sehr laut zu Wort gemeldet, dass ich das nicht einfach machen kann und die Neulinge doch einfach mitziehen sollte durch den Mittelstufenkurs.
Soetwas will und werde ich aber nicht aus didaktischen, methodischen und sozialen Gründen tun, schon allein als angehende Realschullehrerin würde ich keinen schwachen Schüler einfach ignorieren und durch die Klassen bis zur zehnten Klasse hochziehen und hoffen, dass er einfach durchkommt...so ähnlich wäre das nämlich in dem Fall mit den fünf Neulingen und prompt habe ich die Ausgangssituation weswegen wir die Anfängergruppen eigentlich gegründet haben.
Wie handhabt ihr das mit euren Kursen?
Seid ihr strikt, nach dem Motto "pech gehabt, der Kurs ist beendet, jetz schau, ob du für den Mittelstufenkurs irgendwie Zeit einrichten kannst"? Und nehmt dabei in Kauf, dass ihr einige SchülerInnen verlieren werdet, weil sie einfach die Zeit nicht finden?
Wechseln eure Anfänger einfach so rüber zum Fortgeschrittenenkurs ohne Murren?
Richtet ihr euch nach euren Schülerinnen mit den Kurszeiten?
Ich schwanke gerade zwischen: Ich war nur als Anfängerkurs konzipiert und werde weiterhin Anfängerkurse machen und als Leckerlie den Mittelstufenkurs für diejenigen, dies Interessiert und das zeitlich einrichten können (was ja schon ein Kompromiss ist)
Und
eigentlich bezahlen die ja monatlich dafür und haben ein Recht darauf dass ich es ihnen irgendwie Recht mache und ihnen entgegen komme....
Mich würde es interessieren, wie ihr eure Kurse und -übergänge organisiert.
Für mich ist es nur noch jetzt wichtig, ab Dezember wechsele ich den Wohnort und kann dann für die nächsten Jahre kein OT unterrichten, weil mein Ref beginnt.
Mit meiner Chefin kann ich das alles gerade nicht organisieren - sie ist im Urlaub und unerreichbar.
Liebe Grüße,Tia
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Kara Farameh

Beiträge: 94 Anmeldungsdatum: 23.08.2005 17:27
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Verfasst am: 10.08.2011 11:04
Titel:
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Hallo TiaMariah,
als erstes du kannst es niemanden recht machen. Irgendwas ist immer. Dann bist du Lehrerin und du entscheidest. Kompromisse kann man bedenken, die Entscheidung liegt trotzdem bei dir. (Gut begründen können, warum so und nicht anders)
Ich kenne das Problem auch, da ich an der VHS unterrichte. Es ist nicht einfach es allen Recht zu machen und es geht auch meist nicht.
Meine Kurse sind so aufgebaut:
Anfänger (0,5 Jahre oder halt nach den 3 Monaten), Anfänger mit Vorkenntnissen(im 1. Jahr)
Anfänger mit Vorkenntnissen/Mittelstufe (ab 2 Jahr)
Mittelstufe(3-4 Jahre)
Mittelstufe/Fortgeschrittene(4-5 Jahre)
Fortgeschrittene ab 5 Jahre
Ich hab nicht all diese Kurse. Die Übergänge sind schon fließend. Ein Kurs da sind auch Frauen von Anfänger bis Mittelstufe vertreten. Eben weil ein paar Anfängerinnen blieben und die wurden mit neuen Frauen aufgefüllt. Mittlerweile ist der so voll das ich keinen mehr aufnehmen kann und das auch nicht möchte, weil es eben nicht so einfach mit dem unterrichten ist. Mit dieser Lösung bin ich auch nicht sehr glücklich.
Wenn ich richtig verstanden habe, sind beide Kurse gleichzeitig gestartet. Müssten also alle Frauen bis auf die 5 Neuen auf einem Level sein.
Du könntest also die Kurse weiterlaufen lassen als zb. Anfänger/ Anfänger mit Vorkenntnissen oder meinetwegen auch Anf. m. Vorkenntn./Mittelstufe. Da sind alle genannt und du kannst die Betonung eben eher auf die Frauen mit Vorkenntnissen legen in dem Arme zu den Bewegungen dazu nimmst oder so. Und der andere Kurs mit den 5 Neuen da liegt die Ausrichtng auf den Grundbewegungen.
Keine von den Frauen kommt sich nun benachteiligt vor, weil sie nicht in der nächsten Lernstufe ist.
Da du ja nur noch bis zum Jahresende unterrichtest, könnte das eine Alternative für dich sein.
Liebe Grüsse Kara Farameh
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Pet`Ra

Beiträge: 734 Anmeldungsdatum: 25.01.2006 23:20 Wohnort: 32839 Steinheim
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Verfasst am: 10.08.2011 16:32
Titel:
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Hallo,
ich sehe das genau so wie Kara Farameh. Bin auch bei VHS und Sportvereinen tätig, sogar mit Multi-Level-Kursen.
Jedem gerecht zu werden, geht auf die Dauer wirklich nicht, aber den meisten schon. Ich bespreche die Situation im Vorfeld (außer Multi-Level) mit den bestehenden Teilnehmern. Wenn der überwiegende Teil gute Vorkenntnisse hat sind ca. 30 % Neulinge eigentlich kein Problem. Man sollte auch nicht unterschätzen, dass die Teilnehmer nicht nur von ÜL sondern auch von den anderen abgucken und lernen. Diejenigen mit Vorkenntnissen unterstützen auch gerne die Neulinge.
Viel gemischte Partnerarbeit bringt viel und unterstützt auch das Einfügen von Neulingen in die Gruppe. Günstig ist auch ein bis dahin allen unbekanntes Utensil einzusetzen, darin sind dann alle neu. Choro`s kann man dem Können anpassen.
Ein Versuch ist es allemal wert, das klappt. Bischen mehr Mühe, als eine annähernd homogene Gruppe macht es schon.
Liebe Grüße
Pet`Ra
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Luna Ma

Beiträge: 144 Anmeldungsdatum: 19.09.2007 14:36
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Verfasst am: 12.08.2011 16:34
Titel:
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Diese Problemetik kenne ich auch.
Ich würde meineGruppen manchmal auch splitten können, dafür sind sieaber zu klein.
Gruppen mit zustarken Level unterschieden sind echt schwierig, gerade wenn Anfänger "rein rutschen". Ich dachte immer ich müsse die schon Weiteren mehr fördern als es mit zusätzlichen Anfängern od. Langsamlernern im Kurs möglich ist.Das hat mir Kopfzerrbrechen gemacht. Die" Weiteren" Frauen sehen das wohl nicht so, weil sie ja nicht wissen, was kommen würde ,wären sie unter sich. Da spielt auch dein "sie zahlen dafür" rein. Und das ich will eine gute Lehrerin sein. Vielleicht wollen die Frauen auch so zusammenbleiben wie sie sind, weil sie sich gut verstehen und die Lerngeschwingigkeit ist ihnen egal. Das Problem ist evtl. nicht so groß wie du es siehst.
Aber sie zahlen nicht dafür das du es ihnen Recht machst, sondern dafür, dass das Angebot was du machen wirst(Kurs, Inhalt, Einteilungen) vernünftig, einhaltbar und duchrdacht(=sein Geld wert) ist. Möglich das du diesen Konflikt durch die Kursbeschreibung vermindern kannst.(so ähnlich wie Kara das meinte)
Prinzipell kannst du nur Kurse halten/anbieten wenn es für dich Termin, Konditionen...passt. DAS ist IMMER der 1. Ausgangspunkt!
Vielleicht besteht ja die Möglichkeit für die "neueren" eine Art Aufbauzwischenkurs, Intensivkurs ,Zusatzstunden ("Nachholer")zu machen bis der Nächste weitergeht? Dann können sie das verpasste aufholen, bzw. sind nicht soweit zurück. Liegt ja auch immer am Talent der neuen wie schnell es geht. Manche brauchen zwei Kurse um den gleichen Stand zu bekommen, andere Anfänger merkt man kaum.
Bei Terminverschiebungen gibt es immer Teilnehmerausfälle, damit mußt du auf jeden Fall rechnen.
Vielleicht sind ja jetzt Ideen dabei die dir weiter helfen.
_________________ "Monde und Jahre vergehen, aber ein schöner Moment leuchtet das ganze Leben hindurch."
Franz Grillpanzer
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Pet`Ra

Beiträge: 734 Anmeldungsdatum: 25.01.2006 23:20 Wohnort: 32839 Steinheim
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Verfasst am: 12.08.2011 16:52
Titel:
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| Zitat: | Prinzipell kannst du nur Kurse halten/anbieten wenn es für dich Termin, Konditionen...passt. DAS ist IMMER der 1. Ausgangspunkt!
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stimmt, das ist die erste Voraussetzung. Neue Teilnehmer nehme ich erst dazu, wenn eine Choro ganz abgeschlossen ist. Die wird dann nicht wieder neu aufgerollt. Das gibt sonst Probleme. Für die neuen ist es schön, wenn sie auch mal zusehen (viele lernen auch auf diesem Weg) und eine kleine Pause machen können.
Liebe Grüße
Pet`Ra
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Melani

Beiträge: 22 Anmeldungsdatum: 15.06.2008 21:52
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Verfasst am: 01.09.2011 15:13
Titel:
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Hallo Ihr Lieben,
hm, ich sehe darin eigentlich gar kein so großes Problem.
Ich meine, die Frauen tanzen erst seit 3 Monaten, hatten also max. 12 Tanzstunden.
Wenn man alle Grundbewegungen in dieser Zeit durchgegangen ist, konnte man sie max. "Vorstellen" von einer technisch guten Ausführung kann da keine Rede sein.
Es sollte eigentlich ohne Probleme möglich sein, die neuen mit den "Erfahrenen" zu mischen.
Das geht natürlich nicht, wenn man bereits in der ersten oder zweiten Tanzstunde mit einer Choreographie angefangen hat.
Dafür bin ich aber nicht, denn die Schülerinnen sind erst mal mit der richtigen, gesunden Ausführung der Bewegungen beschäftigt. Nebenher Musik hören, zählen und sich an die Bewegung erinnern, die jetzt kommen soll ist m.E. zu viel und geht auf Kosten der Technik und (schlimmer) der Gesundheit.
Die Tanzlust der Schülerinnen kann man mit Kombis befriedigen, die sich über 2-3 Stunden ausdehnen, für die, die unbedingt einmal Bekannten und Verwandten etwas vorführen wollen bietet sich ein Workshop mit einer einfachen Choreographie an.
Aber ich hole viel zu weit aus. Lange Rede kurzer Sinn: Ich hätte sie zusammengelassen (bzw. beide Gruppen zusammengelegt). Aber wenn man einmal etwas abgewägt und eine Entscheidung getroffen hat, und diese den Schülerinnen auch mitgeteilt hat, sollte man dabei bleiben. Jedoch sollte man niemand "zwingen". Wenn eine Schülerin unbedingt im Anfängerkurs bleiben will, weil sie sich dort so sehr wohl fühlt (obwohl sie eigentlich schon mehr könnte), warum nicht?
Als Lehrerin ist man in erster Linie Dienstleister (selbstverständlich zu den Terminen und Konditionen die man anbietet) und deshalb ist die Zufriedenheit der Schülerinnen das wichtigste Ziel.
_________________ Viele Grüße,
Melanie
~To watch me dance is to hear my heart speak~
Sprichwort der Hopi-Indianer
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TiaMariah

Beiträge: 49 Anmeldungsdatum: 16.03.2010 18:45
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Verfasst am: 04.09.2011 00:23
Titel:
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Hallo liebe Tanzmäuse,
danke für eure Antworten und Meinungen.
Ich habe mich bisher noch nicht so ganz entschieden - mein Examen beginnt am nä. Mittwoch, ich werde noch eine Woche den Tanzkurs aussetzen (meine Chefin übernimmt die erste Woche), um mich auf meine zwei ersten Prüfungen beruhigt einlassen zu können.
Also:
NOchmal kurz, wie gesagt, sie können mittlerweile unterscheiden zwischen den verschiedenen Hüftkreisen, in den letzten Stunden haben wir spielerisch das Kamel und die Bodywave integriert, die Hüftkippe, 3-er Hüftkippe, Schritt-Schwung, Mayas...
Für mich ist es wichtig, dass sie zunächst alle Bewegungen kennen lernen - sei es gesondert nacheinander, oder als Kombi, wenn sie die Grundform kennen.
Hierzu haben wir die Bewegungen auf verschiedene Musik geübt, in den letzten 1,5 Monaten habe ich auch "freibewegungs"-Einheiten eingebaut, wo sie sich, wenn sie wollten, selbst ausprobieren konnten, ich hatte natürlich ein Auge auf die mutigen und war für Fragen abrufbereit.
Ich habe erst in den den letzten Wochen eine kurze, sehr einfache Choreo über 1,5min mit ihnen gemacht mit genau den Kombis, die wir auch vorher geübt haben (zb eine Maya und zwei Hüftkreise) - darin sind sie sehr aufgeblüht, weil sie nun wiedererkannt haben, was wir geübt haben.
War halt *BEEP* für die blutigen Anfänger, die in den letzten Wochen dazu gestoßen sind, habe so gut es ging versucht ihnen die Bewegungen auf die Schnelle zu erklären, teils haben sie auch bei den anderen abgeguckt, aber manchmal konnte ich ihre Verzweiflung spüren - was mir sehr sehr leid getan hat.
Die Choreoeinheit, die ich nun mit den Leutchen gemacht habe, ist abgehakt.
Wir werden sie innerhalb der nächsten 3 Monate wiederholen ab und an, damit sie im Kopf bleibt.
Da ich es zeitlich gar nicht anders hinkriege wegen meinem Examen und den Raumbedingungen, werde ich wohl oder übel die Komplett-Anfänger "pseudomäßig" mitziehen. Dh, ich werde sie bitten, in den Donnerstagskurs zu kommen, dieser wird dann langsamer voranschreiten als der Monatskurs und sämtliche Grundbewegungen nochmal abarbeiten. Diejenigen des Donnerstagskurses, die eben das nervt, sollen in den Montagskurs oder die MIttelstufenkurse meiner Chefin nutzen.
Das scheint mir ein halbwegs garer Kompromiss zu sein. Beide Kurse müssen sowieso nach der Sommerpause nochmal die Bewegungen wiederholen und sie sich ins Gedächtnis rufen, bis ich mit den Montaglern Drehungen und weitere Kombies einüben kann.
Mir liegt es primär am Herzen, Leute an den OT heranzuführen, ihnen die Angst zu nehmen, dass sie es nicht könnten oder zu plump seien oder nicht geschmeidig genug oder unmusikalisch.
Ich liebe den "Aha-Effekt", der die SchülerInnen im Gesicht aufleuchtet, wenn sie nach dem Erklären und Selbstprobieren verstanden haben, wie die Bewegung aufgebaut ist. Ich persönlich halte wenig davon, jemanden, der kaum was kann durch eine Choreo "zu prügeln", ohne dass er/sie versteht, was er da eigentlich tut.
Irgendwie macht es mir wenig Spaß, eine Choreo zu unterrichten, habe ich im letzten Jahr gemerkt -ich finde eher soeben genanntes viel viel viel reizvoller, und blühe selber dabei auf.
Ich denke, damit müssen diejenigen, die sich so laut beschwert haben (und das sind ironischerweise DIE, die schon 1,5 Jahre bei meiner Chefin herumkurselten ohne großartigen Fortschritt) leben (auch wenns vllt egoistisch ist, weil ich meiner Präferenz nachgehe, wobei auch wieder nicht, weil ich ja damit auf die Anfänger zugehe..aah..)
Ich habe lange über das "Dienstleisterproblem" nachgedacht - pros und cons - bin ich nun Anbieterin der Möglichkeit es zu erlernen, oder leiste ich den Dienst, den Wünschen meiner SchülerInnen auf Teufel komm raus entgegen zu kommen?
Liegt mir daran, Leuten den Spaß am Tanzen näher zu bringen und das Verstehen zu Fördern, oder liegt mir daran, möglichst wenig Leute meines Kurses zu verlieren?
Sage ich klipp und klar, nein, dir tut der Anfängerkurs auch nochmal gut, bis due die Bwegungen drinne hast falls du übst, oder lächle ich, gebe immer wieder Tipps und Anweisungen und schaue weiter hin weg und ziehe die schwächeren mit?
Mir kommt das aus der Sicht meines zukünftigen Berufs ziemlich bekannt vor...*seufz*
Es ist brutal schwierig, muss ich sagen und ich habe hohen Respekt vor denjenigen von euch, die eine eigene Tanzschule managen oder seit langem Kurse führen und ihren Weg gefunden haben.
Ich bin immer wieder froh, dass es das Forum hier gibt und ihr so bereitwillig an eurem Wissen teilhaben lasst
Vielen herzlichen Dank dafür!
(herrje ich werde sentimental. Entschuldigt inhaltliche Wiederholungen oder Fehler - mein Gehirn ist nach 6 Wochen dauerpauken derzeit ähnlich einem durchgenudeltem Küchenschwamm...)
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Melani

Beiträge: 22 Anmeldungsdatum: 15.06.2008 21:52
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Verfasst am: 05.09.2011 11:20
Titel:
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| TiaMariah hat folgendes geschrieben:: | Mir liegt es primär am Herzen, Leute an den OT heranzuführen, ihnen die Angst zu nehmen, dass sie es nicht könnten oder zu plump seien oder nicht geschmeidig genug oder unmusikalisch.
Ich liebe den "Aha-Effekt", der die SchülerInnen im Gesicht aufleuchtet, wenn sie nach dem Erklären und Selbstprobieren verstanden haben, wie die Bewegung aufgebaut ist. |
Das hast Du sehr schön gesagt. Mir geht es ganz genau so
| TiaMariah hat folgendes geschrieben:: |
Sage ich klipp und klar, nein, dir tut der Anfängerkurs auch nochmal gut, bis due die Bwegungen drinne hast falls du übst, oder lächle ich, gebe immer wieder Tipps und Anweisungen und schaue weiter hin weg und ziehe die schwächeren mit? |
Ich würde den direkten Weg vorziehen. Auch wenn das leichter gesagt als getan ist. Aber im Fall von Selbstüberschätzung einer Schülerin leiden die anderen ja auch darunter, wenn man jemand immer mitziehen muss, denn das braucht Zeit.
Ich bin bis jetzt (zum Glück ) noch nicht in dieser Situation gewesen, aber glaube fest daran, dass man mit seinen Aufgaben wächst und es sich auszahlt, wenn "man eine gerade Linie fährt".
_________________ Viele Grüße,
Melanie
~To watch me dance is to hear my heart speak~
Sprichwort der Hopi-Indianer
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